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Was tun bei Zeiten der Verzweiflung?

Weißer Wolf

Administrator
Ihr Lieben,

heute hat Baba diese Frage sehr schön beantwortet:

"Wenn ihr mit Probleme und Schwierigkeiten konfrontiert werdet, solltet ihr euch keine Sorgen machen und Opfer von Depressionen werden, denn das ist ein Zeichen von Schwäche. In einer solchen Situation solltet ihr Toleranz und Vergebung üben, solltet euch nicht erregen, denn das erzeugt Zorn, Hass und eine Einstellung von Rache. Ihr seid die Verkörperung der Stärke und nicht der Schwäche. Deshalb solltet ihr in Zeiten von Verzweiflung, mit einem Gefühl der Selbstkontrolle erfüllt sein und dazu bereit sein zu vergeben und vergessen. Diese Eigenschaft der Vergebung (Kshama) ist eine der größten Eigenschaften, die der Mensch besitzen kann. Wenn jemand diese Eigenschaft verliert, dann wird das Böse übernehmen."

Umarmung von Herzen,

Matthias
 
I

Irene

Gast
Hallo lieber Matthias,
das stimmt genau, was du da geschrieben hast. Das musste ich auch erst lernen...vielen Dank!

Alles Liebe und Gute,
Irene:blum:
 
L

Lichtwerdung2009

Gast
Hi Matthias, hi ihr Lieben,

ja, das ist bestimmt so und alles schön und prima...

In der Umsetzung habe ich da aber gerade - ja, ein Problem. Und zwar ein großes Problem.

An allen möglichen Ecken und Enden warten Schwierigkeiten auf mich, Auseinandersetzungen, die mich viel Kraft kosten (ok, früher hätte ich mich klein gemacht, das Austragen ist erforderlich).... nur bei all dem muß ich schauen, daß ich meine Stärke finde... und ehrlichgesagt... dann noch
Toleranz üben und Vergebung... puuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuh....

Hat jemand nen Tipp?:)):blum::blum:
 
L

lakshmi

Gast
hallo lichtwerdung.
ich weiss auch wie das ist,wie du dich damit fühlst.
ich hab wirklich dann gelernt,zu sagen und zu fühlen,ich bin im frieden.
und ich bin in der gnade.
und dann ging das schwere von mir,ich habe erkannt,was da wirklich war,was ich zu lernen hatte,zu begreifen zu verstehn.
vergeben und vergessen,das hat sich dann auch aufgelöst einfach im frieden,und einfach auch in der gnade.
denn diese menschen,wo es so schwer war für mich.sehe ich heute.es sind ganz arme menschen,und sie können nicht anders sein.siehe babas worte.:blum:
 
L

Lichtwerdung2009

Gast
puuuh...

Hallo liebe Elfriede,

herzlichen Dank für deinen Gedankenanstoß.... JA, irgendwas ist da noch....das mich nicht zur Ruhe kommen lässt... ich denke mal: ANGST ...

Ich lerne wohl gerade zu erkennen, daß ich nicht bereit bin, das Spiel weiter mitzuspielen...
Die Aufgabe ist wohl...Daß ich loslassen kann... bei mir bleiben... und dann auch möglivherweise vergeben....

Werde versuchen, in mein göttliches Selbst zu kommen.....

liebe Grüße und einen festen Drücker,
Manuela
 
S

SCHNEE

Gast
Ihr Lieben,

heute hat Baba diese Frage sehr schön beantwortet:

"Wenn ihr mit Probleme und Schwierigkeiten konfrontiert werdet, solltet ihr euch keine Sorgen machen und Opfer von Depressionen werden, denn das ist ein Zeichen von Schwäche. In einer solchen Situation solltet ihr Toleranz und Vergebung üben, solltet euch nicht erregen, denn das erzeugt Zorn, Hass und eine Einstellung von Rache. Ihr seid die Verkörperung der Stärke und nicht der Schwäche. Deshalb solltet ihr in Zeiten von Verzweiflung, mit einem Gefühl der Selbstkontrolle erfüllt sein und dazu bereit sein zu vergeben und vergessen. Diese Eigenschaft der Vergebung (Kshama) ist eine der größten Eigenschaften, die der Mensch besitzen kann. Wenn jemand diese Eigenschaft verliert, dann wird das Böse übernehmen."

