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in Harmonie

A

Atlantis

Gast
:rgbogen: Ihr Lieben,

grad hatte ich ein interessantes Erlebnis, welches zugleich auch eine nette Prüfung war, und mit EUCH, möchte ich teilen. :hzssm:
Also, ich war mit dem Auto unterwegs, hatte auf einem Parkplatz am rechten Fahrbahnrand geparkt, und wollte nun wieder wegfahren.
Nicht in Fahrtrichtung, sondern ( zurück nach Hause ) in die andere Richtung .
Die Strasse war im vormittäglichen Trott nicht allzu stark befahren, und so wagte ich es, nachdem ich gut geschaut hatte, auf der Strasse in drei Zügen zu wenden.
Während doesem Manöver sah ich , daß ein dicker schwarzen Wagen , der sehr zügig unterwegs war, auf mich zu kam, vielleicht sogar noch etwas an Tempo zulegte , mir fast auffuhr und dann ein mords Spektakel machte. ( natürlich nicht der Wagen, sondern sein Herrchen - 'n Typ Ende 30 )
Vornweg, ja, mein Verhalten war nicht 100 % ig korrekt.
Wild gestikulierend und tobend , war er hinter mir kaum auf seinem Sitz zu halten.
Ich blieb stehen, ließ mein Fenster runter, kam aber nicht dazu etwas zu sagen, denn eine wüste Salve von bösen Beschimpfungen prasselte los, und dann fuhr er mit quietschenden Reifen an mir vorbei.
Es gab Zeiten, da hätte ich mich persönlich sehr angegriffen und verletzt gefühlt. Mich hätte das belastet, ich wäre zornig gewesen, hätte böse hinter ihm hergerufen und hätte auch die ein oder andere Zeichensprache verwendet :blum:.
Ja, also nach aussen voller Wut , nach innen gedemütigt und verletzt.
Wie habe ich heute empfunden?
Seine Worte haben mich nicht getroffen, sind abgeperlt, wie Regen an Entnfedern.
Innerlich war ich ganz ruhig und ein Bild stieg klar und deutlich vor mir auf:
Ich sah besagten Mann. Er war sehr aufgewühlt, voller Sorge, Angst , Unzufriedenheit, verärgert und im Stress , getrieben , voller Unruhe - unabhängig von mir.
Der Chef, die Arbeit, die Partnerschaft , die Finanzen ... - alles unrund.

Was ich empfand , war Mitgefühl.
Auch ich hatte Zeiten, da war ich so verwickelt und gefangen, in dieser schnellen Welt im Aussen. Ich hatte die gleichen Sorgen, die gleichen Ängste, den gleichen Druck, der mir so zuwieder war, von dem ich aber nicht wußte, wie ich ihm entkommen konnte.

So wünschte ich diesem Mann ( von dem ich weiß, daß er in seinem Kern strahlend und licht ist ) still alles Gute.

Und schließlich freute ich mich über mich , darüber wie gelassen und lichtvoll ich die Situation gefühlt und gemanagt habe.

herzliche Grüße euch,

Biggi
 
M

Micha

Gast
:schnkl: :DH :ISNS:

Ich freue mich für dich, dass aus dem Widder ein Lämmlein geworden ist. Und wenn es beim Autofahren funktioniert, dann vielleicht auch bei ... :rolleyes: Dann kommen auch keine Halsschmerzen. :D

Liebe Grüße
Michael
 
L

Lichtblicke

Gast
liebe Biggi,

wenn du es so beschreibst klingt es, als hättest du dieses Machtthema integriert. ich gratuliere dir von Herzen, und gestehe ehrlich, ich hätte diese Kurve schon gerne gekratzt.

von der anderen Seite des Themas. von mir kann ich nicht behaupten, dieses Thema auch nur im Ansatz integriert zu haben.

ich reagiere auf so wüstes Beschimpftwerden mit Angst. wenn ich eine ehrliche Bestandsaufnahme mache, nach wie vor, körperliche und geistige starke Reaktionen. und ich merke, dass ich wütend werde, auf mich selber, weil ich solche Beschimpfungen a) zulasse mich b) reflexartig frage, was ich denn nun oder in einem anderen Leben oder grad erst Mal falsch gemacht habe, dass dieses mir wiederfährt c) ich reflexartig voller Verständnis für die Lebenssituation des anderen bin, herumvermute und herumerkläre, wieso er so oder so nicht reagiert - aber nicht für mich und wie ich mich d) endlich aus dieser Ohnmacht befreien könnte, die mich schon ein Leben lang begleitet.
ich habe es so satt...

ich habe bei der letzten Herausforderungen vor einem halben Jahr meine Übungen mit der (M)Acht gemacht, lange und eindringlich, diszipliniert und bis zu dem Zeitpunkt, wo ich Ruhe fühlte. und eigentlich gedacht, es hätte geholfen, ich wäre weiter gekommen. nun. ich kriege nach wie vor Herzrasen und zittere wie Espenlaub, wenn man mich dieses bisschen mehr als ein bisschen respektlos behandelt, mir Druck macht etc pp. die Lehrer sind da - und offensichtlich soll ich diese Erfahrung machen, weil ich wieder durch meine Lebensprüfungen rassle.

