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Brauche ich einen spirituellen Lehrer

R

Ruby

Gast
Ihr Lieben,

heute hat sich Baba dazu geäußert:

"Es ist ein schwieriges Unterfangen einen guten, spirituellen Lehrer (Guru) zu bekommen. Sishyas (Anhänger) können vorbildliche Personen werden, aber nur, wenn ein wahrhaftiger Lehrer sie als Schüler akzeptiert. Wenn ein Schüler sich einem spirituellen Lehrer reinen Herzens, selbstlos und keine Spur egoistisch nähert, dann jubelt der Lehrer verzückt und voller Freude. Parikshith, der Kaiser, verzichtete auf alles und entschied sich Gott zu verwirklichen. Genau in dem Moment erschien Maharshi Suka und führte ihn direkt an sein Ziel. Ähnlich wird es den guten Sishyas ergehen. Wenn sie von einem guten Lehrer angenommen wurden, dann gelingt es ihnen nicht nur Glückseligkeit zu erlangen, sondern auch der ganzen Welt Friede, Wohlstand und Freude zu schenken. "

Umarmung von Herzen,
Matthias
ja,... Bücher sind für viele spirituelle Menschen der einzige Kontakt, Möglichkeit... zu einem spirituellen Weisen -"Lehrer " ...der seine Lehren da vermitteln tut..finde es immer gut wieder mal zu lesen,
um sich weiter in seinem Glauben und Lehre zu schulen
 

Weißer Wolf

Administrator
Ihr Lieben,

heute hat sich Baba wieder diesem Thema gewidmet:

"Lehrer enthüllen die Richtung und das Ziel ihren Studenten. Das Fachwissen und die Stärke, den Status und die Form der Menschheit wird gestaltet und teilweise nach den Eigenschaften und dem Charakter des Lehrers erweitert. Lehrer müssen ihr Wissen und ihre Weisheit dem großen Ziel, ihre Schüler auf eine höhere Stufe des Wissens und der Handlungen zu stellen, widmen. Die Tugenden, die sie ihren Schülern einzuprägen helfen , sind wesentlich für die Weiterentwicklung der Gesellschaft. Charakter ist das Markenzeichen jeder Person. Wenn Tugenden tief im Herzen verwurzelt sind, kann jeder in der Gesellschaft lebende Mensch in seinem ganzen Glanz strahlen."

Umarmung von Herzen,
Matthias
 

Weißer Wolf

Administrator
Ihr Lieben,

heute hat sich Baba wieder diesem wunderbaren Thema gewidmet:

"Ein Blinder kann von keinem Blinden gerettet werden. Dem Armen kann nicht von einem Armen geholfen werden. Wie kann ein Mensch, der arm und hilflos ist, die Armut, das Leid und den Schmerz anderer beseitigen? Der Arme muß sich an den Wohlhabenden wenden, den Reichen. Der Blinde muß Führung bei einer Person suchen, die sehen kann. Jemand der durch die Dualitäten der Schöpfung gebunden und geblendet ist, muß Zuflucht in dem unerschöpflichen Schatz des Mitgefühls, der Kraft und der Weisheit suchen, nämlich dem Göttlichen Selbst (Atma). Dann könnt ihr euch von der Armut Kummer und Sorge befreien, den Reichtum Spirutelle Glückseligkeit genießen und das Ziel des menschlichen Lebens erreichen. Diese Vollendung erhaltet ihr durch die Gnade Gottes."

Umarmung von Herzen,
Matthias
 

Weißer Wolf

Administrator
Ihr Lieben,

ein sehr schöner Gedanke hierzu von Baba:

"Lehrer, die mit dem zu erwartenden Gehalt im Kopf lehren und Schüler, die nur lernen mit Blick auf die Jobs, die sie möglicherweise erhalten, verfolgen beide falsche Pfade. Tatsächlich ist die Aufgabe des Lehrers, seine Schüler so anzuweisen und ihre Begeisterung zu fördern, dass sie ihre verborgenen Talente entwickeln und bis zur Vollkommenheit ihrer Fachkenntnisse fortschreiten. Die Aufgabe des Schülers ist es, das Göttliche in sich zu entfalten und sich selbst damit auszustatten, der Gesellschaft mit seinem Können und Wissen zu dienen."

