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Für Euch - Über den Weg - Entwicklungszyklen

Weißer Wolf

Administrator
Ihr Lieben,


das nachfolgende Thema war die letzte Woche schon so da, doch habe ich es zeitlich nicht geschafft es nieder zu schreiben. Hier ist es nun:

Das Sein des Mensch durchläuft Entwicklungszyklen. Wenn man dann kommuniziert, spricht man von dem Punkt, an dem man gerade steht. Und versucht sehr oft, dem Anderen von diesem Punkt zu überzeugen, um manchmal aus Liebe den Weg des Anderen zu verkürzen, und auch um aus Ego Gefühlen heraus das Gegenüber zu manipulieren.

Doch dabei ist der Weg wahrlich das Ziel, und es ist auch wichtig, jeden an seinem Punkt auch sein zu lassen.

Ein einfaches Beispiel.

- Aus einem brav funktionierenden Erdenbürger wird ein
- Suchender: Gerne sieht man sich hier schon am Ziel angekommen und „spricht“ von Licht und Liebe und alles sei Gott . Der krampfhafte Versuch des Egos, die vorher nötige Arbeit des wahrhaftig Suchenden zu überspringen. Wahrhaftig angekommen sind aber nur wenige: enttarnt wird man sehr schnell, wenn Gesagtes nicht wahrhaftig ist, sondern aus dem Mund des Egos entstammt. Irgendwann findet man aber den Weg zurück, erkennt, dass man doch mehr an sich zu arbeiten hat und begibt sich auf den Weg des
- wahrhaftig Suchender. Dieser Suchende wird zwangsläufig irgendwann an die Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich stoßen. Sei es mittels der Arbeit der Zwillingseigenschaften - also dem Erkennen der eigenen Themen - und deren Auflösung oder auf andere der zahlreichen Wege. Dies ist auch die Zeit, wo Grenzen wichtig sind. Baba beschreibt dies mit der Zeit, an welchen man sich die schönen Tugenden (Wahrhaftigkeit, Gewaltlosigkeit, Demut, Hingabe etc.) aneignet um die Tugenden des Egos (Egoismus , Manipulation, Überheblichkeit etc. )loszuwerden und einen klaren Blick auf das Wahre zu bekommen. Dies erfordert das eigene Ego zu erkennen und dann aufzulösen um die gefärbte Brille loszuwerden. Wenn man diesen Weg geht wird man was manche den
- spirituellen Aspiranten nennen. Der Suchende hat an sich gearbeitet und fängt an, auch die vorher benutzen Tugenden (Wahrhaftigkeit, Gewaltlosigkeit, Demut, Hingabe etc.) wieder loszulassen. Er wird Grenzen wieder auflösen und die Liebe voll und ganz leben.

Ich habe nun nur vier der vielen Schritte beschrieben. Doch man sieht nun, dass Stellungnahmen in jeder dieser Phasen nicht unbedingt für die anderen gelten müssen. Nehmen wir das Beispiel das Thema der Grenze setzen: Wenn jemand noch im Materialismus oder der Phase des Suchenden wie ein Kind verhaftet ist, wird er die Grenzen weder annehmen noch verstehen können. Ist er aber in der Phase des Suchenden, sind Grenzen erforderlich um das eigene Ego zu erkennen und aufzulösen. Als Aspirant löse ich mich danach wieder davon.

Wenn nun ein Mensch von „seinen“ Lebensregeln spricht, stellt sich immer die Frage, hat er dieses einfache Prinzip erkannt? Wenn ja, dann wird er einfühlsam die Fehler des anderen nicht sehen, sondern nur die eigenen. Er wird schweigen können und auch den anderen Fehler machen lassen können. Er wird in der Lage sein, ruhig zu bleiben und auch dem Gegenüber das Recht lassen einfach so zu sein. Wenn nicht, kommt es zu einem Konflikt der Standpunkte - "Mein" Weg ist richtig... Die tägliche Ursache von Konflikten und Kriegen.

Wenn man wirklich weiter wächst, ist es eben die Kunst die gerade benötigten Hilfsmittel der jeweiligen Phase dem Menschen zu vermitteln, damit er sie auch nehmen kann. Ich spreche also anders mit einem momentan noch rein materialistischen Menschen ohne Interesse an Spiritualität (da er gerade diese Lernkurve machen muss) und versuche auch nicht Ihn zu "korrigieren", da es nichts zu korrigieren gibt. Und wieder anders spreche ich mit jemand der zu suchen beginnt, und wieder anders mit jemand der schon etwas gefunden hat.

