Andrea10 (06.01.2012),georgy (05.01.2012),lakshmi (09.01.2012),Matthias A. Exl (09.01.2012)
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Guten Abend ihr Lieben,
ich häng grad bei einem Thema ziemlich durch und würde ein paar hilfreiche Tipps sehr begrüßen.
Seit einiger Zeit beschäftige ich mit der Aufarbeitung meiner Kindheit und dem ganzen Thema mit der Familie.
Momentan ist meine Wut, mein Empfinden, schon so schlimm dass mir manchmal schon direkt übel wird. Ich kann mit meiner Mutter überhaupt nicht mehr richtig reden, ich bring nix mehr raus ihr gegenüber weil ich so wütend bin und alles regt mich auf was sie macht.
Ich kann ihr einfach nicht so richtig verzeihen was sie alles getan hat, also mich eigentlich um meine ganzen Erfahrungen und Freunden beraubt.
Es ist, als würde ich komplett in der Pubertät stecken mit meinen 23 Jahren..
Ich seh da einfach keinen Ausweg.. Kann mir jemand Tipps geben was ich noch tun könnte? Was ich immer wieder mache, dass ich alles aufschreibe und dann wegschmeisse oder verbrenne. Aber das scheint irgendwie alles nicht zu helfen
Ich danke euch vielmals!
Ganz Liebe Grüße,
Mara
Andrea10 (06.01.2012),georgy (05.01.2012),lakshmi (09.01.2012),Matthias A. Exl (09.01.2012)
Liebe Mara,
ich kann dich gut verstehen. Das ist sicher nicht angenehm. Aber ich kann dir versichern, damit bist du nicht alleine. An mir selbst habe ich beobachten können, wie Phasen der Wut und Gereiztheit immer wieder auftauchten. Warum und weshalb - manchmal war es mir klar, manchmal konnte ich es mir nicht wirklich erklären. Womit ich jedoch aufgehört habe, war permanent nach dem Warum zu fragen. Warum?Weil ich merkte, dass ich damit diesem Gefühl viel zu viel an Aufmerksamkeit schenkte. Es wurden nur noch mehr Gedanken erzeugt, die mich nur noch wütender machten.
Am Weg kommen immer wieder Gefühlein verschiedenen Facetten hoch. Sich diesen zu stellen und nicht zu verdrängen, ihnen aber auch nicht zu viel Kraft zu geben und sich nicht von ihnen vereinnahmen zu lassen, ist sicherlich nicht immer eine leichte Aufgabe. Mir passierte es ein zeitlang, dass ich versuchte diese Gefühle zu kontrollieren weil ich sie verurteilte, als schlecht empfand. Doch dann wurde mir klar, dass sie weder gut noch schlecht sind, sondern einfach nur der Ausdruck meiner Seele und das Hinweisen auf eine Verletzung. Und hier empfand ich es als sehr heilsam die Gefühle nun einfach zuzulassen, und ich bemerkte, dass dadurch Verletzungen "ausgefühlt" werden konnten.
Diese Phase des "Ausfühlens" sollte jedoch nicht einhergehen mit Verletzungen anderer Menschen. Dieses "Ausfühlen" sollte man mit sich selbst ausmachen und andere nicht damit hineinziehen. Habe ich diesen Rat selbst immer befolgt? Leider nein! Passiert es mir heute noch? Leider ja! Doch fühle ich mich danach besser? Nicht im Geringsten, im Gegenteil! Was passiert ist, ist passiert, dann gilt es sich nicht selbst dafür zu knechten und verurteilen (das ungute Gefühl ist "Strafe" genug) sondern wieder aufstehen und wenn möglich sich beim anderen entschuldigen (was bei Gott ja nicht immer leicht ist). Egal welche Person dich auf die Palme bringt und solche Gefühle in dir auslöst, sie bietet dir in diesem Moment die Chance zu erkennen und "auszufühlen".
Was in der Vergangenheit passiert ist, ist vergangen. Du kannst es weder rückgängig machen, noch irgendetwas daran ändern. Doch du kannst dich heute dafür entscheiden dich nicht mehr von der Vergangenheit bestimmen zu lassen. Du hast die Macht, die Kraft, dich nicht von deinen Gefühlen übermannen zu lassen. Du bist weit mehr als diese Gefühle, sie sind nur ein verletzter Teil in dir, jedoch nicht dein wahres Selbst.