Umarmung von Herzen,
Matthias
 
M

Micha

Gast
Lieber Matthias,

welch eine schöne Aussage von Baba, die man auch auf andere Bereiche außerhalb der Spiritualität und des Lehrer-/Schülerseins anwenden kann. Mir reicht der Dank und freudige Augen als Bezahlung für eine geleistete Hilfe, wenn mich jemand nicht "bezahlen" kann. Ich helfe gerne und mit Liebe und dies kommt immer zu mir zurück.

Im Bereich der Lehrer freue ich mich, dass es einige gibt, die das von Baba gesagte leben. So wie Sabine und du. Ich danke euch hierfür und für euer Sein.

Liebe Grüße und eine Umarmung von Herzen
Michael
 

Weißer Wolf

Administrator
Lieber Michael,

ich danke dir von Herzen für die lieben Zeilen. Wir alle sind gesegnet einander zu haben. Gerade dieses Wochenende hat sich dies wieder auf so wunderbare Weise gezeigt, als wir im ganzen drei Haushalte gesiedelt haben. Im Geist der Freude, Dienens und Helfens... Und es war wunderbar!

Ich umarme dich mein Freund,
Matthias
 

Weißer Wolf

Administrator
Ihr Lieben,

heute hat sich Baba wieder diesem Thema gewidmet: es geht wieder um das Lehren. Zwei Dinge sind dabei wichtig:

- den Schüler abholen, wo er sich gerade befindet (Baba sprach heute darüber)
- den Schüler energetisch auf das Niveau des Lehrers bringen, nichtjedoch auf das Niveau des Schülers einschwingen.

Daraus entsteht die Kombination der fühlbaren Liebe kombiniert mit der scheinbaren Strenge und Einschränkung des Egos des Schülers, was man bei vielen großen Lehrerseelen sieht. Als Schüler von Roy Eugene Davis, Phyllis Kystal, Pjotr Elkunoviz oder auch indirekt Sai Baba kann ich diese Beobachtung nur teilen.

"Der Lehrer muss sich auf das Niveau des Studenten begeben. Dieser Prozess wird 'Absinken' genannt. Es bedeutet nicht, vom Obersten zum Untersten hinab zu steigen. Es bedeutet nur, das Niveau der Person anzunehmen, die unterstützt werden soll. Das Baby auf dem Fußboden kann nicht in die Arme derMutter springen, wenn sie es dazu auffordert. "Ich bin eine bedeutende Person. Ich werde mich nicht bücken" - wenn dieMutter so fühlt, kann sie das Kind nicht bei sich haben. Das Bücken macht eine Person nicht klein. So erniedrigt sich auch der Lehrer nicht, wenn er sich auf das Niveau des Schülers begibt, um ihn zu unterrichten. Es ist nur ein lobenswertes Zeichen der Liebe."

Umarmung von Herzen,
Matthias
 
L

Lichtblicke

Gast
niemals, all ihr Lieben, hätte ich bzw mein Ego gedacht, dass ich mich einem Lehrer oder gar einem Lehrerpaar anvertrauen würde. grad heute kann ich nur sagen, jaaaa, zehnmal, hundert Mal JA!, wir brauchen Lehrer, um unseren Verstand loszulassen. ich hab immer noch meine aus einem enorm arbeitenden Verstand kommenden kleineren und größeren Misstrauensschübe, aber rückblickend hat sich jeder Schritt Richtung Vertrauen und Disziplin gelohnt, so klein oder groß die Schritte auch sind oder waren - ohne Lehrer wäre ich heute nicht dort unterwegs, wo ich bin - und ich bin glücklich.

zur Zeit lese ich mit echt heißem Herzen und einer tiefen Sehnsucht Irina Tweedys "Der Weg durchs Feuer". und irgendeine Instanz in mir beginnt zu erahnen, worum es bei dieser Ego-Auflösung in meiner Wahrheit gehen könnte. all die Geschichten über Gurus, all die Geschichten über die scheinbare Abhängigkeit in sogenannten Sekten - sie beginnen für mich einen ganz neuen Sinn zu entwickeln. plötzlich kann ich es mir vorstellen, dass es Sinn macht, all sein Geld abzugeben, alles zurückzulassen - je nachdem, wie wichtig Materielles ist, wie sehr das Ego daran hängt. ach am Denken, am Verstehen-Wollen - da ist so viel Anhaftung...

klar ist es gemütlich, im warmen Bettchen hockend all diese Tagebucheintragungen zu lesen, mitzufühlen und auch mitzuleiden - das ist mir bewusst. und doch - irgendwas in mir schwingt hell und leicht beim Lesen.