Heute erst verstehe ich, als eine heilige Frau gefragt wurde, wie "Sie" denn wirklich sei, denn Sie spreche mit jedem der Schüler anders (eben so, dass Sie jeder verstand oder besser noch fühlen konnte) und sie entgegnete nur - ich? Ich bin du. "Mich" gibt es nicht mehr.

Dies macht das Verständnis auch im Forum um vieles einfacher. Oft stehen wir an unterschiedlichen Punkten der Entwicklung. Lassen wir uns einfach nur sein, und selbst dies ist schon wieder an sich nicht richtig – warum? Denn auch der Konflikt ist ein notwendiger Schritt auf dem Weg, der nicht übersprungen werden kann und auch nicht sollte.

Gott schuf ein perfektes System, welches wir sind.

Ich umarme Euch,

Matthias
 
P

Paletti

Gast
Der Weg

Lieber Matthias !!

Für mich trifft das teilweise zu, so wie es beschrieben hast. Für mich, war es oder ist es schwierig, zu wissen, auf welcher Höhe des Weges bin ich ?

Aber ich glaube, wenn man die anderen "kommentarlos" und nicht belehrend akzeptieren kann, hat man schon einmal einen Teil des Weges
geschafft. Dazu habe ich einen schönen Spruch gefunden:

In den Momenten,
in denen es uns gelingt.
zu sein, was wir sind,
ohne lang zu fragen,
was wir sein sollten,
funkelt unser Lebenslicht
wie ein heller Stern.


HERZlichst
Hans
 
M

Mani

Gast
Lieber Matthias,

ich denke, deinen Text muss ich noch öfters lesen - damit ich alles VERSTEHE!!

Aber ich denke, dass es schwer für mich ist, die Frage: WO BIN ICH - realistisch zu beantworten.

Eine gute Freundin, mit der ich mich gedanklich super-gut austauschen kann, hat mir mal folgenden Text gemailt - den ich echt anregend gefunden habe:
Der Krieg der Idiotenblumen "Du brauchst dir keine so große Mühe zu geben. Wenn du deinem inneren Selbst vertraust, dann wächst du so, wie eine Blume wächst. Die Blume wächst richtig, und sie gibt sich keine Mühe zu wachsen, und sie sagt sich nicht: 'Ich muß um Himmels Willen bis morgen nacht in der Dämmerung zwei Zentimeter wachsen!' Eine Blume ist, und sie erlaubt sich zu wachsen, und sie ist sich ihres Ist und des Geistes von Allem-Was-Ist in sich sicher. Nun, Gutsein ist so natürlich wie eine Blume, die wächst. Wenn aber eine Blume innehalten würde, wenn die Sonne auf sie schiene, und wenn sie anfinge nachzudenken und zu sagen: 'Warte mal! Sollte ich nach links wachsen, oder sollte ich nach rechts wachsen? Ist es gut, daß die Sonne auf mich scheint, oder ist es zu leicht für mich, im Licht der Sonne zu wachsen, und sollte ich deshalb nicht lieber versuchen, in der Dunkelheit zu wachsen? Sollte ich zwei Zentimeter nach rechts wachsen oder zwei Zentimeter nach links? Ich muß mir Mühe geben zu wachsen! Ich muß ein Ego und einen Intellekt entwickeln, und ich muß versuchen, diese Sonne zu erreichen, die Gott ist, und ich muß hart arbeiten, denn wenn ich mir keine Mühe gebe, werde ich auch nichts erreichen - und ich muß es erreichen. Aber neben unserer intellektuellen, gewissenhaften Blume ist da ein Idiot von einer Blume! Und der Idiot von einer Blume steht da und fühlt die Sonne in ihrem Gesicht und öffnet ihre Blütenblätter und sagt, "Dies ist die Sonne, und sie ist gut in mir; es ist der Geist des Wachstums, und ich werde ihm folgen und ihm Freiheit geben; und es ist mir egal, ob ich nach rechts oder nach links wachse, denn in völligem Vertrauen auf den Geist in mir weiß ich, daß ich richtig wachsen werde.' Und so wächst sie, unsere Idiotenblume, und sie wächst von innen heraus. Und sie ist vollkommen, und sie ist stark, aber neben ihr ist da unsere intellektuelle und spirituelle Blume. Und diese Blume sagt, 'Schon wieder! Drei Uhr nachmittags, die Schatten kommen, und die Schatten sind böse, und diese Sonne wird schwächer, und die Nacht kommt, und die Nacht ist böse; und ich muß mir überlegen, wie ich diese Gegner am besten vernichten kann ... und es ist leicht zu versagen und meine Fähigkeiten nicht zu nutzen und nicht zu wachsen!' Und siehe da, am Morgen geht die Sonne auf, und was finden wir vor? Unsere Idiotenblume in voller Blüte in der Morgensonne, und unsere andere Blume mit einem Blatt so [Seth ließ seine Hand über die Stuhllehne hängen] und einem Blatt so [sein anderer Arm war in die Luft gereckt], und mit gesenktem Kopf, und sie denkt immer noch über die Natur von Gut und Böse nach und traut dem Geist der Lebenskraft, der in ihr ist, immer noch nicht; und deshalb hört sie nicht auf die innere Stimme ... sondern fragt an jedem Punkt und zu jeder Stunde: 'Welchen Weg soll ich bloß einschlagen? Soll ich das Sonnenlicht annehmen oder den Regen? Oder sind das böse Kräfte?' Und sie sagt sich immer wieder, daß es schwer ist zu wachsen und leicht zu sterben. Sie sagt sich immer und immer und immer wieder - jetzt in metaphysischem Sinn - daß es schwer ist, gut zu sein, und leicht, böse zu sein. Und das ist ein Selbstbetrug!"

