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Positives Denken / Manifestieren versus Alle Gefühle annehmen, auch die negativen...

A

Aleyna

Gast
Hallo ihr Lieben,

ich wünsch euch einen wunderschönen Abend.

Das Thema, weswegen ich Hilfe suche, beschäftigt mich schon seit Monaten.

Wie kann man eine positive Einstellung zu den Themen im Leben haben, aber trotzdem noch seine "dunklen" Gedanken annehmen und nicht verurteilen?
Einerseits heißt es, gehe nicht in die negativen Gedanken ein, sonst manifestierst du Probleme etc. Andererseits heißt es aber, wenn du deine negativen Gedanken und Gefühle nicht annimmst, nerven sie dich solange, bis du es tust oder werden noch negativer... Aber dann kriege ich wieder Zeichen, dass ich nicht negativ sein soll. Bin also komplett veriwrrt!

Vor einigen Monaten hat das angefangen, als ich auf der Suche nach einem Job war und mich über Monate hinweg positiv "halten" musste. Das ist dann so weit ausgeartet, dass ich mir selbst manche Gedanken verboten habe, in der Art "oh nein das darf ich ja nicht denken" oder "das ist ein falscher Gedanke" und mich ständig korrigiert habe.
Sehr energieraubend!

Jetzt war das Thema wieder präsent, als ich im Job Kritik bekommen habe und ständig darüber nachdenken musste, aber gleichzeitig auch positiv bleiben wollte und Liebe in die Situation schicken wollte. Im Endeffekt hat garnichts geklappt und das Wort "Kündigung" (obwohl das überhaupt kein Thema ist) ging nicht aus meinem Kopf raus, egal ob ich das angenommen habe oder positiv bleiben wollte. Manchmal denke ich, dass manche meiner Anteile echt gemein sind. Vor lauter Panik hatte ich heute schon richtigen Druck auf meiner Brust und Atemprobleme :(
Heute habe ich, da Vollmond, dieses ganze Problem losgelassen und fühle mich schon besser, möchte aber gerne verstehen, wie das alles gehen soll.

Manchmal kommt es mir vor wie ein Kampf und ich denke an die Zeit zurück, als ich noch "unbewusst" dahinlebte und nicht wusste, dass man sein Leben selbst "designt". Kommt mir jetzt irgendwie leichter vor...ich habe mich noch nicht wirklich mit meiner Schöpferinkraft angefreundet..

Und meine zweite Frage ist, wie kann man lernen "bei sich zu bleiben" und was heißt das genau?

Vielen lieben Dank!
LG Aleyna
 
C

carolcn

Gast
Liebe Aleyna,

das Zauberwort heißt: Nicht bewerten. Hast du schon ausprobiert deine Gefühle einfach nur zu FÜHLEN? Ohne sie zu benennen, zu hinterfragen, sie in Frage zu stellen, sie zu bewerten = das ist gut das ist schlecht? Wenn du deine Gefühle einfach nur fühlst kann das sehr heilsam sein.

Bitte mach aus deinen Spirituellen Weg keine Kasteiung. Das hat, meiner Meinung nach, nichts mit Selbstliebe zu tun.


Mir kamen gerade zwei Text in den Sinn die ich vor ein paar Monaten geschrieben habe:
Vielleicht helfen sie dir weiter.

ich MUSS mit meinem körper nicht zufrieden sein.
ich darf mit meinem körper auch unzufrieden sein.
dieses MUSS, dieser DRUCK, denn ich mir selbst mache, macht die unzufriedenheit mit mir nur noch größer und stärker.
wenn ich unzufrieden mit mir bin und ich erlaube dies mir nicht, erzeuge ich einen gegendruck und es entsteht zwangsläufig noch mehr unzufriedenheit.
das gefühl der unzufriedenheit wird nur noch größer und größer.
weil ich mir selbst NICHT erlaube unzufrieden mit mir zu sein DÜRFEN.
wir denken doch alle so oft, ich MUSS mit mir zufrieden sein.
ich MUSS mich doch lieben.
immer dieses MUSS. vorallem die frauen haben dieses MUSS sehr stark in sich verankert.
es kommt daher, weil sie in so vielen inkarnationen zu dingen gezwungen wurden, die sie ganz tief in ihrem herzen nicht machen wollten, sich aber nicht getraut haben nein zu sagen.
und somit verwenden viele frauen diesen druck jetzt auch in dem persönlichen wachstum an sich selbst.
auch dieses darf ausgeheilt werden, es ist nicht mehr länger dienlich, es ist nur ein hindernis, sich vollkommen alles zu erlauben.
"ja ich darf alles sein und alles machen und alles spüren. alles was ICH spüre, ist jetzt gerade da und es darf sein.
so wie es ist. ohne bewertung und ohne druck.
ich will so sein wie ICH BIN!"