herzliche Grüße

Elisabeth
 

Weißer Wolf

Administrator
Liebe Elisabeth,

ich kann deine Zeilen so gut nachempfinden - denn ja, es geht um "Nichtanhaftung". Ich bin so dankbar, nach und nach Dinge losgelassen zu haben. Schritt für Schritt, eines nach dem anderen. Heute hat Baba eine klare Richtung den Lehrern vorgegeben, die ich sehr schön finde:

"Als Lehrer müsst ihr euch fragen, "Haben die Schüler die Lektion richtig erfasst? Welches Thema muss unterrichtet werden, in welcher Weise und durch welche Methode?" Diese Fragestellungen sollten euch als Lehrer beschäftigen. Außerdem solltet ihr euch in der gleichen Weise verhalten, wie ihr dies euren Schülern empfehlt und von ihnen erwartet. Wenn sie die Lehren durch Liebe beigebracht bekommen, wird sich ihre Ehrerbietung für den Lehrer auch vergrößern. Jeder Lehrer sollte sich ernsthaft darum bemühen, die vielseitige Entwicklung des Schülers zu fördern. Ihr müsst euer Herz durch Liebe ausdehnen und nicht die Jahre eures Lebens damit vergeuden, eure eigenen Interessen voranzutreiben."

Umarmung von Herzen,
Matthias
 

Weißer Wolf

Administrator
Ihr Lieben,

heute sprach Baba wieder zu dieser Thematik:

"Unter den Studenten heute, finden wir weder den fokussierten Geist, die Einmaligkeit in der Zielsetzung sowie die brüderliche Zusammenarbeit. Sadbhava (gute Gemüter) und Sathsanga (gute Gesellschaft) sind selten geworden; gegenseitige Liebe und die Sehnsucht nach guter Gesellschaft hat nachgelassen. "Wie der Herrscher (Raja), so der Beherrschte (Praja),“ sagt das Sprichwort. "Wie der Lehrer, so der Schüler" scheint ebenso wahr zu sein. Dies erkennend, müssen Lehrer folglich an höchstem Denken und einem durch Verzicht geprägten Leben interessiert sein."

Umarmung von Herzen,
Matthias - in Vorbereitung auf Indien :)
 
S

SW

Gast
Und wieder mal ein Gedanke zum Tag zum Thema "Lehrer-Schüler":

[FONT=&quot]Balarama und Krishna studierten unter Guru Saandeepini, während sie ihm den Tribut der Liebe und Verehrung zollten. Dem Lehrer Freude zu machen, fleißig zu studieren, was unterrichtet worden ist, das Verfolgen sinnlicher Vergnügen zu vermeiden und sich selbst ausschließlich an das Streben nach Erkenntnis hinzugeben: nach diesen Vorgaben lebten sie. Sie unterbrachen nie die Ansprache ihres Lehrers oder stellten ihren Willen gegen den seinen. Sie setzten sich nie in irgendeiner Weise über seinen Willen oder seine Anleitungen hinweg. Sie stellten niemals seine Autorität in Frage oder wagten es, seine Weisungen zu missachten. Dadurch waren Balarama & Krishna die Quelle der Höchsten Autorität über die Erde und den Himmel geworden, indem sie ihrem Lehrer die Achtung und den Gehorsam entgegenbrachten, die seiner Erhabenheit und Position gebührte. Sie waren voller Ernsthaftigkeit und Hingabe. Sie ließen es nicht zu, sich in irgendeiner Weise von ihren Lektionen abzulenken zu lassen. Genau so sollte ein guter Student sein, so sind Balarama und Krishna gewesen![/FONT]

Uns "Westlern" stossen solche Sätze oftmals sauer auf:mad:, da sie nicht in unser Denken, in unseren Erfahrungsschatz passen. Warum? Wir denken dabei immer an Lehrer, die uns (Kopf-)Wissen vermitteln - in der Schule, in der Uni und wo immer. Baba spricht aber immer von spirituellen Lehrern, ja er setzt in den von ihm errichteten Schulen und Universitäten sogar voraus, dass die Lehrer dort spirituell gebildet sind.
Einem Mathelehrer muss ich auch erst mal "blind" vertrauen, dass er mir "Wahrheit" vermittelt, wenn er mich unterrichtet und sich keinen Spass mit mir macht. Genau so ist es bei einem spirituellen Lehrer. Vorausgesetzt wird dabei immer, dass dieser spirituelle Lehrer unterrichtet, um zu dienen und nicht um sein Ego auszuleben.