Sei gewiss, dass es vorübergeht. Vielleicht plötzlich, vielleicht nach und nach, wie auch immer, aber es wird vorübergehen. Wenn du das Gefühl hast, du könntest jemanden verletzen, versuche dich aus der Situation physisch rauszuholen und nur für dich zu sein. Vielleicht klären sich viele Dinge mit deiner Mutter, aufgrund von einer Gestik, einem Gespräch oder ganz von alleine. Oder aber es kommt zu keiner Verständigung. Lass es auf dich zukommen und bleib bei dir. Weil du etwas ganz Wundervolles bist.
Ich umarme dich von ganzem Herzen liebe Mara,
Christina
Andrea10 (06.01.2012),Elisabeth3 (06.01.2012),georgy (07.01.2012),lakshmi (09.01.2012),Lichtblicke (06.01.2012),Marion Frey (06.01.2012),Matthias A. Exl (09.01.2012),Micha (06.01.2012),Sabine I. Exl (09.01.2012)
liebe Christina !
du schreibst mir aus dem Herzen.
Weder sich selbst zu ver-ur-teilen, denn es ändert im Grunde an der Situation sowieso nichts, noch Andere oder die Umstände ver-ur-teilen.
Ur-teilen ist für mich das "ur", das Ganze, die Einheit zu ent-zwei-en und so wieder in Zwei-fel zu kommen. Dies ist für mich Ab-spaltung aus der Ganz-heit. Der Verstand lässt Zweifel aufkommen.
Erkennen und das nächste Mal es besser zu machen, wenn es möglich ist. Das ist konstruktiv für mich.
Und dann bei Fehlern (man hat eben ge-fehlt, also falsch gemacht) NICHT um Entschuldigung bitten (was ist wenn der andere die Entschuldigung nicht annimmt?), denn dann bleib ich in der "Schuld" des anderen, SONDERN lieber DEN ANDEREN WISSEN LASSEN, DASS ES MIR LEID TUT, WAS PASSIERT IST.
Da bin ich dann aktiv und es entsteht keine Abhängigkeit!
Nochmals von Herzen
georgy
Geändert von georgy (09.01.2012 um 08:50 Uhr) Grund: tippfehler
lakshmi (09.01.2012)
Ich danke euch vielmals für eure Zeilen. Sie geben mir Kraft und Hoffnung dass es besser wird und es in Ordnung ist das man Fehlermachen darf
![]()
Ich würde es ja eh wissen, wären da nicht diese vielen Emotionenund die große Frage WIE ich es LÖSEN kann, es genügt anscheinend nicht zu denken und zu erkennen dass es Vergangenheit ist, und dass man das was war nicht mehr ungeschehen machen kann.
"Gefangener in den eigenen Gefühlen"
Mein Körper reagiert nun schon sehr empfindlich auf das alles, auch wenn ich nicht "dran denke". Ich habe schon Probleme mit meinem Magen und wenn ich mit der Situation konfrontiert werde, sprich mit meiner Mutter, bekomm ich ein Gefühl der Ohnmacht und der Übelkeit.
aber wie du so schön sagst, liebe Christina,es wird irgendwann vorübergehen, vielleicht plötzlich oder nach und nach.
Ungeduld hat meistens Schuld. Bzw. unangenehme Gefühle will man immer so schnell als möglich "los" werden.
Danke Georgyfür deine Denkanstöße, schon allein durch das bewusste Abtrennen der Wörter hast du mich zum Schmunzeln gebracht.
Doch wo ist das Licht am Ende des Tunnels? Es scheint soo weit weg zu sein
Ich danke euch für eure Antworten, vielmals!
Ich umarme euch ganz lieb!
Mara
Christina Wuga (09.01.2012),georgy (09.01.2012)
Liebe Mara,
vielleicht magst du dich an die Heil-Engel und an Gott/Göttin wenden und sie um Hilfe/Unterstützung/Heilung/Erleichterung bitten?