In Liebe

Mani
 

Weißer Wolf

Administrator
Nachtrag

Ihr Lieben,

ich danke Euch für eure Zeilen, die es notwendig machen einen kleinen Nachtrag zu schreiben:

Es ging im ursprünglichen Posting nicht um die Bewertung über sich selbst: wo stehe ich auf dieser Liste? Dies ist einerseits nicht möglich, andererseits war der Weg nur teilweise beschrieben, da es nicht um die Frage des Weges ging. Ich schrieb "Ich habe nun nur vier der vielen Schritte beschrieben". Es war als Beispiel gedacht für die eigentliche Botschaft:

Bewerte nicht andere nach deinen Maßstäben (oder - von deinem Standpunkt aus), da man sich auf unterschiedlichen Wegen oder Entwicklungsstufen bewegen kann. Das Ziel ist die allumfassende Liebe, die gleich gültig für alle gelebt wird. Solange ich am Weg versuche, andere Menschen auf Ihrem Weg zu "korrigieren" oder "hinbiegen" zu wollen ist einfach nur Arbeit an mir selbst notwendig, da ich den tiefen Sinn der Entwicklung an sich noch nicht verstanden habe. Es ist gut, so wie es ist. Es ist gut, Fehler zu machen, zu lernen, zu wachsen. Wieso jemanden die Lernmöglichkeit nehmen wollen? Um wen geht es, mich oder mein Gegenüber?

In diesem Kontext stellt sich die Frage dann gar nicht, bzw. der Vergleich ist unwichtig "wo ich stehe" und "wo der andere steht". Genau dadurch entsteht die Trennung und der Konflikt. Doch interessanter Weise entsteht schon beim Lesen bei manchen genau die trennende Frage: "und wo stehe ich jetzt?"... Doch genau diese Frage gilt es loszulassen, da wir eins sind. Und gleichzeitig die Toleranz, Liebe und Hingabe für mein Gegenüber zu entwickeln – ihn sein zu lassen.
Ich hoffe etwas mehr Klarheit in das Posting gebracht zu haben, danke Euch nochmals für das Lesen des Postings und umarme euch,

Von Herzen alles Liebe,

Matthias

Ps. Und genau als solches würde ich BEIDE Wege, beider Blumen respektieren...
 
Zuletzt bearbeitet:
R

Rolfrd

Gast
Bewertungen

Lieber Matthias,

"Bewerte nicht andere nach deinen Maßstäben"

Früher habe ich sehr oft versucht den Weg eines guten Freundes oder auch eines Fremden zu korrigieren, um eine Enttäuschung oder Schaden zu verhindern. Ich hatte das für den Königsweg gehalten und mir viel dabei nicht auf das ich mich im Kreis drehte und eigentlich nichts erreichte.

Heute gebe ich nur Hilfestellung wenn mich einer darum bittet.