Umarmung von Herzen,

Matthias
Klingt sehr gut, aber Baba weiß glaube ich nicht, was eine echte Depression ist. Wenn man obigen Spruch einen wirklich depressiven Menschen vorliest, springt er aus dem Fenster. Wenn es nämlich so einfach wäre, einer Depression zu entkommen, hätten wir nicht so viele Depressive, die nicht wissen, wie sie es schaffen sollen.
Man darf eine wahre krankhafte Depression nicht mit einem Stimmungstief verwechseln, das wir alle mal haben. Dann trifft es zu. Aber so wie es dort beschrieben steht, finde ich es unfähr gegenüber depressiven Menschen. Natürlich reagiere ich so, weil ich Resonanzen dazu habe, aber trotzdem sollte man bedenken, dass dies hier ein öffentliches Forum ist und Depressive als schwach zu bezeichnen, finde ich nicht so gelungen.
Vor allem, da Depressionen eine Krankheit sind und eigentlich mit Sorgen nichts zu tun haben. Sie kommen unvermittelt und niemand weiß, warum und woher. Ein solcher Mensch ist auch nicht in der LAge, den Sinn hinter Babas Worten zu verstehen.

Sorry, das musste ich jetzt sagen.

Liebe Grüße
Schnee
 
L

Lichtwerdung2009

Gast
Hallo Schnee,

beim ersten Lesen habe ich das auch so gesehen wie du bzw. mein erster Gedanke war auch - der hat wohl keine Ahnung, was eine Depression ist. Ich hatte auch schon welche und wie...

Heute kann ich sagen - ja, es ist eine Krankheit und nein, man darf sich keine Schuld dafür geben. Es ist auch nicht einfach da rauszukommen. Auch nicht mit gutem Willen.

Daß man bei einer Depression aber nicht weiß, woher sie kommt - da muß ich dir widersprechen... Ich weiß, warum ich mich gerade etwas depressiv fühle, Depression stellt ja eine Hilflosigkeit dar, sprich man erlebt sich als hilflos. Damit ist es doch auch ein Zeichen, etwas im Leben zu verändern...

Neulich sagte jemand den Satz - ein Depressiver weiß nicht wirklich, wer er ist. Ich bin der Meinung da ist was dran... denn in dieser Situation findet man seine Mitte - sein Ich nicht mehr, es fehlt ein Teil, der verloren scheint...

Ich schreibe hier wie gesagt von meinen Erfahrungen, dazu gehört auch, daß ich nach mehrmaligem Lesen des Textes von Baba für meine momentane Situation durchaus was raus ziehen konnte (was nicht heisst, daß es einfach wäre mit der Umsetzung, wie ich schon geschrieben habe...)

Die Definition von Depression bzw. ob ein schwer Depressiver jetzt damit was anfangen kann oder nicht oder es gut ist, wenn er das liest, ist für mich ne andere - die kann ich nicht beantworten....

Liebe Grüße
Manuela
 
E

Engelflüsterin

Gast
:spkt:Susanne und vielen Dank, für Deinen Beitrag. :dnk: Ich habe den Beitrag von Matthias schon gelesen und empfand es genau so, wie Du es jetzt beschrieben hast.

Gerade jetzt, nach dem Tod von Robert Enke, eine Depression immer noch als Schwäche zu bezeichnen - wo überall und von jedem Experten gesagt wird - dass gerade Depressionskranke nicht schwach sind und Depressionen kein Zeichen von Schwäche darstellen - empfinde ich diese Sätze von Matthias schon als sehr störend.
Gerade, weil Depressionen immer noch als Schwäche angesehen werden, wenden sich so wenige Menschen an Therapeuten, oder andere Experten, die ihnen vielleicht helfen könnten.
Und gerade deshalb, weil sie sich keine Hilfe holen, sterben immer noch so viele Menschen an dieser Krankheit. Das müsste nicht sein. Und das finde ich ganz entsetzlich.