Liebe Grüße, Carolin
hallo mara.
du kannst gott und seine engel bitten das sie dein spirituelles wachstum
langsamer und sanfter gestalten.es wirkt,du wirst es erleben.
bitte um gnade.ich tu dies öfter .
ich bin auch in einem rasanten transformations-prozess,und sehr müde,doch ich habe gebeten das ich jetzt schnell wachse spirituell.
sobald es mir zuviel wird,werde ich dann bitten es langsamer geschehen zu lassen.
Ihr Lieben
es ist so schön hier mit euch sein zu dürfen
Danke für eure wundervollen Antworten. Ja es stimmt, warum kommt man meistens nicht auf die Idee um etwas zu bitten?
Ich drück euch ganz fest und wünsche euch eine
Mara![]()
Liebe Mara,
Es gab einen Moment in meinem Leben, da ging es mir genau so. Ich hatte schon zwei Kinder und einen Mann, meine Mutter wohnte im Hauseingang daneben und versuchte mich zu unterstützen, wo sie konnte. Eines Abends, nachdem sie da gewesen war, bekam ich sowas von Magenschmerzen... Da ich mich gerade in Psychotherapie befand, war mir ziemlich schnell klar, dass es meine ganze innere Abwehr gegen sie ist, die ich in dem Moment hatte, weil ich mich noch nicht ausreichend von ihr abgrenzen konnte. Ich fühlte mich noch nicht selbständig und eigenständig genug. Es war, als wäre sie mitten in mich rein gelatscht und ich konnte es nicht mehr ertragen.
Ich schrieb ihr einen Brief, so komisch das klingt, da sie ja nebenan wohnte. Ich versuchte ihr zu erklären wie ich mich fühle und warum und bat sie, sie möge das nicht persönlich nehmen. Ich bat sie, die nächste Zeit erst einmal weg zu bleiben, bis ich mich etwas stabilisiert habe. Was sie schweren Herzens befolgte, denn die Enkel fehlten ihr. Ich weiß nicht mehr wie lange es dauerte, bis mein eigener Prozess soweit gediehen war, dass ich ihr wieder begegnen konnte, ohne so körperlich zu reagieren, aber es waren wohl schon ein paar Wochen.
So hab ich mich bei deinem Beitrag gefragt, ob eine räumliche Trennung nicht gerade hilfreich für dich wäre?
Alles Liebe
Marion
Liebste Marion,
ich danke dir so sehr für deine Zeilen!
Du sprichst mir nämlich aus der Seele, genauso fühle ich auch und es ist wirklich die Frage auch "Bin ich schon selbständig genug?" "Schaff ich das auch ohne sie?"
Und das, obwohl ich seit über 3 Jahren alleine eine Wohnung habe. Jedoch nur ca. 1 km von meiner Mutter entfernt. Deshalb auch schon länger der Wunsch dass ich gerne woanders hinziehen möchte, weiter weg. Jedoch ist das leider finanziell (noch) nicht möglich und da ich leider im Moment keine Arbeit habe.
Ich habe schon öfters Streit mit ihr gehabt weil sie eben auch immer das Beste für mich wollte und immer "alles gut meint" und mir das aber nicht passt, weil es eher ein einmischen in mein Leben ist und eine Bevormundung. Sie sieht mich noch immer als ihr kleines Kind und teils auch als "Sorgenkind"..
Ich hab mich dann mal von ihr "abgschottet" und ihr gesagt sie solle mich nicht mehr anrufen (weil sie täglich ein paar Mal angerufen und SMS geschickt hat, das war einfach zu viel).
Das ging aber nur 2 Tage gut, dann fing alles wieder von vorne an.
Einerseits möchte ich gerne mit ihr einen Cafe trinken und sich gut unterhalten, doch es geht einfach nicht, weil ich eben meine Emotionennicht einfach ausschalten kann.
Und es liegt auch natürlich eine Entscheidung bei mir, die ich bis jetzt eben noch immer nicht "übers Herz brachte", nämlich die Entscheidung mich von ihr sozusagen zu trennen, abzukapseln, weil ich nicht genau weiß wie ich das tun soll, ohne das wir beide verletzt werden.
Liebe Marion, wie hast du das in den Griff bekommen? Hast du gar keinen Kontakt mehr zu deiner Mutter gehabt in dieser Zeit?