Ein guter Rat, den ich mal bekommen habe: Fange den Satz doch mit dem Wort ICH und nicht mit dem Wort DU an.

Bei mir ist das so:

Die Sehnsucht über mich hinaus zu wachsen treibt mein tun an und eine gute Portion Hingabe beschleunigt mein Prozess der Entwicklung.

Die Worte habe ich immer so gewählt das ich alles auf mich beziehe und nicht mehr auf eine andere Person.

Liebe Grüße

Rolf-Dieter
 

Weißer Wolf

Administrator
Danke

Lieber Rolf Dieter,

ich danke dir so sehr für deine schönen Zeilen. Wie wahr, wie wahr, :dnk:.

Es ist ein wunderbarer Hinweis mit den "Ich" und "Du" Sätzen.

Gerade bei Konflikten ist dies ein wahres Heilmittel wenn man anstelle "du bist.... " mit "ich fühle mich...." ersetzt.

Wie oft sagt man sehr schnell: "wenn du anders wärst, ginge es uns beiden besser...". Dies ist, jenes schnelles Fingerzeigen, wobei Wachstum gehemmt wird.

Danke :BS: lieber Rolf Dieter,

Matthias
 
S

Shanti

Gast
Lieber Matthias,

das Beispiel mit der heiligen Frau kannte ich bereits, habe aber bis zu diesem Deinem Text gerade immer gedacht: naja, dann ist die Frau aber identitätslos.

Jetzt erst habe ich verstanden: ja, sie ist es, sie ist identitätslos, denn sie hat ihr Ego losgelassen :LS:. Ich bin mir sicher, diese Frau ist mit sehr wenig zufrieden. Vermutlich freut sie sich über eine Tasse Milch und einen krabbelnden Marienkäfer genauso wie ein anderer Mensch sich über ein 3 Sterne-Menü oder einen Lottogewinn freut :LS:.

Ständig wird einem nahegelegt, eine Identität anzunehmen, dabei sollte man sich genau davon lösen :BS:.

Danke von Herzen für diesen Text !
Lisa
 
D

Das Nilpferd

Gast
andere dort stehen zu lassen wo sie gerade sind bedeutet aber auch, dass sich manchmal wege trennen müssen, oder?
auch wenn das innerhalb der familie ist?? geh ich dann weiter meinen weg, den ich momentan für richtig halte und lasse die anderen zurück? oder muß ich mich wieder auf emotionale erpressungen einlassen um familienbande nicht zu zerstören. ich komm mit meinen "belehrungen " natürlich nicht weiter und habe erkannt, dass auch familienangehörige ihr recht auf ihren groll haben. auch wenn sie damit vieles und auch sich selber zerstören. ich fühl mich immer so als "retter" der familie. diesmal muß ich stopp sagen weil es mich zerreißt. und ich habe mich für sehr egoistisch gehalten weil ich ich nicht mehr kann, weil ich mit der person "brechen" mußte, mit der mich seit 35 jahren was ganz besonderes verbindet. eure zeilen haben mir mut gemacht, ich danke euch dafür :dnk: Ich hoffe, dass ich nicht aus dem ego heraus "erhoffe" dass ich es richtig verstanden habe sondern dass es aus meiner seele kommt.

euer nilpferd :BS:
 