@Lichtwerdung: "Du schreibst: "Daß man bei einer Depression aber nicht weiß, woher sie kommt - da muß ich dir widersprechen..." Zitat Ende.
Menschen die gelernt haben, auf sich und ihren Körper , sowie ihre Befindlichkeiten zu achten, können es oft nach vollziehen, wo die Depressionen her kommen.
Aber, diejenigen, die noch nie eine Therapie gemacht haben und nicht wissen, wie sich eine Depression ankündigt und wie man dahinter kommen kann, die haben wirklich keine Ahnung davon, woher sie gekommen ist. Ja, manche wissen nicht einmal, dass sie unter einer Depression leiden. Woher auch, wenn es ihnen niemand sagt.

Ich leide zeit meines Lebens unter Depressionen. Jetzt, bin ich langsam so weit zu sagen, wo sie herkommt, bzw her gekommen ist.
Aber ich kann mich auch noch an Zeiten erinnern, da konnte ich das nicht.
Da bin ich ganz einfach langsam reingerutscht in die Depression und konnte später nicht mehr sagen, wo sie herkam.
Das musste ich einfach mal los werden, liebe Manuela. :hzssm:

Alles Liebe, Euch allen wünscht Euch,

Engelflüsterin. :engel:
 

Weißer Wolf

Administrator
Ihr Lieben,

ich danke euch allen für eure Zeilen. Eindeutig lösen diese viele Emotionen zu dem Thema aus.

Einerseits ist wichtig, dass dies nicht "meine" Worte sind, sondern ein Zitat von Sathya Sai Baba, welches er heute gesagt hat.
Andererseits ist wichtig, immer "das Original" des Zitats anzusehen. Leider kann ich kein Telugu, doch als erstes wird seine Aussage in das Englische und dann in das Deutsche übersetzt. Im Englischen sprach er von "Depression", welches nicht per se Depression ist sondern auch "Niedergeschlagenheit" ist. Was Baba genau gemeint hat ist eindeutig offen. Dies könnte man nur direkt fragen.

Trotzalledem löst - und das war ja jetzt die Annahme - das Wort Depression und Schwäche Resonanzen aus.

Kann ich dazu etwas sagen? Ja, ich denke schon, da ich selbst an Depression litt. Löst es heute in mir Resonanzen aus? Danke Gott , aber nein.
Bei mir selbst war die Depression eine Flucht. Ich habe mich in diese Situation geflüchtet. Die Depression hatte mir damals gedient. Persönlich war es "meine Schwäche", denn für eine andere Handlung "hatte mir die Stärke" gefehlt. Aber dies war meine persönliche Lernkurve, die bei Gott keine Allgemeingültigkeit hat.

Wichtig: wir wissen nicht ob Baba dies gemeint hat. Wir haben das Thema nur dorthin gelenkt. Doch selbst wenn wir das Thema hierhin leiten dient es, die eigenen Emotionen dazu zu hinterfragen: wieso reagiere ich wie ich reagiere?

In dem Satz von Baba steht nämlich auch etwas, wo ich mich frage, wieso dies überlesen wird: "Ihr seid die Verkörperung der Stärke und nicht der Schwäche. Deshalb solltet ihr in Zeiten von Verzweiflung , mit einem Gefühl der Selbstkontrolle erfüllt sein und dazu bereit sein zu vergeben und vergessen."
In meiner persönlichen Situation hätte mir dieser Hinweis damals gedient. Wieso? Weil ich mich sehr schwach gefühlt hatte und alles andere als eine Verkörperung der Stärke.

Wie gesagt, dies war nun nur ein Versuch der Interpretation der positiven Art. Doch wie soll diese Interpretation für alle gültig sein? Sie kann es nicht. Jeder wird das empfinden, was es in ihm zu schwingen auszulösen vermag.

Umarmung von Herzen,

Matthias
 
L

lakshmi

Gast
hallo ihr lieben.
baba, sagt ja das wir bei diesen problemen uns selbst kontrollieren sollen,sonst gleiten wir ab in hass und rache und das böse hat macht über unser leben.
aus erfahrung kann ich nur sagen das stimmt.
hat uns das böse in dieser form erstmal im griff,ist es schwer da wieder rauszukommen,oder viele menschen schaffen das überhaubt nicht.
da sind alle anderen menschen böse,nur sie ,die wo böse sind....
das sind die reinsten engel.das ist wirklich wahr.ich sage das aus erfahrungen.:blum:
 

Weißer Wolf

Administrator
hallo ihr lieben.
baba, sagt ja das wir bei diesen problemen uns selbst kontrollieren sollen,sonst gleiten wir ab in hass und rache und das böse hat macht über unser leben.
Liebe Elfriede,

danke, dass hast du sehr präzise formuliert.

