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Ist Glück erstrebenswert? Wieso Leid vermieden wird...

Weißer Wolf

Administrator
Hallo ihr Lieben,

bei verschiedenen Reiki Treffs haben wir über diese Thematik gesprochen. Was ist der antreibende Faktor, sich auf "den Weg" - "die Suche" zu begeben? Bei den meisten Menschen beginnt das Hinterfragen in dem Moment, in dem sie eine Periode des Leids erfahren haben. Leid scheint ein wichtiger Motivationsgrund zu sein, den eigenen Weg zu hinterfragen. Ich beschrieb bei den Treffs, wie die Momente des Leids am Weg des wahrhaftig Suchenden (und Findenden) "weniger" zu werden scheinen. Und dass genau hier die nächste "Parkmöglichkeit" wartet: ich bin glücklich... alles ist gut. Was sollte ich jetzt noch tun? Wozu auch tun, wo doch alles "ein Weg" ist... So ruht sich das "Ich" auf den Lorbeeren des Glücks aus. Und ja, auch dies ist gut... Manchen jedoch wird klar, dass selbst das Paradies der Leidlosigkeit auf Erden nicht das "Paradies" ist. Es ist Teil der Matrix , die das "Ich" als subjektive Wirklichkeit beschreibt... Manche brechen auf und gehen weiter, manche bleiben genau dort und leben ein Leben glücklich und zufrieden: als Resultat des "Ichs" welches Glück sucht und Schmerz ablehnt und meint angekommen zu sein.

Heute erhielten wir genau zu dieser Thematik einen intensiven Gedanken zum Tag von Baba:

"Glück läßt vergessen, daß eine Verpflichtung gegenüber einem selbst als menschliches Wesen besteht. Es zieht einem in Egoismus hinein und führt dazu Fehler zu begehen. Glück zieht einen Schleier über Erfahrungen die stark machen. Es verbraucht auch den Vorrat an Verdiensten und erweckt niedrige Begierden. Auf der anderen Seite macht Kummer wachsam. Leid fordert zum Denken auf und führt dazu sich selbst zu verbessern. Es schenkt auch neue und wertvolle Erfahrungen und unterstreicht den Wert des Glücks. Erkennt, daß Leid und Glück unzertrennlich sind und das ihr nicht nur eines davon wählen könnt. Behandelt Probleme und Mühen als eure Freunde, zumindest seht sie nicht als eure Feinde an! Am besten ist es Glück und Leid als Geschenk Gottes anzusehen.Das ist der leichteste Weg für die eigenen Befreiung." - Baba

Das Ich sucht Glück und meidet Schmerz - es ist der Sucher. Das Selbst ist sowohl von Glück als auch Leid unberührt - es ist. Die wahre ewige Ruhe der Glückseligkeit: ananda.

Ein Aufruf bewusst zu sein und für alles Danke zu sagen: Glück und Leid,
Umarmung von Herzen,
Alles Liebe,
Matthias
 
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carolcn

Gast
Lieber Matthias,

danke für deine worte.

mir kam diese Video gerade in den Sinn, ich hoffe es ist ok, das ich es jetzt hier einstelle:

Liebe Grüße, Carolin
 
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marfr

Gast
Lieber Matthias,

nun ist es an mir, mich herzlich für das Drumrum zu bedanken, also um das direkte Zitat von Baba herum, um den Sinn zu erschließen bzw. die Worte einzubetten in die Bedeutung für das Leben hier und jetzt, auch für mich.

Nur so kann ich nachvollziehen und verstehen, denn bisher hab ich die Zitate von Baba oft weggeklickt, weil die Worte mir zu hart und antiquiert schienen und ich nicht wirklich etwas damit anfangen konnte. Diese Art Übersetzung hats absolut gebracht :).