S

SW

Gast
Wenn ein Verhaltensmuster in einer Beziehung - in diesem Fall eine familiäre - zu so viel Unwohlsein und emotionalen "in sich eingesperrt sein" fühlt, dass es einen fast zerreisst, dann ist es vielleicht doch Zeit nach 35 Jahren etwas daran zu ändern? Wenn dies zu so einem Gefühl geführt hat, hast du dann nicht wenigstens ein bisschen Glauben daran, dass ein neues "Muster" Chancen in sich birgt? Man unterliegt immer dem (oftmals durch den anderen hervorgerufenen) Irrtum, dass man mit demjenigen brechen müsste, getrennte Wege gehen. Das wäre eine Lösung im Aussen. Ja, manchmal tut das gut für eine zeit, damit beide in aller Ruhe in ihrer Ecke sitzen können und ordentlich nachdenken und an sich arbeiten können. Der wesentliche Schritt ist aber die Lösung der Fesseln im Innen. Da gehört der Zugriff dem emotionalen Erpresser verwehrt. Dafür musss ich aber an mich selbst glauben, an meine Schönheit, an meine Göttlichkeit, die ich nur wie einen Gott behandeln lasse.
Also, raus aus den Kinderschuhen, deine ganze Göttlichkeit nur so strahlen lassen und dem Anderen das recht und die Zeit geben in seiner Ecke zu sitzen und dort entweder zu schmollen oder zu reflektieren. Das liegt nicht in deiner Verantwortung und wäre wiederum nur ein Einmischen deinerseits. Wenn ehrlich gefragt wird, ja; wenn geschmollt und erpresst wird, nein.
Du warst eh bei der Phyllis, also: hoch mit dem goldenen Zylinder, brav den 8er gemacht und dabei stolz in den Spiegel lächeln. Dein Leuchten, dein Abnabeln, deine Rebellion mögen zwar Widerstand auslösen, weil du als "Sparingpartner" für den Anderen nicht mehr zur verfügung stehst, aber im Falle eines Elternteils wird sich das bald in eine stolz geblähte Elternbrust wandeln: "mei, schauts amaol mei Dirndl an! Is die net fesch und toll! Was die net schon olles aus sich gmocht hot!"
Und sag jetzt nicht: " die Kunde hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.", ansonsten zitier ich dir Elisabeth3: "ah, hamma da leicht a Thema???" (in diesem Falle wäre das Thema Glaube/Vertrauen , ähem....)
Also, ich glaub an dich und die Veränderungen, die möglich sind, wenn man sie möglich macht! Alles Liebe, sabine:BS:
 
G

Georg P. Curant

Gast
Liebe Nina !

Ich schliesse mich Sabines Meinung an. Sie beschreibt es wunderbar.

Bitte glaube an DICH. Es ist wichtig SICH genauso zu lieben, WIE den nächsten ALS AUCH 'den lieben GOTT. Die göttliche 'Drei'.

Respekt ist die Grundlage für Vertrauen! Auch Eltern-Teile sind keine höheren Menschen sondern genauso gleichwertig und gleichgeltend. Der Unterschied ist nur, dass sie vielleicht schon 'mehr' Erfahrung haben. Aber der liebe GOTT hat uns das Geschenk des 'freien Willens' gegeben und das sollten die Menschen sich untereinander auch zugestehen. (Respekt). Und so darf/kann/soll/muss halt jeder seine eigenen Erfahrungen machen und wenn sie im fehlen, dann kann er nicht reifen. Eigene Erfahrung ist noch immer einer der besten Wege um reifen zu können. Und: 'Gut meinen' und 'gut machen' sind zwei ganz verschiedene Sachen. - Die eigene Erfahrung ist durch nichts, aber auch gar nichts, zu ersetzen.

Alles Liebe wünscht dir

Georg
 
S

Shanti

Gast
Liebe Tante Nilpferd :BS:,

es wird auch für diese Person irgendwann zum Segen gereichen, wenn Du Dich löst. Denn dadurch wird diese Person frei um sich um ihre eigene Entwicklung zu kümmern und den Blick wieder mehr auf sich selbst richten, statt auf Dich. Das mag am Anfang ungewohnt und schmerzhaft sein, aber Du kannst für Euch beide kein größeres Geschenk machen.
Du kannst trotzdem in Liebe verbunden bleiben, auf einer gegenseitig respektvollen Beziehung. Das bedeutet, dass auch Du respektieren wirst, dass die Person eine altersentsprechende Entwicklung durchmachen muss und Du der Person dabei helfen wirst, indem Du Dich nicht mehr zur Verfügung stellst, dieser Entwicklung auszuweichen.

Hätte ich mich nicht damals innerlich von der Umklammerung einer mir nahestehenden Person gelöst, hätte ich sowohl mich, als auch die Person stark in der Entwicklung blockiert. Daraus ist eine wunderschöne Freundschaft entstanden und die Person konnte sich duch meine Freigabe dahin entwickeln eine neue Partnerschaft einzugehen. Resultat: ich habe ein wunderbares, freundschaftliches Verhältnis zu meinerMutter gewonnen (mein Vater ist leider schon verstorben) und meineMutter musste sich dahingehend weiterentwickeln, ihre brachliegenden Interessen wieder aufzunehmen und einen neuen Lebenssinn zu finden. Als Geschenk hat sie eine liebevolle Beziehung gewonnen und ist die tollsteMutter der Welt geworden :LS:.