Ich danke dir für deine Hilfe!
Mara
georgy (10.01.2012)
Liebe Mara !
Es ist schön, wenn sich deine Mutter so um dich kümmern will. Aber GUTES TUN und ES DABEI AUCH GUT ZU TUN bedarf eines gewissen Respektes und dauerhafter Beachtung der Wünsche des Anderen. (Der freie Wille und das Recht eigene Erfahrungen zu machen sollen da beachtet werden!
In den seltensten Fällen ist es möglich so eine Situation OHNE Verletzung des Einen oder des Anderen - oder gar Beider - zu ändern.
Jedoch - auch wenn es eine Trennung AUF ZEIT ist - ein NEUER ANFANG ist meist erst dann möglich, wenn vorher ein echter Schlusstrich war. (auch wenn er auf Zeit war).
Eine Nachdenkphase auf beiden Seiten ist da immer hilfreich und das geht fast nur durch räumliche Trennung und auch keinen Kontakt (kein Anruf, keine sms), ausser es tritt ein wahrer NOT-Fall ein.
Und auch der Mut etwas Neues zu wagen ist da immer ganz wichtig. Das gibt dann mehr Selbstvertrauenund auch Achtung vor dem Anderen.
Alles Liebe von Herzen wünscht dir
georgy
Christina Wuga (10.01.2012)
Liebe Mara,
so wie du dies schilderstgeht das über ein liebevolles Kümmern weit hinaus, sondern wirkt eher wie ein Überstülpen und vor allem riecht es mehr nach Selbstzweck denn nach "dem anderen Gutes tun". Es scheint, als ob deine Muter dich genauso "braucht". Und brauchen hat immer mit "gebrauchen" zu tun, nichts mit Liebe und schon gar nicht mit bedingungslos, nur um dem Anderen zu dienen"weil sie täglich ein paar Mal angerufen und SMS geschickt hat".
Was euch beiden sicherlich dienen würde, wenn du (denn diese wirkt sich genauso positiv auf deine Mutter aus, und zwar ohne sie zu manipulieren oder zu verletzten, denn dies würde nur geschenen, wenn ich meinte, ich müsse MEIN Problem mit IHR bereden und lösen - MEIN Problem soll nur ich einmal mit MIR alleine lösen), wäre die 8 von Phyllis Krystal. Diese Übung löst nicht nur schmerzhafte Bindungen auf, sondern bringt sie zurück in ein liebevolles Mass und Miteinander, nicht "Übereinander" (und genauso sehen dann die beiden Kreise der 8 auch aus - eben wie bei einer 8 nebeneinander, sich an einem Punkt berührend, wie 2 Hände sozusagen. und keine Kreise, die sich überlappen).
Hier findest du die Übung:http://herzenssache.org/fragen-und-a...s-krystal.html
und hier haben wir im Forum einmal darüber diskutiert: http://herzenssache.org/forum/fragen...-die-acht.html
oder hier: http://herzenssache.org/forum/fragen...Befreiung.html
Ganz liebe Grüße dir, alles Liebe, Sabine
Sabine I. Exl
Ausbildungszentrum Herzenssache
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Christina Wuga (10.01.2012),georgy (10.01.2012),Mara999 (10.01.2012)
Liebe Mara,
was du beschreibst wirkt auf mich - ähnlich wie Sabine es anspricht - nach einer Art Abhängigkeit und die macht nun mal krank - und das ist gut so. Denn sonst würden wir uns nicht bewegen, nichts verändern. Manchmal sind es Schmerzen, die uns überdeutlich aufzeigen, dass wir etwas verändern sollten, um für uns zu sorgen.
Es ist gut, dass du Klarheit über dein Fühlen hast. Jedoch, es gibt etwas IN DIR, das diesem Gefühl nicht folgen möchte. Die Frage "Bin ich schon selbständig genug?" kannst du nicht im Kopf lösen, du musst tätig werden. Diese Frage versucht dich da zu halten, wo du jetzt bist. Und da geht es dir nicht gut. Auf jeden Fall bist du in der Lage, eine Entscheidung zu treffen, die deinem ganz ureigenen Bedürfnis entspricht. Nur geht es vermutlich nicht, wenn du gerne in der "Komfortzone" bleiben möchtest.
