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Thema: riesen Schreck

  1. #1
    Weise Avatar von Atlantis
    Registriert seit
    30.07.2009
    Alter
    42
    Beiträge
    3.600

    Daumen runter riesen Schreck

    Puh ihr Lieben,

    mir wackeln immer noch die Knie, und ich fühle mich innerlich zittrig.
    Ich war grad auf dem letzten Stück meiner Radtour mit Lucky, vielleicht 100 Meter von unserem Haus entfernt.
    Lucky lief ganz friedlich neben dem Rad an der Leine, als alles ganz schnell ging.
    Ein großer Hund stürzte aus einem Grundstück herraus, tief knurrend und stürzte sich geradewegs auf meinen kleinen Liebling.
    Während mein Fahrrad stürzte , entriß ich ihm Lucky und schrie ihn an.
    Mein Schreien schien zu wirken, denn der Hund ließ kurz von Lucky ab, war verunsichert.
    Diese Zeit nutzte ich, stürzte auf die Straße vor das nächstbeste Auto, und stopfte Lucky einer völlig iritierten Fahrerin ins Auto, und knallte die Tür wieder zu.
    Ab da wußte sie dann, was lief, fuhr mit Lucky weiter, von dem angreifenden Hund weg, der dann ängstlich vor mir die Flucht ergriff.
    So schnell ich konnte habe ich dann nach Lucky geschaut, der immer noch im Auto neben der Frau saß, die lieb auf ihn einredete.
    Wie durch ein Wunder, ist Lucky nichts geschehen , Gott .
    Ich habe mich bei der Frau bedankt und mich dann auf die Suche nach den Besitzern des Rabauken aufgemacht.
    Diese kamen angeschlendert, waren dann aber schon entsetzt, als sie hörten, was geschehen war.
    Die Frau sagte, der Hund sei nur schwer zu lenken, würde nicht hören, ständig ausreißen, und dazu aggressiv anderen Hunden gegenüber, und dies sei nun der Zeitpunkt, wo der Hund einen Maulkorb bekäme.

    Soetwas sind tragische Hundeschicksale. Keiner kümmert sich wirklich um den Hund, keiner hat Hundeerfahrung.
    Für den Hund ist der Maulkorb nur eine weitere Sache in seinem Hundeleben, die er nicht versteht, und die ihm nicht gefällt.
    Vielleicht bekommt er ja auch gar keinen, aber ich hoffe, daß das Ereignis die Besitzer so weit aufgerüttelt hat, daß sie künftig besser auf ihr Tier achtgeben, so daß es nicht zu weiteren und dann vielleicht ernsten Unfällen kommt.
    So war es nur ein Schreck für die Hunde und mich.

    es tut mir gut, daß ich das hier abladen durfte
    von einer Biggi, der immer noch der Schreck in den Gliedern steckt.

    ganz herzliche Grüße

  2. #2
    Weiser Forumsengel Avatar von Lotus Heart
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    Beiträge
    4.149

    Standard

    Liebe Biggi,
    erst heute lese ich von deinem Erlebnis mit dem aggressiven Hund.

    Ich möchte dir dazu gerne etwas erzählen.
    Mein Vater kam eines Tages mit einem reinrassigen wunderschönen, aber sehr vernachlässigten und abgemagerten Schäferhund nach Hause. Meine Mutter und ich waren sehr verwundert, warum er plötzlich ohne was zu sagen mit einem Hund ankam.
    Er erzählte uns dann, dass er dem Besitzer den Hund abgekauft hatte, um ihn aus seinem Gittergefängnis mit 3 x 3 m und von seinem züchtigendem Besitzer zu befreien. Der Hund war wirklich ziemlich am Ende, obwohl er noch sehr jung war. Wir haben ihn aufgepäppelt und hatten ihn lieb. Er "wohnte" bei uns im Haus.

    Aber leider war Harras trotz unserer Liebe und Fürsorge sehr aggressiv anderen Hunden gegenüber und auch wenn es ums Fressen ging.
    Wir selber durften nicht in die Nähe, wenn er fraß, er knurrte uns an. Vermutlich, weil er vorher nie genug zu fressen bekam. Wir lernten schnell, ihn beim Fressen in Ruheicon zu lassen.
    Leider konnte er auch mit anderen Hunden nicht umgehen und wir konnten ihm das nicht abgewöhnen. Einmal gab man uns den "Tipp", ihn mit Schlägen davon zu überzeugen, dass er andere Hunde mögen soll - tja, was soll ich sagen, wir haben das natürlich nie ausprobiert. Er war ansonsten ein ganz friedliches Tier, er mochte sogar unsere Katze und auch kleine Kinder und war ein super Wachhund, der aufs Wort folgte.

    Leider wurde ihm seine Aggressivität anderen Hunden gegenüber zum Verhängnis. Er starb genau am Heiligen Abend durch eine Mistgabel, die ihm eine Hundebesitzerin, mit dessen Hund Harras raufte, in den Leib gerammt hatte. Er schleppte sich noch nach Hause, ist dann aber leider trotz schnell gerufenem Tierarzt verblutet. Wir wissen bis heute nicht, wie das genau zuging, und haben überhaupt erst viel später durch einen Nachbarn der Frau erfahren, woher seine Verletzungen stammten. Er lief obendrein so gut wie nie alleine im Ort herum, war immer in Begleitung, aber an diesem Tag sollte es offensichtlich so kommen.

    Aber ich wollte dir mit dieser Geschichte nur sagen, dass auch liebevoll gehaltene Hunde durch möglicherweise traumatische Ereignisse aus der Vergangenheit bleibende Aggressionen behalten können - ohne dass die Besitzer hier irgendwie Abhilfe schaffen können. Leider wusste ich damals noch nichts von Reikiicon und kannte auch noch niemanden, der Tierkommunikation gemacht hätte - ich wusste nicht einmal, dass es sowas gibt. Heute würde ich dies sicherlich für unseren Harras in Anspruch nehmen und ihn auch mit Reiki behandeln.
    Ich bin überzeugt, dass es natürlich auch Hilfe für aggressive Tiere gibt, nur wissen sich die Menschen nicht zu helfen.

    HERZlichst
    Gabi

  3. #3
    Weise Avatar von Atlantis
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    Standard


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    Liebe Gabi,

    oh jeh, das ist ja eine ganz fürchterliche Geschichte .
    Natürlich hättet ihr euch Hilfe holen können, und mit eurem Hund trainieren, aber ihr habt es halt so gut gemacht, wie es euch möglich war.
    Genau so verhält es sich ja auch mit dem Hund in der Nachbarschaft.
    Von aussen und hinterher ist es ja bekanntlich immer leicht zu sagen, was man hätte besser machen können.
    Letztlich sehe ich es wie du es schon geschreiben hast: Dinge geschehen nicht einfach so und ohne Grund.
    Was jeder Einzelne letztlich als Lehre daraus zieht, das ist wohl ganz individuell.

    ich schicke dir einen Ganz liebe Gruß und eine Umarmung von Herzen dazu,

    Biggi

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