Alles, alles Liebe !
Lisa
 
L

Lightpoint

Gast
Hallo liebes Nilpferd :BS:
Shanti hat es wunderschön erklärt....dann kommt wieder die isabel mit einer Geschichte :LS:
Als ich mich bewusst mit Spiritualität zu befassen begann, hatte ich eine sehr gute Freundin, welche meiner Meinung nach schon viel weiter war als ich, viel mehr wusste.
Dauernd hieng ich an der Stippe, Telefon und fragte dieses und jenes.
Eines Tages hat sie einen Streit "inszeniert" und wir hatten zwei Jahre lang keinen Kontakt mehr. Das musste sie machen, es musste sein, ich musste auf eigenen Beinen stehen, mich weiterentwickeln und lernen auf mein Höheres Selbst zu hören.
Für diese Lektion bin ich ihr sehr dankbar, seit vielen Jahren ist sie wieder meine beste Freundin.
Liebe Grüsse isabel
:BS:
 

Weißer Wolf

Administrator
Ihr Lieben,

heute hat sich Baba dieser Thematik gewidmet:

"Entdecke für dich selbst den Stand deiner spirituellen Entwicklung, in welche Schulklasse du hineinpassen würdest. Dann lege fest wie du von dieser Klasse zu der nächst höheren fortschreitest. Gebe dein Bestes und du wirst die Gnade Gottes gewinnen. Feilsche oder verzweifle nicht. Ein Schritt nach dem anderen ist genug, vorausgesetzt es geht dem Ziel entgegen und nicht weg davon. Hüte dich davor auf Wohlstand, Wissenschaft, Status stolz zu sein, was dich in Egoismus hineinzieht. Suche nicht nach den Fehlern anderer; suche deine eigenen. Sei glücklich, wenn du den Erfolg der anderen siehst; teile deine Freude mit anderen."

Umarmung von Herzen,
Matthias
 
L

Lichtblicke

Gast
ihr Lieben,

ich glaube, diesen thread kannte ich noch gar nicht. jetzt passt er genau in mein Leben, in der vollen Länge seit Juli 2008.

es ist schon spannend, wie unsichtbar fürs eigene Auge die Ego-Fallen sein können. und wie wunderbar wir trotz alledem weiter geführt werden, an den Fallen vorbei, oder mitten durch, um was zu erkennen. rückwirkend stellt sich wirklich jeder einzelne gemachte Fehler, jede Erkenntnis und jede Begegnung als Bewusstwerdung heraus.

ja, heute vertraue ich in die göttliche Führung, heute rede ich nicht mehr nur davon, heute fühle ich sie - was für ein Geschenk das doch ist. es bedeutet nicht, dass ich keine Fehler mehr mache, nicht mehr suche, nicht mehr an mir arbeite. doch ich bin weniger skeptisch und misstrauisch geworden, bin viel eher bereit, mich dem Leben hinzugeben - ich weiß es einfach, Gott macht keine Fehler, es ist alles, wirklich alles zu meinem Besten. genauso wie bei den Menschen um mich, die mit mir verbunden sind.

für mich ist und war es beispielsweise dringend nötig, bei ganz bestimmten Menschen Grenzen zu ziehen. aber ordentliche, haltbare. ja, diese Grenzen ziehe ich in mir und ich artikuliere sie. seit Monaten tue ich das bei einigen Menschen, mit denen ich noch mein Thema habe - und wie ihr wisst, arbeite ich noch an meinem Ton, an dem Gefühl, das dabei rüber kommt. zu wissen, dass ich diese Grenzen Gott sei Dank wieder loslassen werde können, wenn ich meine Lektionen gelernt habe, das weiß ich aus Erfahrung. denn bei manchen Menschen kann die Liebe bereits frei fließen, obwohl da Themen waren - Themen erkannt und erlöst. dort sind diese Grenzen nicht mehr nötig, dort wird erleichtert gelacht, auch über mich selber.

ich habe mich auch gefreut, Shanti wiederzulesen - Shanti, ich sende dir Herzensgrüße, wo auch immer du unterwegs bist in deinem Erdenleben. und die Geschichte mit den Blumen hat ein neues Gesicht für mich bekommen...

zuversichtliche Grüße aus einem dankbaren Herzen

Elisabeth
 

Weißer Wolf

Administrator
Liebe Elisabeth,

ich danke dir für deine Zeilen, die sicherlich vielen dienen werden... Denn ja, genau dies ist es. Je weiter man am Weg vorwärts schreitet, desto mehr erkennt man, wie man in der Vergangenheit an verschiedenen Glaubenssätzen festgehalten hat. Und so führt jeder weitere Schritt näher zur Demut und der Erkenntnis: ich weiss, dass ich nichts weiss.