Namasté
Marion
 

Weißer Wolf

Administrator
Hallo ihr Lieben,

danke für eure eure Zeilen. Der heutige Gedanken zum Tag passt wunderbar zu diesem Thread:

"Wenn ihr nach den Früchten eurer Handlungen (karma) verlangt, dann werdet ihr wieder und wieder in diese Welt geboren werden und in dem Verlangen nach den Früchten gefangen sein. Gebt diese Sehnsucht auf und befreit euch von diesem Kraftfluss. Hauptsächlich ist es wichtig, kosequent euer Ziel im Auge zu behalten. Euer Ziel sollte Handlungen (karma) sein und nicht karma phala, das Verlangen nach den Früchten der Handlungen. Seid euch bewusst, daß das Verlangen nach den Früchten ein Hinweis auf die Eigenschaft von leidenschaftlicher Handlung (rajoguna) ist, die darauf hinausläuft, daß ihr Schmerz erleidet. Wenn ihr euch entschließt untätig zu bleiben, ist es ein Hinweis auf die Eigenschaft von Faulheit und Untätigkeit und das führt zu Unwissenheit (thamoguna). Das ist noch schlimmer als rajoguna. Diese Unterweisung war nicht allein für Arjuna bestimmt; diese Unterweisung ist für jeden Suchenden und die ganze Menschheit bestimmt." - Baba

Umarmung von Herzen,
Alles Liebe,
Matthias
 
C

carolcn

Gast
Lieber Matthias,

danke, das passt sehr gut zu meinem Thema was ich habe.
Ich habe da auch gleich eine Frage an dich.

Handeln und geschehen lassen/Vertrauen , wie geht das zusammen?
Ohne in die Leistung zu kommen, ich muss was leisten, damit was weiter geht.

Ich bin kein Mensch der das Gefühl hat Leistung ist das ah und oh, ich bin eher eine von der Faulen Sorte, möchte das aber jetzt ablegen was machen.

Wenn ich ein gutes Gefühl habe, etwas zu tun, soll ich das dann tun?

Wenn ich selbständig sein will, muss ich dann ganz viel tun, damit ich bekannt werde?
Muss ich ganz viel Werbung machen?
Oder wie kommen die Menschen zu mir?

Wenn ich nur da sitze kommt ja nichts - Oder?

Von nix kommt nix?

Es geht ja auch um die Ausstrahlung!

Ich hab da einen Wurm drin. :confused:

Liebe Grüße, Carolin
 

Weißer Wolf

Administrator
Lieber Matthias,

danke, das passt sehr gut zu meinem Thema was ich habe.
Ich habe da auch gleich eine Frage an dich.

Handeln und geschehen lassen/Vertrauen, wie geht das zusammen?
Ohne in die Leistung zu kommen, ich muss was leisten, damit was weiter geht.

Ich bin kein Mensch der das Gefühl hat Leistung ist das ah und oh, ich bin eher eine von der Faulen Sorte, möchte das aber jetzt ablegen was machen.

Wenn ich ein gutes Gefühl habe, etwas zu tun, soll ich das dann tun?

Wenn ich selbständig sein will, muss ich dann ganz viel tun, damit ich bekannt werde?
Muss ich ganz viel Werbung machen?
Oder wie kommen die Menschen zu mir?

Wenn ich nur da sitze kommt ja nichts - Oder?

Von nix kommt nix?

Es geht ja auch um die Ausstrahlung!

Ich hab da einen Wurm drin. :confused:

Liebe Grüße, Carolin
Hallo liebe Carolin,

ich danke dir für deine weisen Zeilen. Denn diese sprechen eines der größten Probleme auf dem Weg an. Die Balance zwischen "Tun" und "Sein". Die Balance zwischen "alles ist gut" und "für jeden Vogel gibt es einen Wurm, doch der Vogel muss ihn selbst holen".

Baba erklärte dazu, dass es darum geht egal was man tut, dies mit Herzen zu tun. Egal was man tut, es sollte in "Hingabe" getan werden und bestmöglich. Egal ob ich nun die Wohnung reinige oder eine energetische Behandlung gebe. So oder so, ohne "etwas haben zu wollen" mache ich das, was ich gerade tue, aus Hingabe und in Hingabe. Dann ist alles im Fluss, und Geben und Nehmen ist im Einklang.

Wenn die Angst da ist, zuwenig zu haben (Mangel an Gottvertrauen), muss ich "promoten", etwas "verkaufen", damit "ich mehr habe". Doch aus Mangel entsteht noch mehr Mangel und die ewige Angst, dass es sich nicht ausgehen könnte.
Agiere ich aber aus der Fülle heraus, im absoluten Herzensverständnis, dass ich gerne gebe und teile ohne an ein Resultat zu denken, kommt automatisch die Fülle zu mir.
Dies ist der Grund, wieso am Weg "Hingabe" zu entwickeln so wichtig ist.