Du bist nicht dein Körper. = ist der körper unwichtig?
nein für mich ist mein körper nicht unwichtig, er ist mir sogar sehr wichtig.
mit ihm lebe ich ja tag aus und tag ein, in meinem jetzigen leben!
ich will mich in meinem körper wohl fühlen.
ich will meinen körper als schön empfinden.
wir wollen doch alle mit unserem körper zufrieden sein. - oder?
aber dann wird gesagt du bist nicht dein körper?
ich glaube, dieser satz ist zu einfach, da steckt noch viel mehr dahinter, als nur du bist nicht dein körper.
ich weiss, vom kopf her, (ich bin mir dessen noch nicht bewusst) ich bin ein licht, ich bin liebe, ich bin bewusstsein. dieses bewusstsein bewertet nicht.
und es nimmt den körper so an wie er ist und liebt ihn, so wie er ist. und verleiht ihm schönheit, ausstrahlung, lebendigkeit, liebe, freude und noch viel mehr.
und dann kann ich mich als vollkommen betrachten. auch meinen körper. der ja auch wichtig ist. ohne körper kann ich hier auf der erde nicht sein. ohne körper wäre das leben hier auf erde mir versperrt.
ich würde nie diese wunderbare erde erleben, nie erfahrungen machen können.
ich würde nie über mich selbst hinauswachsen können.
ich würde nie, die schönheit der erde und der wesen die auf ihr leben sehen können.
für was bin ich den hier?
ich glaube um ein ausdruck von liebe zu sein.
um schönheit, liebe, licht und freude auf diese erde zu bringen.
um die herzen der menschen zu ent-zaubern.
um auch ihnen liebe, licht und freude zu entlocken, aus ihrem herzen.
die schönheit ist immer da, ich kann wählen, will ich alles aus dem verstand betrachtet?
oder alles mit dem herzen sehen.
oder will ich ein vollkommener gottesmensch sein, mit herz und verstand?
nichts ist entweder- oder, alles ist sowohl als auch. und ich darf entscheiden was ich sehen will.
das ist doch volkommener freier wille. - oder? ist das nicht liebe? zu wählen wozu mir der mut steht?
liebe dich und du wirst die schönheit der welt erblicken.

sei in trennung und du wirst die welt in trennung erleben.
trennung erzeugt verzweiflung , alles leid, was es zu erschaffen gibt. der mensch ist ein schöpfer. ja, er kann erschaffen. da und dort. hier und da. licht und dunkel. und auch beides in einem. es ist seine wahl. weswegen will er schimpfen?
wenn will er be-schimpfen. wer hat "schuld" daran, dass die menschen so sind wie sie sind?
jeder einzelne hat sein leben selbst in der hand und alles selbst verursacht.
es ist sinn-los, in andere leben, eines anderen mensch rum zu stochern. es lenkt doch nur vor der eigene wahl seines eigene urteils über sich selbst ab. ablenkung hat auch viele gesichter. sie ist überall zu finden. sie ist immer da gegenwärtig wo macht und trennung walten. ablenkung beschäftigt sich immer mit dem anderen, mit dem leid, auch mit dem eigene leid, doch nicht als etwas heilendes, sondern als etwas sorgenvolles, ein jammertal an gefühlen.
ich will, nicht ich will nicht, alle sind blöd, ist das wirklich so? ist nicht das eigen urteil über sich selbst der verursacher für das eigene weltbild?
ein verzehrtes weltbild sieht immer nur das eigene leid, dass begrenzte, den verstand, das ego .
die liebe jedoch urteilt nicht, die liebe ist. und mehr ist dazu jetzt nicht zu sagen. Hallo!