Ich wünsch euch allen einen erfahrungsreichen Freitag und schick euch eine herzliche Umarmung:umrmng:! Alles Liebe euch allen, Sabine:BS:
 
J

jako

Gast
Ihr Lieben,

ich habe es nicht geschafft, alle Eure Beiträge zu lesen. Möchte aber kurz von mir erzählen. Vor etwa 33 Jahren war ich an einem Tiefpunkt meines Lebens angelangt, aus dem ich nicht mehr herauskam. Ich hatte mich auch völlig von Gott getrennt. Da lernte ich eine außerordentliche Persönlichkeit kennen, von der gesagt wurde, sie/er würde jedem helfen, der Hilfe brauchte. Da er gerade in unserem Ort auf Besuch war, ging ich ihn aufsuchen. Es war eine kurze Begegnung, die mein ganzes Leben änderte. Dieser Mann, er hieß Leo Amici, half mir, Gott wiederzufinden und somit auch mich selber. Wer mehr wissen will, kann auf meiner Webseite Administrator Hinweis: Link fehlerhaft und entfernt mein Buch gratis downloaden. In dem Kapitel "Eine Begegnung" erzähle ich, wie es Leo Amici fertigbrachte, mich auf den richtigen Weg zu bringen. Auf den Weg, den hier viele von Euch bereits beschreiten.

Ich sage daher JA zu einem sprituellen Lehrer, denn ohne ihn hätte ich es nicht geschafft.

Tschüß

jako
 
A

Atlantis

Gast
:dnk: Jako ,

für deinen berührenden Bericht. Und wieder einmal mehr zeigen mir deine Zeilen auf, wie sehr wir doch alle miteinander verbunden sind, im gleichen Boot sitzen, die selben Erfahrungen machen.
Der Eine etwas früher, der Andere etwas später, aber dennoch, irgendwie kommt jeder irgendwann einmal an genau DIESE Stelle.

herzliche Grüße dir,

Biggi
 
S

SW

Gast
Ihr Lieben,
heute hält uns Baba im Gedanken zum tag ein Idealbildbild als Schüler vor die Nase - nun, Vorbilder tun immer gut, da hat man was, wonach man sich ausrichten kann;)....

[FONT=&quot]Reflektiert eine Zeit lang, wie inspirierend das Beispiel Lord Krishnas ist, während er seine Erziehung erhielt und wie sein Verhalten und seine Ernsthaftigkeit zur Heiterkeit der Älteren beitrugen. Obgleich alle Bildung aus Ihm hervorgeht und durch Seine Gnade erworben werden kann, spielt Er die Rolle eines Schülers als ein Vertreter des idealen Schülers, um der Welt durch Sein eigenes Beispiel zu zeigen, wie ein Guru ausgewählt und wie Ihm gedient werden sollte, wie die Eigenschaft der Ergebenheit durch Erziehung gelernt sowie die vom Schüler entgegengebrachte Dankbarkeit und Achtung dem Lehrer gegenüber erbracht werden muss. Mit der Absicht, die heutigen Studenten zu führen und sie anzuspornen, durchlief Krishna Selbst den Bildungsprozess und lebte das Idealbild vor. Seht, wie feinsinnig das Mysterium Gottes und Seiner Leelas (= das göttliche Spiel, als das das Leben oftmals bezeicnet wird; Anm. von Sabine) ist! [/FONT]

Alles Liebe euch und noch einen feinen Abend, Sabine:BS:
 
L

Lichtblicke

Gast
das Wort "Guru " löst in mir immer wieder mehr oder weniger zähneknirschende Unruhe aus - ich konnte das bisher im Außen ganz gut im Zaum halten, doch es hat weitergebrodelt - es hat mich auch die letzten Tage beschäftigt.

heute fand ich ein Video, in dem ich dieser Angst vor Hingabe und Vertrauen begegnen konnte, ohne mich zu verkrümmen. ich habe sogar von Herzen gelacht, mit Tränen in den Augen - über mich und meine mir selbst auferlegten moralischen und vor allem denkenden Begrenzungen, die mit mir im Grunde nichts zu tun haben - sie sind Illusion .