Die Voraussetzungen sind vorhanden, für dich zu sein, wenn du eine eigene Wohnung hast. Das ist prima. Die Nähe deiner Wohnung zu deiner Mutter spielt keine Rolle. Du kannst ans Ende der Welt ziehen und es wird deine innere Abhängigkeit nicht lösen, du würdest sie vielmehr mitnehmen, egal wohin du gehst. Deine Seele zeigt dir über deinen Körper, dass du gefordert bist, für dich und dein eigenes Wohlbefinden einzutreten.
Zwei Bedürfnisse streiten sich in dir. Du möchtest unabhängig und selbständig sein, dein Leben selbstbestimmt leben. Gleichzeitig machst du dich selbst zu dem kleinen Kind deiner Mutter, die dich dann entsprechend behandelt, wenn du dich fragst, ob du das wiiirklich schon kannst, ob du wiiirklich alleine zurecht kommst, ob du wiiirklich schon selbständig genug bist. Merkst du es? Du sendest an deine Mutter damit zweierlei Botschaften. 1. Ich komme alleine zurecht, rede mir nicht rein. 2. Ich fühle mich so hilflos, mach du doch. Welche Botschaft soll sie ernst nehmen? Sie nimmt die, die ihrer Sorge um dich (oder ihrer eigenen inneren Klammrigkeit) entspricht.
Genau das meine ich. Du möchtest gerne mit ihr zusammen sein, dich gut mit ihr unterhalten. Ein Teil von dir möchte sie nicht loslassen. Aber der andere Teil, der selbständig sein möchte, schickt dir körperliche Signale, dass eine Grenze erreicht ist.
Wem schadest du mit einer klaren Entscheidung? Wem gegenüber bringst du sie nicht "übers Herz"? Dir selbst gegenüber, weil du sie eigentlich nicht loslassen möchtest? Deiner Mutter gegenüber, die nicht wirklich etwas davon hat, wenn du nicht bereit bist für dich selbst einzustehen und dein Leben in die eigenen Hände zu nehmen? Auch wenn es so aussieht, als ob sie dich gerne bemuttert. Sie drückt sich damit vor ihrem eigenen Leben. Wenn du für dich einstehst, gibst du ihr den Raum auf sich zu schauen, was sie selbst braucht um glücklich und erfüllt zu sein, was sie für sich tun kann. Eine Mutter bleibt auf eine Weise wohl immer eine Mutter. Nur wie sich dieses Mutter-Sein äußert, das ändert sich sehr wohl und das sollte es auch. Denn keiner Mutter tut es gut, ihr Leben lang als Mutter eingefordert zu werden. Irgendwann ist es Zeit, das Kind / die Kinder los zu lassen und sich wieder auf den eigenen weiteren Lebensweg, auf die eigenen Lebensinhalte zu besinnen und die Jungen ihr eigenes Ding machen zu lassen, sie ihre eigenen Erfahrungen machen zu lassen, auch wenn die ganz anders aussehen, als die Mutter sie machen würde. Das ist wichtig. Für beide.
Ich hatte einen Psychotherapeuten an meiner Seite, der mir half, auf mich und meine Entwicklung zu schauen, auch auf meine Abnabelung. Mit ihm konnte ich meine Schuldgefühle besprechen, meine Angst, was auch immer alles auftauchte. Nein, ich habe in dieser Zeit gar keinen Kontakt zu meiner Mutter gehabt. So lange wie ich das brauchte. Und später, als es mir diesbezüglich schon besser ging und wir wieder Kontakt hatten, erinnere ich mich, dass meine Mama, die mir als Kind nie sehr viel körperliche Zuwendung geben konnte (Missbrauch bei ihr als Kind, daher innere Sperren gegen körperlichen Kontakt), anlässlich eines Besuchs bei mir mich auf einmal umklammerte, weinte und "fest hielt", anders kann ich es nicht nennen. Ich fühlte sie an mir hängen wie einen Fremdkörper. Sie hängte sich an mich, als wäre sie das Kind und ich die Mutter. Ich konnte diese Umarmung nicht erwidern, was sie natürlich merkte und sie natürlich auch schmerzte. Aber letztlich hat sie sich selbst in eine Psychotherapie begeben und kümmerte sich um ihre eigenen "Restbestände" in der Seele.