Umarmung von Herzen,
Matthias
 

Weißer Wolf

Administrator
Hallo ihr Lieben,

wie passend der heutige Gedanken zum Tag aus Indien:

"Die Bhagawad Gita beschreibt vier Arten von Devotees: 1. Jnani (der Devotee, der die Täuschung zunichte gemacht hat und Verwirklichung erlangt hat). 2. Jijnasu (der Devotee, der auf der Suche nach Weisheit ist). 3. Aartha und 4. Aarth-arthi (die Devotees, die sich Gott zuwenden, um sich von der einen oder anderen Form des Leides zu befreien). Diese Einstufung kann durch folgendes Beispiel verstanden werden: Weisheit (jnana) ist wie der durchgehende Zug aus dem der Passagier nicht austeigen muss, um den Zug zu wechseln, damit er sein Ziel erreicht. Der Jijnasu ist ein Passagier, der den durchgehenden Waggon gewählt hat, der auch nicht gewechselt werden muss, um in einen anderen zu steigen damit das Ziel erreicht wird. Der Waggon wird an einen anderen Zug gehängt, der den Devotee dann an sein Ziel bringt. Die Devotees die sich Gott zugewendet haben (Aarthas und Arth-Arth-arthis), die steigen in den gewöhnlichen Zug und müssen an einigen Stationen aussteigen und auf einen anderen Zug warten. Sie erreichen ihr Ziel indem sie verschieden Stationen druchgehen. Es ist eine lange und beschwerliche Reise. Doch sie kann gemacht werden, wenn der Devotee Durchhaltevermögen hat. So wird das Ziel von allen erreicht, doch die Art und das Tempo der Reise ist verschieden. Alle suchen dasselbe heilige Ziel. Limitiert eure Verlangen nicht auf ein Minimum, denn diejenigen, die Verlangen nach Gott haben sind grossmütig und haben ein großes Herz." - Baba

Umarmung von Herzen,
Alles Liebe,
Matthias
 

Weißer Wolf

Administrator
Hallo ihr Lieben,

oft höre ich von Suchenden: "ich habe mich so sehr angestrengt, habe dies und das alles getan. Es hat mich nicht zum Ziel geführt - ich bin jetzt einfach, all das spirituelle Getue bringt nichts".
- Während aus der Sicht des Selbst tiefe Weisheit im Nichtstun steckt, ist es
- aus der Sicht des Egos eine wunderbare Ausrede verhaftet im Getrenntsein zu bleiben.

Der heutige Gedanke zum Tag aus Indien:
"Die Hingabe eines Weisen (jnani) ist eine direkte Hingabe (bhakti), durch die sich der Weise Gott völlig ergibt. Der Weise erkennt Gott als sein eigenes Selbst (atma). Dieser Zustand der Erkenntnis ist das Ergebnis der Verdienste, die durch viele Leben hindurch angesammelt wurden. Diese Art von Hingabe ist nicht spontan in einem einzigen Augenblick erreichbar, noch ist sie in einem Geschäft für einen Preis zu erstehen. Sie ist der Gipfel der spirituellen Anstrengungen vieler Leben. Wenn jemand heute ein Weiser (jnani) wird, dann könnt ihr euch vorstellen wie viele Jahre diese Person spirituelle Übungen (sadhana) ausübte, um dieses Ziel zu erreichen. Das Ziel erreicht man, indem ihr von einer Stufe zur anderen fortschreitet. Deshalb müssen Suchende und Devotees immer wachsam sein und sich von allen Eigenschaften, die unerwünscht sind, fernhalten oder sie ablegen. Sie sollten versuchen in der Betrachtung der Herrlichkeit Gottes, in der Ausübung von Moral zu wachsen und eifrig danach streben, die wahre Glückseligkeit, die durch die Erreichung dieser Art von Hingabe entsteht, zu erleben. Diese Glückseligkeit muss dann mit der ganzen Welt geteilt werden und dazu führen, dass die Welt von Friede und Wohlstand erfüllt ist." - Baba

Umarmung von Herzen,
Alles Liebe,
Matthias
 
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