Moojis Erklärung erfolgt erst sehr am Ende des Videos. und sein "you don't have to use the word - AND don't be afraid of any term" ist hilfreich, zumindest für mich, die viel NICHT will - was auch nur verstecktes Ego-Wollen ist.

vielleicht dient es ja dem einen oder der anderen von euch auch so sehr wie mir


ich schwimme zur Zeit in einem Fluss von Dankbarkeit - ich könnte jeden und alles ununterbrochen umarmen

alle(s) Liebe auch für euch

Elisabeth
 
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L

liesel

Gast
Die Idee für diesen Thread entstand hier: (Administrator Hinweis: Link fehlerhaft und entfernt)

Ihr Lieben,

die Frage ist:

Möchte ich einen spirituellen Lehrer?
Was ist für mich ein spiritueller Lehrer?
Ist ein Lehrer überhaupt notwendig?


von Herzen alles Liebe,

Matthias
Es gibt weder Lehrer noch Schüler. Jeder Mensch sollte sein eigener Lehrer und Schüler sein. Und nein ich möchte keinen spirituellen Lehrer, denn ich war mein eigener. Ich für mich bin mein spiritueller Lehrer. Und nein ein spiritueller Lehrer ist nicht wirklich nötig. Ich hatte keinen Lehrer und habe doch den Weg zur Spiritualität gefunden. Nun ist es aber so das nicht jeder Mensch diese Stärke hat diesen Weg ganz alleine zu gehen. Eine Hand an der Seite die einen hält aber einen doch so sein lässt wie man ist finde ich aber schon als wertvoll. Allerdings ist es dann notwendig auch offen für diese Hand zu sein und sie nicht wegzustossen wenn es einmal unangnehm werden sollte. Denn ein wirklich guter Lehrer, wenn man denn von einem Lehrer sprechen kann, der schmeichelt nicht nur sondern weist auch darauf hin was man an seinem Verhalten ändern könnte. Und volles Vertrauen ist auch Voraussetzung für eine gute Beziehung zwischen beiden. Das ist das oberste Gebot.

Alles Liebe liesel
 

Weißer Wolf

Administrator
Ihr Lieben,

ein weiteren Gedanken dazu, der vielleicht weiterhilft:

Braucht ein Kind seine Eltern? Es kann die Erfahrung auch alleine machen.
Sind die Eltern liebevoll, voller Hingabe und agieren zum Wohle des Kindes, sind Eltern eine Gnade, ein Geschenk und es ist nicht vorstellbar ohne diese zu sein.
Sind die Eltern tyrannisch, Macht ausübend, gewaltvoll und agieren aus Selbstzweck, wird das Leben mit Eltern zur Hölle auf Erden und Erfahrungen z.B. als Ausreißer auf der Strasse sind der angenehmere Weg - und so werden die Erfahrungen alleine gemacht.

Zwischen diesen beiden extremen Polen gibt es Schattierungen und Abweichungen.

Genau so verhält es sich mit Lehrer und Schüler. Um als Schüler einen wahrhaftigen, liebevollen, voller HIngabe agierenden Lehrer zu finden, muss zuerst ich als Schüler bereit dazu sein die Lehre anzunehmen, mich als Schüler hinzugeben. Dies kann ich aber nur dann tun, wenn ich vertrauen kann, denn per Definition wird jemand der aus Liebe agiert dies nicht zum Wohle des eigenen Egos ausnützen.

Wenn ich aber jenes Urvertrauen in andere Menschen nicht erlernt habe (weil die "Ersten" also die Eltern) dieses missbraucht haben werde ich Lehrer oder scheinbare Autoritätspersonen ablehnen. Es wird mir Angst machen, weil das innere Kind noch immer die Verletzung der Eltern spürt. Und so fühlt es sich dann besser an, Erfahrungen alleine - selbst - zu machen.

So erkennen wir, dass auch die Ablehnung von Lehrern einen ursächlichen Schmerz hat. Ablehnung oder Angst davor zu erlösen wird mich selbst befreien. Und dann bin ich selbst auch frei, einen wahrhaftigen Lehrer zu finden und die Lehren anzunehmen, die mich liebevoll vorwärts bringen.

Ich selber lehnte sehr lange Lehrer ab. Doch wie glücklich bin ich doch, die Hingabe gefunden zu haben auch sagen zu können: Ja, ich bin Schüler und lausche meinen Lehrern, die da sind: Anne, Pjotr, Phyllis, Roy Eugene und Sai Baba. Ja, nachdem ich selbst als Schüler bereit war sind auch wahrhaftige Lehrer in mein Leben getreten. Nicht vorher. Und für mich gilt, die Erfahrungen, die ich so machen durfte möchte ich nicht missen. Natürlich sehe auch ich meine Mitmenschen, die Natur , die Schöpfung als meinen Lehrer an. Doch weiss ich was der Kontakt zu wahrhaftig gelebter Erfahrung in Form eines Lehrers in der eigenen Entwicklung bewirken kann - wenn der Lehrer die Eigenschaften in sich vereint: Wahrhaftigkeit, Rechtschaffenheit, Liebe, Gewaltlosigkeit, Friede und Hingabe.