Ich habe gerade noch darüber nachgefühlt, wieso dies starke Resonanzen auslösen könnte:

Ist es vielleicht das, dass man vor sich selbst argumentierte: "ich konnte nichts für meine Depression, diese ist nicht durch meine Handlungsweisen entstanden - es war einfach eine Krankheit" - "ich war sozusagen Opfer".

In so einem Fall wäre der Satz von Baba natürlich ein Schlag in das Gesicht, weil es genau dieser Einstellung widerspricht.
Persönlich habe ich sehr lange die Verantwortung für meine seelischen Zustand überall gesucht - nur nicht bei mir. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich für mich erkannte, dass jede Emotion , die ich erlebe, ihre Ursache in mir selbst hatte...

Umarmung von Herzen,

Matthias
 
S

SCHNEE

Gast
hallo ihr lieben.
baba, sagt ja das wir bei diesen problemen uns selbst kontrollieren sollen,
Meine Lieben,

genau das, ist das Problem, wenn wir von einer echten krankhaften Depression sprechen.
Diese Menschen können sich nicht mehr kontrollieren. Das ist möglich, wenn man eine Depression weitestgehend überwunden hat, da schafft man es vielleicht, aber nicht im Vollzustand.

Es ist etwas anderes, wenn wir von einem Stimmungstief reden, da mag alles stimmen, was gesagt wurde. Z.B. hat der Mensch finanzielle Sorgen und rutscht in ein Tief, dann kann er sich mit Gottvertrauen selbst helfen. Er kann sich auch hängen lassen. Jedoch ist er in der Lage, das selbst zu entscheiden und zu handeln bzw. fühlen. Ein Mensch mit einer krankhaften Depression kann das nicht, selbst wenn er will.

Liebe Grüße
Susanne
 
L

Lichtblicke

Gast
ihr Lieben,

ich hatte Depressionen, ziemlich schwere. vor etwa 15, 16 Jahren. ich schenkte innerhalb von 14 Monaten zwei Kindern das Leben - und ich war fix und fertig. das angefangene Studium war nicht weiterführbar, weil mein Partner die Kinderbetreuung nicht übernehmen wollte, die Babysitterin dauernd ausfiel, etc pp. eine Wideraufnahme meiner Arbeit stundenweise kam auch nicht in Frage, siehe davor. so saß ich Tag für Tag an der Sandkiste oder in meiner nordseitigen und dauerfinsteren Wohnung mit Kunstlicht, mit all den anderen Müttern. wir sprachen ununterbrochen über Windelinhalte, Babynahrung und die ideale Pädagogik. ich schlief kaum, da die Kinder abwechselnd wach und die Zweitgeborene auch noch Asthma hatte. meine Ehe war eine reine Interessensgemeinschaft, ohne gegenseitige Liebe und Verständnis für die Lebenswahrheit des Anderen schon damals. auch von mir aus nicht.

kurz und gut, langsam aber sicher schlitterte ich in so schwere Depressionen, dass ich morgens nicht mehr aus dem Bett wollte/konnte. ich konnte nicht mal mehr den Arm heben, träumte mich abend für abend auf irgendeine Insel mit irgendwelchen mir angenehmen Menschen... ich war in eine tiefe, tiefe Opferrolle geschlüpft, nichts freute mich mehr, nicht mal meine absolut bezaubernden Kinder. ich sah nur unbefriedigendes Leben, wohin ich auch schaute. und ich fühlte mich vollkommen hilflos, allein gelassen - und schwach. ja, heute würde ich es als Schwäche bezeichnen. Niedergeschlagenheit träfe es auch.

