Matthias A. Exl (24.12.2011)
Herzlich willkommen im Lichtarchiv
Deinem spirituellen Archiv für Selbstfindung, Geistheilung und Glaubensfragen
...es war an der Zeit. Und nun kannst auch du dabei sein!
Privat, nicht von Suchmaschinen durchsucht, bewusst klein gehalten...
Sei willkommen im Herzenssache Kaminzimmer
Das Herzenssache Kaminzimmer ist übrigens werbefrei und bleibend kostenfrei!
Namaste lieber Matthias,
seit ein paar Tagen erkenne ich, um wie viel einfacher ich mir das Leben selbst gemacht habe, mit den Gedankenmustern und Glaubenssätzen, die ich – besonders seit dem Schweigeretreat – unbewusst aufgebaut habe.
Seit Gestern nehme ich immer stärkere Zweifel wahr, ob ich diese Gedanken und Glaubenssätze nur angenommen habe, um es mir bequemer, leichter und „sicherer“ zu gestalten. Und seit dem ich zu Schreiben begonnen habe, frage ich mich, ob mein Ego vielleicht nur wieder eine „Versicherung“ von dir möchte…ich weiß es nicht…
Ich habe Vorgestern erfahren, dass ich am nächsten Tag nur mehr in die Arbeit zu kommen brauche um meine Kündigung zu unterschreiben…das Unerwartete daran ist: es geht mir gut damit, ich bin erstaunlich ruhig und zuversichtlich, ich bin mehr im Vertrauen als in der Angst, das Loch, in das ich dachte, dass ich fallen würde ist unauffindbar. Mich überkommt mehr Dankbarkeit als die vermutete Angst, die sich irgendwo ziemlich klein, ab und zu mal zu Wort meldet.
Das Absurde daran ist: Mit dem Umstand, dass ich gekündigt wurde, geht es mir gut. Mit dem Umstand, dass es mir damit gut geht, hadert mein Verstand (nach dem Motto: „Hey, du bist gerade gekündigt worden, und das noch kurz vor Weihnachten, du hast keinen Plan wie es weitergehen soll – dir kann es nicht gut gehen“). Und dennoch fühlt sich die Freiheit, die ich in dieser Unsicherheit (nicht zu wissen, wo es hingeht) wahrnehmen darf echt gut an.…
Nur die Zweifel, die mein Verstand gesät hat und immer wieder gießt, machen mir zu schaffen. Ich glaube einfach daran, dass auch DIES ein Geschenk ist. Doch wer sagt das? Ich habe auch zu einer Arbeitskollegin, die über die Kündigung ziemlich erbost war, gemeint: „Es ist okay. Es passt.“ Es fühlt sich einfach stimmig an – ich wäre von mir aus nicht gegangen, es musste von unserem Marktmanager aus kommen, wenn es auf meinem Weg an der Zeit war diesen Schritt zu gehen.
Nur, wer sagt, dass all dies nicht nur ein Gedankenkonstrukt ist? Als naiv und unvernünftig will es ein Teil meines Verstandes bezeichnen…
Und er schickt die Gedanken im Kreis…
Ich wünsche euch ein bezauberndes, besinnliches Wochenende
und von Herzen alles Liebe,
Silvia
Matthias A. Exl (24.12.2011)
Namaste liebe Silvia,
ich danke dir für deine Zeilen. Deine Frage hat heute Baba für dich beantwortet, denn gerade erhielt ich den Gedanken zum Tag aus Indien:
"Viele Kommentatoren der Bhagavad Geeta haben das Aufgeben der Früchte von Handlungen so gedeutet, daß es keinen Anspruch auf sie gibt und keine Befugnis besteht diese Früchte zu verlangen. Das ist ein schlimmer Fehler. Wenn jemand das Recht hat sich in Handlungen zu verwickeln, hat er auch das Recht die Früchte dafür zu ernten; niemand kann dieses Recht zurückweisen oder verweigern. Aber der Handelnde kann, aus seinem eigenen, freien Willen und einem festen Entschluß heraus, ablehnen, von den Ergebnissen seiner Handlungen berührt oder beeinflußt zu werden, egal ob diese Auswirkungen vielversprechend oder ungünstig sind. Krishna sagte in der Geeta: „Lehne die Frucht ab ( maa phaleshu)“. Das bedeutet, daß die Handlung eine Frucht hervorbringt, doch der Handelnde sollte seine Handlungen ohne auf die Früchte zu hoffen, ausführen. Wenn es Krishna’s Absicht war zu sagen, daß der Handelnde kein Recht auf die Früchte seiner Handlungen hat, dann hätte Er gesagt: „ Es ist nutzlos zu hoffen, oder fruchtlos zu handeln (na phaleshu, wobei ‚na’ ‚Nein’ bedeutet). In Karma verwickelt zu werden, genau wissend, daß dies Folgen nach sich zieht, doch nicht gebunden an die Auswirkung zu sein, oder kein Interesse an den Folgen zu haben, ist das Zeichen von Reinheit." - Baba
Das was du erlebst ist das nicht gebunden sein an ein Resultat einer Handlung - Reinheit.
Das Restich versucht daraus einen Strick zu drehen - ignoriere diesen Teil, der nur Verunsicherung sucht um dich zu binden.
Das Selbst heißt hell wie dunkel willkommen, beides sind Spielarten der Täuschung, die auf die eine oder andere Art Geschenke für uns bereit halten.
Nur das Ich will immer "nur das Helle" haben, ist verblendet. Das Selbst nimmt alles an und erkennt, dass egal was geschieht es zum Besten geschieht.
Umarmung von Herzen,
Om,
Matthias
Geändert von Matthias A. Exl (17.12.2011 um 16:20 Uhr) Grund: Rechtschreibverflixer
Namaste Matthias!
Danke euch für die Antwort und die Begleitung.
Umarmung von Herzen,
Silvia
Liebe Sylvia,
ich finde es sehr schön von dir, daß du diese Gedanken hier öffentlich schreibst, anstatt nur in einer PN.
Was du derzeit spürst spüren bestimmt noch mehr Menschen , und so ist Matthias Antwort , zumindest scheint es mir so, vielleicht eine Hilfe für viele.
Ich persönlich kann so gut nachempfinden, was du schreibst, habe ähnliche Erlebnisse und Gedanken.
so sage ichliebe Sylvia,
lieber Matthias
und Grüße von Herzen,
Biggi
Liebe Silvia!
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Es tut einfach gut, wenn jemand so bedingungslos teilt, wie du. Ich habe wieder viel von dir gelernt. Wenn ich solche Threads lese ist es vom Gefühl her so als würden wir wieder in der Toscana sitzen.
Danke!
Umarmung von Herzen,
alles Liebe Elisabeth
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