Liebe Biggi,
erst heute lese ich von deinem Erlebnis mit dem aggressiven Hund.
Ich möchte dir dazu gerne etwas erzählen.
Mein Vater kam eines Tages mit einem reinrassigen wunderschönen, aber sehr vernachlässigten und abgemagerten Schäferhund nach Hause. Meine Mutter und ich waren sehr verwundert, warum er plötzlich ohne was zu sagen mit einem Hund ankam.
Er erzählte uns dann, dass er dem Besitzer den Hund abgekauft hatte, um ihn aus seinem Gittergefängnis mit 3 x 3 m und von seinem züchtigendem Besitzer zu befreien. Der Hund war wirklich ziemlich am Ende, obwohl er noch sehr jung war. Wir haben ihn aufgepäppelt und hatten ihn lieb. Er "wohnte" bei uns im Haus.
Aber leider war Harras trotz unserer Liebe und Fürsorge sehr aggressiv anderen Hunden gegenüber und auch wenn es ums Fressen ging.
Wir selber durften nicht in die Nähe, wenn er fraß, er knurrte uns an. Vermutlich, weil er vorher nie genug zu fressen bekam. Wir lernten schnell, ihn beim Fressen in Ruhezu lassen.
Leider konnte er auch mit anderen Hunden nicht umgehen und wir konnten ihm das nicht abgewöhnen. Einmal gab man uns den "Tipp", ihn mit Schlägen davon zu überzeugen, dass er andere Hunde mögen soll - tja, was soll ich sagen, wir haben das natürlich nie ausprobiert. Er war ansonsten ein ganz friedliches Tier, er mochte sogar unsere Katze und auch kleine Kinder und war ein super Wachhund, der aufs Wort folgte.
Leider wurde ihm seine Aggressivität anderen Hunden gegenüber zum Verhängnis. Er starb genau am Heiligen Abend durch eine Mistgabel, die ihm eine Hundebesitzerin, mit dessen Hund Harras raufte, in den Leib gerammt hatte. Er schleppte sich noch nach Hause, ist dann aber leider trotz schnell gerufenem Tierarzt verblutet. Wir wissen bis heute nicht, wie das genau zuging, und haben überhaupt erst viel später durch einen Nachbarn der Frau erfahren, woher seine Verletzungen stammten. Er lief obendrein so gut wie nie alleine im Ort herum, war immer in Begleitung, aber an diesem Tag sollte es offensichtlich so kommen.
Aber ich wollte dir mit dieser Geschichte nur sagen, dass auch liebevoll gehaltene Hunde durch möglicherweise traumatische Ereignisse aus der Vergangenheit bleibende Aggressionen behalten können - ohne dass die Besitzer hier irgendwie Abhilfe schaffen können. Leider wusste ich damals noch nichts von Reikiund kannte auch noch niemanden, der Tierkommunikation gemacht hätte - ich wusste nicht einmal, dass es sowas gibt. Heute würde ich dies sicherlich für unseren Harras in Anspruch nehmen und ihn auch mit Reiki behandeln.
Ich bin überzeugt, dass es natürlich auch Hilfe für aggressive Tiere gibt, nur wissen sich die Menschen nicht zu helfen.
HERZlichst
Gabi


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