meine Lernkurve war gigantisch, dauerte durch Auslöser einiger menschlicher Engel auch ungefähr ein Jahr - dann gings wieder aufwärts. heute spüre ich die Erschöpfung schon sehr früh kommen, die Niedergeschlagenheit, die Traurigkeit, die Gereiztheit, das Bedürfnis Opferstrategien anzunehmen, über andere zu schimpfen. da werd ich sehr hellhörig mir selbst gegenüber. und weiß, was ich zu tun habe :rolleyes:

ein Freund gestand mir heute seine Depressionen. und er definierte es so, dass er in solchen Phasen (er kommt nicht dahinter, was sie auslöst - er meint, es sei möglicherweise das Wetter , das fehlende Sonnenlicht, die Kälte ) sein Vertrauen in die Schöpfung, in Gott und zu seinem Höheren Selbst verliere. ich war nach dem Gespräch (ohnehin schon überarbeitet) auch tatsächlich erschöpft, er nahm sich eine Menge Energie. ja, er wirkte sehr schwach - und stärker als er ging, nun ja.

ich hab mich heute beim Lesen auch gefragt, ob ihm Babas Spruch helfen würde. ich weiß es nicht...

und jetzt geh ich schlafen, fühlt euch alle miteinander feste umarmt

Liza
 

Weißer Wolf

Administrator
Liebe Schnee,

ich glaube du hast ein sehr wichtiges Thema angesprochen:

Ab wann kann Gottvertrauen nicht mehr heilen.

Dies scheint eigentlich der Kern der Frage zu sein, wenn ich es richtig verstehe...

Vielleicht sollten wir darüber einfach einen Thread eröffnen? Könnte für viele spannend sein.

@Liza: deine persönliche Schilderung deckt sich sehr mit meiner eigenen. "Krankhaft" wäre meine persönliche Depression sicherlich geworden, wenn ich irgendwann die Ursache aus den Augen verloren hätte. Womit wir wiederum bei dem Punkt von Schnee sind.

Auch wir arbeiten ja in unseren Behandlungen intensiv mit der Schulmedizin zusammen, ja, auch mit dem Zentrum für Seelische Gesundheit. Vorallem dann, wenn wir über Glauben und Energethik durch die Schwere der Situation kaum Zugang finden. So denke ich, es ist das klassische sowohl als auch. Beides ist in Synergie wichtig.

Umarmung von Herzen,

Matthias
 
L

Lichtblicke

Gast
... und die Frage ist halt immer, was ist krank - wo fängt Krankheit an. ich hab mich definitiv krank gefühlt, eine Psychotherapeutin war auch rasch mit dem Krankheitsbild der "endogenen Erschöpfungsdepression" zur Stelle - und als die Körperaustritte begannen, war ich für sehr kurze Zeit sogar einverstanden, Medikamente schlucken, um nicht eingewiesen zu werden. diesen Engeln in Weiß werde ich ewig dankbar sein, da wachte ich nämlich auf :LS: und begann Antworten auf meine Fragen zu suchen...

vielleicht träum ich heute was dazu
Liza
 
L

Lichtwerdung2009

Gast
Hallo nochmals,

ein wirklich spannendes Thema, insbesondere, wenn man selbst betroffen ist bzw. war....

Matthias, ich bin jetzt total erstaunt, daß DU mal depressiv warst? Hätte ich nicht gedacht... aber du musstest wohl auch durch das Tal gehen, um zum Gipfel zu gelangen, wie mir scheint....

Zum Thema Opfer kann ich auch mitreden - recht lange Zeit habe ich mich als Opfer gesehen und gefühlt..Opfer - meiner Eltern, meiner schlimmen Kindheit, meiner Verhaltensweisen, für die ich doch nix kann usw... so lange ich auf andere zeigen konnte, musste ich nix ändern. Opfer der Umstände zu sein war für mich der beste Grund, nicht für mich einstehen zu müssen. Machte aber sehr hilflos, sprich depressiv. Auch heute neige ich manchmal zu dieser Tendenz. Aber ich versuche mir dann zu sagen - ok, wenn ich Dinge gerade nicht ändern kann, heisst das nicht, daß ich hilflos bin. Ich schaffe es derzeit einfach nicht - und nehme es so an. Aber die Macht in meinem Leben bin ICH....

Das Thema ab wann kann Gottvertrauen nicht mehr heilen fände ich auch sehr spannend....wobei ich heute nix mehr dazu sagen kann, weil ich ein ziemliches Wirr-warr im Kopf und Gefühlen hab....