Liebe Grüße, Carolin
 
M

marfr

Gast
Liebe Aleyna,

gern sag ich meine persönliche Meinung und Sicht zu Deinen Fragen. Dann kannst Du schauen, was für Dich stimmig ist oder nicht.

"Positives Denken" macht für mich insofern keinen Sinn, wenn es dazu verführt, dem was ist auszuweichen, es zu verdrängen etc. Unangenehme Gefühle kommen irgendwoher und für mich hat es bisher funktioniert, hinzusehen und hindurch zu gehen, anstatt drüber hinweg. Auch ich sehe gerne das Positive an einer Sache, z.B. das halb gefüllte statt dem halb leeren Glas. Da macht es Sinn. Ich glaube an das Göttliche, die Liebe. Aber wenn es mir schlecht geht, stelle ich mich dem was sich zeigt, sonst bleibe ich nur an der Oberfläche, während im Untergrund anderes vor sich hin mottet und schwelt, was mich weder gesund, noch vollständig, noch heil sein lässt.

Es ist ein Unterschied, ob ich denke: "Es wird sowieso nicht besser, ich bekomme eh keinen passenden Job, man wird mich dort eh nicht schätzen..." und eine solche negative Gedankenspirale sich weiter nach unten drehen lasse - oder ob ich alles tue, was mir in dem Moment möglich ist, um einen passenden Job zu finden und dort einbringe was ich kann, gleichzeitig pünktlich, gewissenhaft, verantwortungsbewusst etc. bin. Wenn ich dennoch Kritik erhalte, gilt es hin zu schauen: "WAS wird kritisiert? Stimmt das für mich? Kann ich mich da verbessern?" Ich kann die Kritik also erst mal entgegen nehmen und genauer betrachten. Anstatt zu denken: "War eh klar, ich bin nicht gut genug" und sich selbst ingesamt in die Tonne zu klopfen. Damit würde ich mich zum Opfer machen und der Sache ausweichen. Kritikfähigkeit will gelernt werden und das kann schmerzlich sein. Aber es lohnt sich.

Das ist dann so weit ausgeartet, dass ich mir selbst manche Gedanken verboten habe, in der Art "oh nein das darf ich ja nicht denken" oder "das ist ein falscher Gedanke" und mich ständig korrigiert habe.
Du hast etwas vor Dir selbst versteckt und unterdeckelt, das gesehen werden wollte. Die Gedanken, die Du Dir verboten hast... Woher kamen sie? Was signalisierten sie Dir? Eine tief liegende Angst ? Wovor? Gestehe Dir dies ein, schau es an.

... als ich im Job Kritik bekommen habe und ständig darüber nachdenken musste ... Im Endeffekt hat garnichts geklappt und das Wort "Kündigung" (obwohl das überhaupt kein Thema ist) ging nicht aus meinem Kopf raus ...
"Hat gar nichts geklappt" klingt nach "Alles oder Nichts", Schwarz-Weiß-Denken. Das will gesehen und angegangen werden. Es will gewandelt werden in "sowohl als auch". Es darf etwas schief gehen, ohne dass deswegen gleich alles schlecht sein muss. Es darf etwas gut gelingen, obwohl vielleicht trotzdem Kritik an einzelnen Punkten vorhanden ist.

Dass das Wort "Kündigung" nicht aus Deinem Kopf ging, war nicht einfach ein Gedanke. Es steht ja vermutlich für die Angst, gekündigt zu werden. Wenn Du also mit Gedanken dagegen halten würdest: "Ich werde nicht gekündigt, ich werde nicht gekündigt", hilfst Du Dir langfristig nicht, weil Du damit der Angst ausweichst oder sie wegzureden versuchst. So funktioniert das aber nicht.