Was ich jedoch in Lehrern oder in anderen Menschen finde ist das, was ich durch meine Brille sehe. Und so kommt das Reinigen der eigenen Brille zuerst...

Umarmung von Herzen,

Matthias
Hallo ihr Lieben,

sehr schön zum Eltern-Kind Vergleich und die Herzenserziehung hat sich Baba heute geäußert:

"Die Hauptsache bei Erziehung, ist die Bildung von Geist und Seele. Dies ist ähnlich bei der Agrarwirtschaft, die Nahrung und Kleidung für den Menschen liefert. Wir brauchen Dhaanya (Getreide) um unseren Körper zu erhalten; wir benötigen Dhyaana (Meditation) um unseren Geist zu stärken. In der Landwirtschaft stellt ihr Erde und Saatgut bereit, nährt die Pflanzen mit Dünger und bringt schließlich die Ernte ein. In der ‚Herzenskultur’ müssen wir Hrudaya-Kshetra (das Feld des Herzens) pflügen, das Unkraut sowie Wildwuchs entfernen und die Saat einpflanzen. Das Unkraut sind schädliche Neigungen, Einstellungen und Gewohnheiten. Die Düngemittel sind Andacht und Hingabe. Wasser, das den Pflanzen hilft zu wachsen, ist die Qualität der Liebe. Das Saatgut sind die Namen Gottes, welche ins gereinigte Herz eingebracht sind. Die Ernte, welche die Entlohnung all dieser spirituellen Disziplin bedeutet, ist Weisheit."

Umarmung von Herzen,
Alles Liebe,
Matthias
 
L

liesel

Gast
"Das Wort, das Symbol, das Bild, die Idee ist nicht die Wahrheit; aber wir beten das Bild an, wir verehren das Symbol, wir schreiben dem Wort eine große Bedeutung zu, und das alles ist sehr destruktiv; denn dann wird das Wort, das Symbol, das Bild wichtiger als alles.
Krishnamurti, Vollkommene Freiheit"

"Denn eine der Ursachen, daß diese Gesellschaft, in der wir leben, zerfällt, ist, daß wir autoritätsgläubig sind; wir akzeptieren die spirituelle Autorität, den Mittler, den Priester, den Analytiker als unseren Berater in spirituellen Angelegenheiten.
Krishnamurti, Vollkommene Freiheit"
Sehr weise Worte die er da sagt und es ist auch meine Sicht der Dinge. Ich benutze seine Zitate sehr gerne um etwas zum Ausdruck zu bringen.

Alles Liebe Liesel
 
W

wunder5

Gast
Ihr Lieben,

ja, es gibt ganz tolle Lehrer, von denen man unentlich viel lernen kann. Aber es gibt so unentlich viele Lehrer, die sich vielleicht sogar wiedersprechen.
Nun, da stellt sich die Frage für den Einzelnen, wem glaube ich, wer sagt die Wahrheit?
Ich habe für mich erfahren, das darauf die Antwort einzig und allein in mir liegt. Ich habe für mich auch rausgefunden, dass manche Lehrer sehr viel Wahrhaftigkeit sagen und leben, aber auch manches für mich sich nicht richtig anfühlt. Ich bin allen Lehrern so dankbar, dass ich durch sie lernen darf, aber den größe von ihnen entdecke ich in Gott, meinem Vater, der immer für mich da ist, er ist in mir!! Er gibt mir durch mein Gefühl immer die Zeichen, welcher Spur ich folgen soll, welchen Weg ich nehmen soll. Irren ist menschlich, aber Gott kann nicht irren.
Genau dazu habe ich das Gedicht "Meine beste Freundin" geschrieben. Es entstand in einem Moment, in dem mir dir ganz klar offenbart wurde.

von Herzen Nisane
 
WIR SIND ÜBERSIEDELT!Gemäß der DSGVO/Datensparsamkeit wurden alle Benutzerkonten (Email Adressen etc.) permanent gelöscht. Dieses Forum ist ein Archiv bzw. inaktiv. Bitte besuche unser neues Forum auf Gesundheit für Körper und Seele!  
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