Liebe Grüße
Manuela
 
L

Lichtblicke

Gast
guten Morgen,

ich hab was geträumt - und bin mal wieder in die Falle getappt, dass ich mir den Traum eh merken würde. tja, ehem... werde versuchen, das heute vorm Einschlafen noch mal zu rekonstruieren.

ich denke die Antwort auf die Frage ob Gottvertrauen heilen kann hängt mit der Definition von Heilung zusammen. aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, ja, je mehr ich mich um meine göttliche Verbindung kümmere, desto mehr "kranke" Strategien und Symptome fallen einfach von mir ab. ich versuche auch nicht, das zu verstehen - ich bin dankbar für die Gnade, dass es so ist. mit dem Verstehen bin ich nicht weitergekommen.

und ja, ich befinde mich nicht im Krankenhaus, nicht in Therapie - also kann ich wohl von mir sagen: ja, ich bin gesund, ich spüre mich, ich liebe mich. und ich habe auch keine Probleme, andere Menschen zu spüren und zu lieben. und deshalb kann ich vielleicht auch nicht mitreden, wie es für einen sogenannten kranken Menschen ist.

ich kenne Einiges an Gratwanderungen in meinem Leben, Körperaustritte, schizoide Schübe, paranoide Wahnvorstellungen, manisch-depressive Verstimmungen, immer in Zeiten extremen Lebensdruckes - doch wie es auch Schnee beschreibt, außer bei meinen Depressionen, denen ich nach einer Weile und für eine Welle relativ hilflos gegenüberstand, traf ich immer die Entscheidung , kippe ich rüber oder bleibe ich bei mir. meiner Spiritualität , meiner göttlichen Verbindung war ich damals nicht so bewusst. besser kann ich das leider nicht beschreiben.

was mich immer aufgehalten hat zu kippen war das tiefe innere Wissen oder vielleicht auch das unbewusste göttliche Vertrauen, dass mir die Schulmedizin, auch die Psychologie mit dem Stoppen meiner Prozesse durch Spritzen und Medikamente, nicht würde helfen können. ein einziger Versuch war dabei, den konnte ich glücklicherweise nach wenigen Tagen überschauen und brach ihn ab, sehr vorsichtig, ich reduzierte langsam aber konsequent die Dosis - mit Medikamentendosierungen spiele ich nicht, die Medikamente wirkten fühlbar auf meinen kompletten Stoffwechsel , mein Herz raste dauernd unangemessen, ich konnte keinen Gedanken zu Ende denken, war dauermegaaufgeregt - und mir war latent ständig ein bissel übel. grauslich. wird wohl die Leber gewesen sein... ich war weder Ich noch mein Höheres Selbst in diesen Tagen - ich war fremdbestimmt.

ich wünsche euch allen ein wunderschönes Wochenende

Liza
 

Weißer Wolf

Administrator
Matthias, ich bin jetzt total erstaunt, daß DU mal depressiv warst? Hätte ich nicht gedacht... aber du musstest wohl auch durch das Tal gehen, um zum Gipfel zu gelangen, wie mir scheint....
Liebe Manuela,

ja, ich bin wie viele andere auch durch dieses dunkle Tal gegangen. Interessanter weise war dies zu einem Zeitpunkt, bei welchem ich am Höhepunkt meiner beruflichen Leistungen gestanden bin. Was hier so toll klingt war jedoch nur der Gipfel der eigenen Eitelkeiten.

Ja, ich hatte mich sehr verlaufen und den Ausweg in Depression gefunden. Dies habe ich natürlich geschickt geheimzuhalten versucht. Auf der anderen Seite gab es zu dem damaligen Zeitpunkt vielleicht zwei Menschen, die es wirklich interessiert hätte. Wie gesagt, dieser Mangel an Interesse hatte nichts mit meinen Mitmenschen zu tun, sondern war eine Reflektion von dem, was ich ausgesendet hatte...

Ja, wir alle sehnen uns unterbewusst nach "Aufmerksamkeit ". Der Eine erreicht diese über "Erfolg", der andere "über Misserfolg". Beide Strategien habe ich "erfolgreich" angewendet und bin so tief in "Leid" geschlittert. "Gerne" war ich "krank", was ich natürlich damals immer vehement verneint hätte. Doch die Depression diente mir dazu einen Ausweg anzubieten, etwas drastisch zu ändern, eine Entscheidung zu treffen, zu der ich selber damals nicht die Kraft (=zu schwach) gehabt hatte. Die Depression hatte mir diese Aufgabe abgenommen und gleichzeitig eine neue gestellt.