Vor lauter Panik hatte ich heute schon richtigen Druck auf meiner Brust und Atemprobleme :(
Die Angst oder Panik möchte Dir etwas zeigen. Es gibt viele verschiedene Wege das anzugehen, alle brauchen Zeit,Mut und dran bleiben. Zu letzterem (dran bleiben) bist Du bereit, so wie ich Dich lese. Gilt es also DIE Werkzeuge zu finden, die FÜR DICH die richtigen sind.

Ein paar Beispiele: Meditation , Gesprächskreise, begleitende Psychotherapie, systemische Aufstellungen, Heilarbeit wie Reiki oder andere, Sport oder andere körperliche Betätigung...

Find ich prima, dass Du den gestrigen Vollmond genutzt hast, um etwas loszulassen. Das kann sehr kraftvoll sein.

Der Kampf, der sich momentan in Dir abspielt, kann mit der Zeit weniger werden, neutraler werden. Schau einfach, was Dir persönlich am besten weiter hilft, was Dir gut tut, um Ausgleich zu schaffen.

... wie kann man lernen "bei sich zu bleiben" und was heißt das genau?
Das ergibt sich aus obigem. Je weniger Du mit der Angst, Hektik, Problemen um Dich rum in innere Resonanz gehst, umso besser gelingt es Dir automatisch, bei Dir zu bleiben. Das heißt, jemand erzählt Dir etwas voller Angst und Du kannst zwar mitfühlend undMut machend reagieren, ohne selbst mit in die Angst hinein zu fallen. Damit bleibst Du bei Dir. Das kann man aber nicht durch entsprechende Gedanken "machen". Man kann sich selbst nicht dazu zwingen. Solange äußere Angst die Angst in Dir zum Vorschein bringt, gilt es die Angst in Dir zu sehen und damit etwas anzufangen. Erst wenn sie in Dir geklärt und neutralisiert ist, kann sie im Außen kommen, ohne Dich aus Deiner Mitte, Deinem emotionalen oder mentalen Gleichgewicht zu bringen.

Das war jetzt viel auf einmal. Schau einfach, was davon Dich anspricht, was Du damit anfangen möchtest.

Ich wünsch Dir vielMut für Deinen individuellen Weg und wenn Du magst, lesen wir uns hier...

Alles Liebe

:BS:

Marion
 
M

Micha

Gast
Liebe Aleyna,

ich danke dir für deine offenen Worte, un dass du dich dieser Situation stellst. Erst einmal möchte ich auch Marion danken, die es für mich sehr schön erklärt hat und nun etwas schreiben, das ich für mich schreibe. Vielleicht kannst diu hier etwas für dich mitnehmen.

Erstens bin ich davon überzeugt, dass ich die Situationen, die mir etwas lernen und erfahren lassen wollen, so lange wiederkehren, bis ich erkannt habe, und damit das Wissen darüber erfahren habe. Dann ist dies für mich vorbei und neue Herausforderungen dürfen kommen. Ich für mich glaube daran, dass ich vor meiner Inkarnation auf "Wolke 7" einen Deal eingegangen bin, dem ich nicht entgehen kann, und mein Höheres Selbst auch nicht will. So oft sage ich mir, dass ich dies niiiiieeeee ausgemacht haben kann, ich bin ja nicht neben mir. Warum sollte ich mir so etwas Dummes aussuchen. Ne, ne, ihr Lieben in der Geistigen Welt, da müsst ihr euch irren. Jedoch ist dies so, "die" irren sich nicht. So darf auch ich lernen dies alles anzunehmen, zu reflektieren und zu erfahren. Schöne Geschenke, ja, die nehme ich gerne an, jedoch geschieht etwas, das meinem "EGO " nicht gefällt, dann ist dies nicht gut für mich. Und genau diese Dinge sind es, die mir am meisten dienen und mich lernen lassen. Ja, ich gebe dir recht, das ist nicht ganz einfach, auch nicht für mich. Denn ich will ja ..., und schließlich steht mir das auch alles zu! Hhm, welcher Wille geschieht, meiner oder der von Gott .