Eine Abhängigkeitsbeziehung kann sich nur lösen, wenn einer der beiden aussteigt aus dem bisherigen Spiel. Denn es liegt wie eine unausgesprochene unsichtbare Abmachung dahinter: Liebe mich, ich brauche dich, beidseits. Erst wenn das Brauchen aufhört, kann die wirkliche und freie Liebeentstehen, die los lassen kann.
Sorge für dich. Deine Mama wird ihren Weg finden, unterdessen für sich zu sorgen. Bis es euch später - damit musst du dich jetzt nicht befassen - möglich sein wird, euch auf einer neuen Ebene zu treffen, unabhängiger, freier, selbstbestimmt.
Alles Liebe von Herzen
Marion
Christina Wuga (10.01.2012),Lichtblicke (10.01.2012),Mara999 (10.01.2012),Micha (10.01.2012),Sabine I. Exl (10.01.2012)
Wow Liebe Sabine, Liebe Marion,
ich bin sehr erfreut über eure Antworten. Sie helfen mir wirklich sehr weiter. Ich werde das mit der "8" auch ausprobieren bzw. machen und schauen wie sich das alles entwickelt.
Marion, du sprichst das aus, was ich mir denke
und es ist an der Zeit mich der Angst zu stellen, und für mich einzustehen, dieses "Risiko" einzugehen.
Der Angst, "was wird dann sein?"
Meiner Mutter geht es schon lange nicht mehr gut, oder ist es ihr jemals so gut gegangen? Sie hatte keine schöne Kindheit, ihre Mutter verachtete sie. Sie verbrannten ihre Zeugnisse, Fotos, alle Erinnerungen. Färbten ihr im Kindergarten schon die Haare weil sie rot waren und sie sich deswegen für sie geschämt hatten, und legten ihr Gurken wegen ihren Sommersprossen auf und schlugen sie sehr oft usw.
Und mein Vater ist als Kind missbraucht worden und sein Vater wurde neben ihm mit dem Auto überfahren. Beide unternehmen nichts und werden stattdessen immer kranker. Auch das kann oder will ich nicht mehr mitansehen. Ich weiß, dass es nichts mit mir zu tun hat, aber man macht sich eben so seine Gedanken.
Aber vielleicht ist es nach dem lösen des Themas so wie bei deiner Mutter, Marion, dass meine Elterndann auch freiwillig Hilfe suchen und annehmen.
Auf jeden Fall danke ich euch recht herzlich für eure Antworten, dass ihr euch Zeit für mich nehmt, mir weiterzuhelfen!
Ich umarm euch ganz lieb!
Eure Mara![]()
Liebe Mara,
fein, wenn dir die Impulse hier weiterhelfen, klarer für dich zu sehen.
Das sagst du sehr schön. Es sind Ängste, ganz ähnlich denen, die wir alle haben oder hatten und uns stellen mussten oder müssen.
Es gibt immer Gründe, warum unsere Elternwurden was sie sind, aber es ist ihr Weg. Jeder kann nur die Verantwortung für die eigene Lebensgestaltung und -führung übernehmen, nicht die der anderen.
Vielleicht, vielleicht auch nicht. Das liegt jedenfalls nicht in deinen Händen. Darum mache deinen Weg davon auch nicht abhängig.
Ich umarm dich auch ganz lieb und wünsch dir immer mehr entstehende Leichtigkeit und Freude, um den Weg zu gehen, der für dich stimmt. Denn Verantwortung für das eigene Leben muss nicht schwer und drückend sein, sie kann auch befreiend und freudig sein.
Von Herzen
Marion
Christina Wuga (11.01.2012),georgy (11.01.2012),Mara999 (10.01.2012)
Ich
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euch ALLEN für eure Antworten, Tipps, Impulse,..
Ich werde euch berichten, sobald meine emotionale Arbeit daran Form annimmt und sichtbare Veränderungen eintreffen.
Herzlichst
eure Mara![]()
Christina Wuga (11.01.2012),georgy (12.01.2012),Lichtblicke (12.01.2012),Marion Frey (11.01.2012),Micha (11.01.2012)
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