Ich möchte gern noch einen Beitrag hinzufügen, es geht um meine Mutter und über dein Einfluss den sie in meinem Leben hat.Das Thema von Carolin "Nachbarin" (und die Antwort von Matthias) bringt mich gerade dazu, die Situation genau zu beleuchten...
als Beispiel eine Situation, die sich eben gerade ereignet hat und mir schon wieder ziemliche Bauchschmerzen macht...langsam komme ich dahinter, was sie schon mein Leben lang ein Spiel mit mir spielt, aus tiefer Unsicherheit und Angst heraus, und das macht mich gleichzeitig wütend und traurig.
Ich frag meine Mutter grundsätzlich wenig um Hilfe, wenn ich etwas brauche weil ich Angst vor Abhängigkeit habe...sie weiß ihre Macht sehr geschickt und manipulativ auszunutzenund ein negatives Muster von mir ist, dass ich deshalb große Schwierigkeiten habe, anderen Menschen zu vertrauen und auch, sie um Hilfe zu bitten.
Eben rufe ich sie also an, sie weiß dass ich gerade krank bin (habs wie o.g. seit Monaten mit dem Magen/Darm) und dass es für mich gerade eine sehr sehr schlimme emotionale Lebensphase ist. Ich erzähle ihr kurz vom Tag und frage sie dann, ob ich mir ein wollenens Unterhemd kaufen dürfe, also ob sie mir das bezahlen würde, da ich gerade ohne Geld bin und das letzte was ich noch habe in die Wohnungsrenovierung fließt... (selbst da muss ich mir Geld borgen). Meine Mutter sagt erst, ich soll mich halt wärmer anziehen, brauche dieses Hemd nicht. Aber ich sage ihr, dass ich im Winter und auch jetzt immer friere, auch mit ganz dicken wollenen Sachen und dass ich meinen Bauch gern warm halten würde bzw auch einfach muss! Sie sagt, die 50 Euro (so viel kostet es ca) seien ihr zu viel, ich fühle mich wütend und im Stich gelassen und sage, na gut...dann kaufe ich es von meinem Geld und muss eben hungern. Sie sagt: ja, mach das. Ich versuche es nochmal, sie sagt dann mit freundlich aufgesetzter Stimme: "Willst du es dir nicht jetzt schon zu Weihnachten kaufen??", ich sage, dass ich nicht so etwas wie ein Grundbedürfnis zu Weihnachten geschenkt haben möchte und dass ich es dann lieber jetzt von meinem Geld kaufe und hungere... Sie sagt, ich soll es mir ruhig kaufen, es wird schon alles gut gehen, sie hätte schon einen Plan, wie wir alle ganz bestimmt ein schönes Weihnachten haben würden, sie hätte sich da schon etwas überlegt. Ich bin sauer, fühl mich total übergangen, hilflos und verabschiede mich einfach und lege auf. Denn es geht mir nicht um Weihnachten, es geht mir einfach darum, dass ich mich wirklich von meiner Mutter im Stich gelassen fühle....sie mir keinen Halt gibt..und dieses Thema verfolgt mich schon mein Leben lang. Oft habe ich auch mit ihr gesprochen,doch sie versteht es nicht, KANN es glaube ich auch nicht verstehen weil sie dazu ihre eigenen Ängste berühren müsste...und das vermeidet sie schon immer auf Teufel komm raus...
Jetzt denke ich nach.... und lese das Thema über den 'verletzten freien Willen'... so fühle ich mich ständig wenn ich mit meiner Mutter Kontakt habe (und wir haben einen recht engen Kontakt)...dass mein Wille permanent verletzt wird....dass sie mich manipuliert und mit mir spielt. Sie wirkt nach außen total freundlich auf jeden und ausgelassen.... und herzlich...ist aber gleichzeitig innen zutiefst verunsichert und zerrt an jedem.... an meinem Vater (der selbst emotional sehr sehr 'zerbrechlich' ist)...an Arbeitskollegen..sie arbeitet mit Kindern...usw.. sie könnte ihre Kraft auch zu etwas Gutem nutzen, aber das tut sie nicht...sondern sie nutzt sie, um ihre eigenen Ängste und Unsicherheiten zu kaschieren und über der Schulter der anderen auszutragen. Mich verletzt das zutiefst, ohne dass ich je klar kommunizieren konnte, WAS mich eigentlich so verletzt und was dieses Ekelgefühl in mir hervorruft.... ich bin mir fast sicher, dass mein Körper gerade sehr starke Angst durchlebt....dass der Fakt dass ich in 3 Wochen auf ganz engem Raum mit meinen Elternleben werde, mich nicht schlafen lässt...mir gelingt es auch manchmal, im Vertrauen zu sein... und mir zu sagen, dass das alles nur vorübergehend sein wird...ich diese Zeit auch nutzen kann, um Frieden mit meinen Eltern zu schließen....doch ich habe auch wahnsinnige Angst davor, denn mein Gefühl
ist, wenn ich mich ihnen gegenüber mal WIRKLICH behaupte (bisher ging es immer nur stückchenweise weil ich auf irgendeine Art immer weiter von ihnen abhängig blieb), ich sie ganz verliere. Und da ich niemanden sonst habe und auch wie oben beschrieben, nicht weiß, wie ich zu dem komme was ich eigentlich bin... fällt mir dieses Behaupten so enorm schwierig.
Ich freu mich über eure Kommentare dazu.... und bin dankbar, hier davon erzählen zu dürfen. Auch das befreit mich schon ein Stück.
Liebe Grüße, mai
I


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und ein negatives Muster von mir ist, dass ich deshalb große Schwierigkeiten habe, anderen Menschen zu vertrauen und auch, sie um Hilfe zu bitten.


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