Was ich bei dir fühle ist Angst, viel Existenzangst. Auch ich habe diese. Z.B., am kommenden Donnerstag ist meine Probezeit um. Werde ich diese überstehen? Was ist, wenn die mich nicht mehr wollen? Wieder Hartz IV! Was soll ich nur machen. Was passiert dann mit mir? Woher kommt das Geld? Und so vieles mehr. Mir sagt diese Angst, dass mein Vertrauen in und zu Gott nur schwach vorhanden ist. Denn es ist gleich-gültig, was auch geschehen wird. DENN!

Ich bin unendlich geliebt, ALLES geschieht zu meinem höchsten Besten, ich alleine schaffe die Grundlage für die Dinge, die mir geschehen, Gott macht keine Fehler. Und somit darf ich annehmen und akzeptieren, für die Situation danken und wahrhaftig, licht- und liebevoll weitermachen, wie es mir möglich ist in dem Wissen, dass wirklich ALLES gut ist. (Hier möchte ich Biggi=Atlantis danken, dass ich dies zitieren darf, dass sie es mir immer und immer wieder eingetrichtert hat, in einer liebevollen Art und Weise. :dnk: liebe Biggi)

Auch das Thema Kritk hatte ich, ich kam damit ganz schön in Ressonanz, also mein Thema, und nicht das der anderen Person. Nur ganz kurz. Meine Vorgesetzte stellte sich einer bestimmten Situation und Frage nicht, Sie war genervt und hatte "keine Zeit". Also bekam ich es ab. Wie gesagt, ein Spiegel für mich und nicht für meine Vorgesetzte. Ich sagte dann, ob diese Person glaubt, dass ich meinen Job nicht mache!!! :aegs: Und was sie gedenkt, das ich tun sollte. Es rieb mich auf und eine Stunde später kam meine Vorgesetzte auf mich zu und fragte mich, was da los war. Ich berichtete und sagte, dass, wenn man glaubt, ich mache meinen Job nicht, ich gehen werde. Ich muss nicht "gebauchpinselt" werden, jedoch erfahre ich hier nur negative Kritik, und das, was ich bisher geleistet habe, ist noch nie honoriert worden. Ich sei ja wohl etwas sensibel, wenn ich wegen einer Person und deren Aussage gehen würde. Hhm, stimmt, antwortete ich. Ich habe mich verkehrt ausgedrückt. Ich meine, wenn die Allgemeinheit dies so sieht, dass ich meinen Job nicht mache oder zu wenig leiste, dann werde ich gehen, ich mache das nicht mehr mit, denn ich weiß, was ich leiste, ich weiß, dass ich in kurzer Zeit viele Menschen in Arbeit brachte und das Unternehmen daran verdient. Ich weiß, was ich wert bin. Ich fühlte mich richtig erleichtert, dass ich dies gesagt hatte, mit dem vollen Bewusstsein möglicher Konsequenzen. Bumm, gleich wieder Angst! Michael, was hast du da eben gesagt? Mann, das ist ja eine Einladung zur Kündigung. Das willst du doch gar nicht. Doch dann die Antwort. Ja, das ist ein Thema, das ich in ein paar Tagen im Einzelgespräch mit ihnen besprechen möchte. Wieder Angst, aber warum? Nur sage ich und kein anderer, dass sie ihren Job nicht richtig machen. Vielleicht kann man das ein oder andere verbessern. Ja, das war ein verstecktes Lob für mich, das ich erkennen kann, oder auch nicht. Und sachlicher Kritik zur Verbesserung stehe ich immer offen gegenüber. So ließ ich los und es war ein angenehmes, sachliches Gespräch.

Sich positiv auszurichten empfinde ich als sehr wertvoll. Es ändert meine innere Einstellung zum Leben. Positives zieht Positives an. Jedoch bin ich davon überzeugt, dass dies mir nicht unbedingt was bringt. Klar kann ich sagen und visualisieren ich bin und habe dies und das. Was allerdings die wirkliche, reine Ursache ist, das ist der ursprüngliche Gedanke, warum ich dies tue. Und tue ich dies aus Angst oder aus dem Mangel heraus, dann wird auch Angst und Mangel kommen. Hier hilft wirklich nur zu Vertrauen, und zwar auf und in Gott. Dass ALLES wirklich gut und dienlich für mich ist (nicht für mein EGO) und mir hilft das zu erkennen, das ich erkennen und erfahren möchte. Das ist die Herausforderung für mich, die ich üben und verinnerlichen darf. Es ist nicht immer leicht, nein, wirklich nicht, allerdings hilft es mir "negative" Geschenke anzunehmen und auch als Geschenk zu erkennen.