und vielleicht darf ich auch endlich mal resonant reagieren, mich dafür nicht verurteilen und mich nicht grundsätzlich schuld an dieser Situation fühlen, so nach dem Motto "wie innen so außen". und voller Ego -Angst, mich noch immer nicht weiter entwickelt zu haben - trotz aller Bemühungen. manchmal habe ich den Eindruck, meine Gabe, zu reflektieren, die ich schon als Kind anwandte, maßlos zu übertreiben. sie als Fluchtmittel zu benutzen, dem Leben aktiv und vollerMut gegenüber zu treten.

ja, ich habe Mitgefühl, weil ich sehr viel fühle - aber viel zu selten mit mir selber.

ich hoffe so sehr, dass mir hier was ins Herz sickert - am Verstand vorbei

Elisabeth
 
R

RegenbogenHerz

Gast
Liebe Biggi:BS:,

der Straßenverkehr und deren handelnden Personen sind wohl eine sehr gute Übung für Gelassenheit, bzw. sich selbst zu beobachten, wie wir auf Fehlverhalten der anderen Straßenteilnehmer reagieren. Ich kann mir diesen Menschen in seinem Zorn so richtig vorstellen - oje, und eigentlich reine Energieverschwendung.

Ich fuhr gerade heute in ein tiefes Tal. Über eine Strecke von 60 Kilometern fuhr jedesmal, wenn der eine Gemütliche abbog, der nächste Lastwagen vor mir. Und ich freute mich, denn ich blieb ruhig, denn es bringt einfach nichts, und ich genoss die Fahrt. Vor 20 Jahren war das nicht so. Ich hatte fürchterlichen Stress, und wurde im Auto richtig aggressiv und schrie herum. Ich wunderte mich über mich selbst, denn so kannte ich mich nicht. Das ging über Monate.

Dann bekam ich drei Krankheiten auf einmal - ein anderes Ventil meiner Seele war gefunden, weil ich nicht im Gleichgewicht war.

Liebe Elisabeth:BS:
Wie gut kann ich dir nachfühlen. Ich kann alles, was du schreibst, auch auf mich beziehen. Ich zitterte zwar nicht vor Angst, aber ich wurde stumm, leer im Kopf, mir fiel nichts zum Entgegnen ein. Das einzige, was ich spürte, war die Verletzung, weil ich alles persönlich nahm und eben Verständnis für den anderen, was gleichzeitig eine Ausrede fürs Nichthandeln war, wenn es darum ging, sich zu stellen.

Deshalb danke ich auch an dieser Stelle Matthias ganz herzlich für seine Tipps. Ich arbeitete mit seinem Buch und den Affirmationen und gerade heute durfte ich in zwei Situationen (in einem Fall ging es um einen Kollegen, über den etwas bei einem Kunden gesagt wurde, das nicht stimmen kann, nur weil dieser einen Fehler begangen hatte, in der anderen mit dem Vermieter, der gesetzlichen Anspruch auf Betriebskosten eines Jahres hatte, obwohl ich nur ein halbes Jahr drin wohnte) mich stellen - und es war so wunderbar - ich war so in meiner Mitte, es ging irgendwie automatisch, aus mir heraus strömte eine Kraft. Und das Ergebnis war in meinem Sinne. Beide Parteien waren anschließend sehr freundlich und sehr respektvoll.

Es gab Zeiten, wo ich dachte, ich müsste mit meiner Ohnmacht, gewisse Dinge zu verändern, leben. Heute meine ich, alles kommt genau zur rechten Zeit. Ich darf versuchen, ich darf scheitern, ich darf weitergehen auf meinem Weg. Glaube und vertraue. (das ist es, was ich vom Gröningfilm am allermeisten und schönsten mit in mein Herz nehme)

Außerdem nochmals von Herzen, du bist soo ein wunderbarer Mensch, sei nicht streng mit dir. Und wir alle sind hier und jetzt so wie wir sind, absolut richtig.

Schön, dass es dich und euch alle gibt.
Umarmung von Herzen
Michi
 
L

Lichtblicke

Gast
danke liebe Michi, für dein mitfühlendes Teilen, das mir wie immer gut tut, wenn ich mal wieder halbblind vor einem halbbewussten Theeeema stehe.

bei dem Begriff "Ausrede fürs Nichthandeln" machts klick bei mir. genau wie bei dem Wort Macht. es ist nicht die Angst jemanden zu verletzen, auch nicht die Angst vor starken Gefühlen, die mich ohnmächtig machen. es ist die Ausrede, nicht zu handeln. bitte erinnere mich bei Gelegenheit wieder daran, das hatte ich vollkommen vergessen. ist bei mir reines Kopfwissen, das sich schnell wieder verflüchtigt.

das erste was ich an meinem heutigen Krisentag herausholte, war Matthias Buch. habs natürlich beim Thema Aggression aufgeschlagen - dorthin will ich meistens, wenn ich nicht mehr weiter weiß, da ist das Buch schon richtig gut ausgebreitet und wartet geduldig. und so werde ich mich einmal mehr, mit einigen Erfahrungen des heutigen Tages mehr, hineinfühlen in diese so oft gelesenen Seiten, in das immer gleiche Thema, das mich seit gut zwei Jahren beschäftigt.

herzliche Abendgrüße rundherum

Elisabeth
 
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