Deckungsgleich ist meine Erfahrung mit der von Liza. Ebenso die Vertrauensfrage.

Ich bin HEUTE dankbar, dass ich dieses Erlebniss hatte, denn letztendlich war es genau jenes Tal, welches mich umdenken ließ. Und die ganze Zeit war Gott bei mir, ich wusste es (damals) nur nicht.

Die Stabilität, die Sicherheit , die Disziplin und das Gottvertrauen habe ich heute nur WEIL ich dies damals erlebte...

Und so siehst du, wie ich wie jeder andere Mensch auch Fehler macht, aus diesen lernt und mich auch weiterentwickle...

Umarmung von Herzen,

Matthias
 
E

Engelflüsterin

Gast
Hallo zusammen!

Ich habe eben gerade meinen ganzen Lebenslauf aufgeschrieben, um Euch zu verdeutlichen, wie es mit den Depressionen angefangen und warum es bis heute nicht aufgehört hat.
Dann aber, nach nochmaligem Durchlesen hatte ich das Gefühl, dass das doch alles nichts bringt.
Außerdem wäre das eher ein Thema für das Unterforum "Unter uns privat". Deshalb habe ich alles wieder gelöscht.

Mir fehlen einfach die Worte, um Euch ( @Matthias und @Manuela) klar zu machen, warum ich mich immer noch als Opfer sehe. Und das noch nach 'zig Jahren. Und das obwohl ich denjenigen längst verziehen habe, die das verursacht haben.
Einer von Euch wird jetzt wahrscheinlich sagen: "Wenn Du verziehen hast, kannst Du Dich nicht mehr als Opfer sehen"
Darauf kann ich nur mit einem Beispiel antworten.

Ich halte einen Nagel und ein Anderer versucht ihn mit einem Hammer zu treffen. Trifft aber meine Finger.
Dann kann ich ihm im gleichen Moment noch verzeihen. Aber, trotzdem werde ich noch Schmerzen empfinden und mich als Opfer sehen.

Oder irgendjemand überfährt mich mit seinem Auto und ich werde dadurch gelähmt.
Ich kann ihm verzeihen, aber mich deswegen trotzdem nicht mehr bewegen und mich als Opfer fühlen.

Ich weiß nicht, ob ich mich verständlich ausdrücken kann so, dass Ihr mich versteht.
Deswegen werde ich mich von jetzt an - bei diesem Thema - zurückhalten.

Ich kann nur noch sagen, dass ich mich bei dem - was Schnee bisher geschrieben hat - vollkommen verstanden fühle und es genau so unterschreiben würde. :DH:dnk:

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende

Engelflüsterin. :engel:
 

Weißer Wolf

Administrator
Mir fehlen einfach die Worte, um Euch ( @Matthias und @Manuela) klar zu machen, warum ich mich immer noch als Opfer sehe. Und das noch nach 'zig Jahren. Und das obwohl ich denjenigen längst verziehen habe, die das verursacht haben.
Liebe Engelflüsterin,

ich danke dir von Herzen für deine Zeilen, die sicherlich Kraft gekostet haben. Ich verstehe dich mental und emotional sehr gut. Es ist hierfür gar keine Erklärung notwendig, denn ich habe selbst sehr lange genau so gefühlt. Natürlich ging es mir solange so, wie es mir ging, weil ich so fühlte, wie ich fühlte.

Ich kann nur sagen, dass sich mit der Zeit mein Gefühl dazu verändert hat, nicht mehr und nicht weniger. Bitte verstehe, dass ich deine Erfahrung respektiere und weder wegnehmen, schmälern oder sonst etwas damit tun möchte.

Vielleicht geben dir diese Zeilen irgendwie die Hoffnung, dass du dich irgendwann nicht mehr als Opfer fühlst, denn ja, dies ist möglich und ein sehr schönes Gefühl,

ich umarme dich von Herzen,

im Verständnis,

Matthias
 
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