Vielleicht kannst du dir hier etwas auf deine Fragen rausholen. Auf jeden Fall gehst du den für dich genau richtigen Weg und ich freue mich für jeden kleinen Erfolg, den du erreichst.

Liebe Grüße

Michael
 
A

Aleyna

Gast
Hallo ihr Lieben,

wow, erstmal danke für die tollen Antworten!

@Carolin: bei einigen Dingen, ganz besonders bei negativen Gefühlen wie Wut , Trauer, etc. habe ich das analysiert / bewertet / in eine Schublade geschoben.
Mir kam es so vor, "wenn ich mich selbst liebe (lieben würde) dann würde ich das und das so und nicht so empfinden" ...
ich probiere es jetzt die letzten Tage aus, und es klappt!


@Marion: Es war durchgängig für mich stimmig :)
Als ich kritisiert wurde, war ich verletzt und habe mich ungerecht behandelt gefühlt. Und jetzt denke ich seit Tagen darüber nach, was genau da in mir verletzt wird oder was da in Resonanz geht...bisher kam ich nur auf die Angst, Fehler zu machen. Und ich habe entdeckt, dass sie mir einige meiner negativen Seiten spiegelt. Und - ich arbeite derzeit mit Engeln und Aufgestiegenen Meistern am Thema Selbstliebe - Selbstvertrauen . Einige Tage vor dem Ereignis hatte ich darum gebeten, dass sie mir zeigen, was es heißt, nicht bei mir zu bleiben. Dass es so dicke kommt, hatte ich nicht gedacht :) Vor allem hatten wir vorher nie Probleme, also mit meiner Chefin..
Heute morgen wieder - sie schreibt mir eine Mail, dass etwas zu der Aufgabe fehlt - wobei sie nie gesagt hat, dass sie das möchte, stellt es aber im Nachhinein so dar. Ich bin wieder total wütend geworden und hab mich wütend sein lassen und nicht "tralalala alles ist gut" gesungen..
Ich denke einfach, dass das eine Lektion ist, und dass ich Vertrauen haben darf.

Das mit " bei sich bleiben" hast du sehr schön erklärt. Und ich möchte es so gerne! Ich weiß nur noch nicht wie, aber es wird sich schon ein Weg zeigen. Wie machen es denn andere? Hast du für dich einen Weg gefunden?


@Micha
Oh jaaa, was habe ich alles mit dem höheren Selbst geschumpfen! Ganz übel :)
Ich stelle mir immer vor, dass von einer Liste mit Aufgaben / Herausforderungen sie einfach mal fast alles mitgenommen haben :D Mag sein, dass es da noch ein toller Weg war und unglaublich sinnvoll aber hier hängt es mir einfach zum Hals raus..

Deine Situation ist ähnlich wie meine, bin auch in der Probezeit und ich habe um hier zu arbeiten, viel gekämpft und viel auf mich genommen. Ganz kurz: Weil ich davon überzeugt war, dass ich hier in dieser Stadt (im Ausland) alles finde, was mich glücklich macht, habe ich nicht aufgegeben, um einen Job und ein geregeltes Leben zu kämpfen und daran zu glauben, dafür habe ich meine Familie und Freunde zuhause aufgegeben. Kann gut sein, dass die Angst daher rührt...

Ja, das mit dem stiftenden Gedanken kenne ich - das mit dem Gottesvertrauen habe ich in den letzten Monaten irgendwie verloren, davor war ich sehr stark im Vertrauen.

Na, wieder was gelernt :)

Ich danke euch von Herzen, ihr habt mir wirklich geholfen!
 
M

marfr

Gast
Liebe Aleyna,

schön von Dir zu lesen :BS:. Freut mich, dass Du mit meinen Worten was anfangen konntest :). Du machst das alles ziemlich bewusst und so entwickelst Du Dich Stück für Stück weiter, das ist fein. Ich freu mich schon jetzt im Zusehen.