Praktisch haben Sabine und ich "geübt" - jahrelang. Bei allen Handlungen haben wir uns hinterfragt - "wieso tue ich dies?" Und bald haben wir festgestellt, dass es nur wenig gab, dass wir aus freiem Herzen "gaben" OHNE an ein Resultat zu denken.
Dies ist worüber Baba auch im Gedanken zum Tag sprach - die "Erwartung", das "Ergebnis meiner Handlung".
Das Selbst agiert ohne jene Erwartung - es tut, was getan werden muss - heute - im Jetzt. Voller Hingabe. Egal ob es dies ist oder das. Schicke mich heute hierhin die Buchhaltung zu machen: "auch gut". Schicke mich dann wohin jemanden zu behandeln "auch gut". Lasse mich den Boden wischen "auch gut". In jedem Dienst kann man Hingabe erlernen und Hingabe finden.
Findet man diese, gibt es nichts "Besseres" oder "Schlechteres" mehr. Man ist - in dem was man tut, egal was man tut. Denn es ist wahrlich gut.

Hingabe ist daher der Schlüssel....

Umarmung von Herzen,
Alles Liebe,
Matthias
 
C

carolcn

Gast
Lieber Matthias,

danke für deine weise Antwort. :BS:
Ich finde meine Zeilen gar nicht so weise. :BS: Jetzt verstehe ich es besser.

Ich kann SEHR gut nachempfinden WAS du meinst, ich kann es fühlen!
Am Freitag Abend hab ich zu Georg gesagt, wegen dem Reiki schicken: "Der Matthias macht das mit voller Hingabe." Ich hab das richtig fühlen können.
Ich hab das so gefühlt, es ist nicht eins von vielen was du tust, schnell mal machen und fertig, sondern ich hab es gefühlt, du bist jetzt nur da, wo du gerade bist und sonst nix. :BS: Das hat sie, für mich, sehr schön angefühlt.

Ja, ich erwarte manchmal etwas und manchmal nicht.
Das bewerten aufhören!

Ich werde mich weiter beobachten!!!

Danke.

Liebe Grüße, Carolin
 

Weißer Wolf

Administrator
Und dass genau hier die nächste "Parkmöglichkeit" wartet: ich bin glücklich... alles ist gut. Was sollte ich jetzt noch tun? Wozu auch tun, wo doch alles "ein Weg" ist... So ruht sich das "Ich" auf den Lorbeeren des Glücks aus. Und ja, auch dies ist gut... Manchen jedoch wird klar, dass selbst das Paradies der Leidlosigkeit auf Erden nicht das "Paradies" ist. Es ist Teil der Matrix, die das "Ich" als subjektive Wirklichkeit beschreibt... Manche brechen auf und gehen weiter, manche bleiben genau dort und leben ein Leben glücklich und zufrieden: als Resultat des "Ichs" welches Glück sucht und Schmerz ablehnt und meint angekommen zu sein.
Hallo ihr Lieben,

zu diesem Thread passt der heutige Gedanken zum Tag, den wir aus Indien erhielten:

"Wenn ihr den Pfad der Spiritualität ernsthaft beschreitet, wird der Drang in anderen Personen Fehler zu finden, oder eure eigene Vortrefflichkeit öffentlich bekannt zu machen, verschwinden. Wenn ihr euch danach sehnt Gott zu erreichen, dann müßt ihr die Richtlinien befolgen und den vorgeschriebenen Weg beschreiten. Jeder Schritt wird euch dann näher zu Gott bringen. Wenn ihr ein Dorf erreichen wollt, müßt ihr euch aufmachen um es zu erreichen. Das Dorf wird sich nicht aufmachen, um euch zu errreichen! Ähnlich ist es, wenn ihr Gott erreichen möchtet – erhebt euch und bewegt euch so, wie Er es euch angeraten hat! Nur dadurch allein könnt ihr das Leben lohnenswert machen. Jesus lehrte einfache, praktische Lehren, die dem Wohle der Menschheit und dem spirituellen Fortschritt dienten. Er ermahnte die Menschen durch Anleitung und gab Beispiele wie die Tugend der Nächstenliebe, des Mitgefühls, der Nachsicht, der Liebe und des Glaubens weiter zu entwickeln war. Wenn ihr ernsthafte Aspiranten seid, dann feiert seinen Geburtstag im Geiste der Hingabe. Dadurch vertieft ihr euren Glauben, der in eurem Herzen ist und erweist seinen Lehren durch intensive Ausübung Ehre." - Baba

Umarmung von Herzen,
Alles Liebe,
Matthias
 
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