Ich kann bei der Begebenheit im Job von heute sehr gut verstehen, dass Du Dich geärgert hast, wie das gelaufen ist. Du hast Dich wütend sein lassen und nicht so getan als sei alles in Butter. Ein nächster Schritt wäre in ähnlicher Situation vielleicht, dass Du die Wut wahrnimmst, Dir dann aber bewusst wirst, dass Du nicht Deine Wut bist (dadurch trittst Du innerlich einen Stück zurück in den Frieden hinein, wenn es denn möglich ist, auch hierzu sollst Du Dich nicht zwingen, nur wenn es geht und passt). Vielleicht wartest Du bis Du wieder runter gekommen bist und überlegst dann gelassen, wie Du die Ursache der Wut angehen könntest, sprich für Dich selbst einstehen. Du könntest z.B. aktiv das Gespräch suchen und die Sache ganz ruhig zur Sprache bringen, statt still mit Deiner Wut allein zu bleiben.

Das mit " bei sich bleiben" hast du sehr schön erklärt. Und ich möchte es so gerne! Ich weiß nur noch nicht wie, aber es wird sich schon ein Weg zeigen. Wie machen es denn andere? Hast du für dich einen Weg gefunden?
Es wird mit der Zeit immer besser werden, wenn Du bewusst bleibst.

Mir gelingt es auch nicht immer. Mein Weg dahin besteht aus kontinuierlicher Arbeit an mir selbst, so wie Du es auch tust, so dass die Ursachen für Resonanzen geheilt, neutralisiert werden können. Was neutralisiert ist, bringt mich nicht mehr aus der Fassung oder meiner Mitte.

Sehr gut hab ich den Fortschritt spüren dürfen, als eine Freundin, mit der es für mich nicht mehr stimmig war wie bisher Zeit zu verbringen, mit Nichtverständnis kam. Ich konnte ihr ruhig meinen Standpunkt sagen, sie versichern, dass ich sie liebe, aber dennoch bei mir bleibe, so wie es für mich jetzt stimmig ist.

Ich wünsch Dir eine gute Zeit und freu mich darauf, Dich weiter zu lesen, wenn Dir danach ist.

Alles Liebe inzwischen

Marion
 
A

Aleyna

Gast
Guten Abend ihr Lieben,

nur als Nachtrag: Ich wurde im Dezember tatsächlich gekündigt! Ich war in dem Moment total ruhig, als ob ich es schon wusste. Dann habe ich erfahren, dass es eine bewusste Entscheidung meinerseits - auf einer höheren Ebene war (ich selbst hätte nicht gerade diesen Zeitpunkt gewählt!)
Nun bin ich in einer Situation dass ich im Ausland bin, noch auf Jobsuche und auch nicht weiß wie ich in zwei Wochen die Miete bezahlen soll. Wochenlang bin ich sehr ruhig und im Vertrauen geblieben, ab und zu wurde ich sehr wütend, dann sehr traurig, etc.. habe also vieles durch. Ich habe alles, was in meiner Macht stand, versucht und nun warte ich einfach ab. (und ich hasse es zu warten!)
Ich verstehe nicht, wieso die geistige Welt (oder im speziellen mein Höheres Selbst) mich in eine solche üble Situation bringt..
Soviel zu positivem Denken!
 
M

marfr

Gast
Liebe Aleyna,

nicht immer verstehen wir, was gerade jetzt passiert. Manchmal wird es im Nachhinein deutlich, manchmal aber auch nicht. Auf jeden Fall: Gott macht keine Fehler.

Suche immer wieder deine Mitte und die Ruhe und Stille , dort wo du innerlich Zuhause bist. Dort kannst du dich aufladen und erholen.

Alles Liebe dir weiter
Marion
 
WIR SIND ÜBERSIEDELT!Gemäß der DSGVO/Datensparsamkeit wurden alle Benutzerkonten (Email Adressen etc.) permanent gelöscht. Dieses Forum ist ein Archiv bzw. inaktiv. Bitte besuche unser neues Forum auf Gesundheit für Körper und Seele!  
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