Hallo Agnes!
Was hast du "nächtens" für Fragen ???
Wenn du von David Dinge erlebst, die er bei Daniel und dir nicht hört, dann musst du immer bedenken, dass David nur kurze Zeit bei dir alleine war.
Sobald er außer Haus betreut wird, nimmt er fremde Energien genauso auf, als die Worte von anderen Menschen.
Kindererziehung passiert sehr viel durch "nachahmen".
Wir, aber auch andere Kinder sind für unsere Kleinen Vorbilder.
Wenn jetzt mehrere Bezugspersonen da sind, und sich diese in der Erziehung nicht ganz einig sind, dann werde Kinder unsicher.
Ein Beispiel davon, das ich sehr gut kenne: "Omi sagt NEIN, Opi sagt JA"
An wem soll sich das Kind orientieren, wie soll es sich auskennen?
Und das gleiche Problem haben wir z.B. auch beim Thema: "Sitzenbleiben beim Essen gehabt".
Omi sagt: "sitzenbleiben", Elternteil sagt: "Kind darf aufstehen und darf mit vollem Mund herumsaußen und sich alle paar Minuten ein STückchen Brot abholen".
Ich kann mich auch gut noch an einen Beitrag von Ines erinnern, wo es darum ging, ob Kinder "bitte" oder "danke" sagen müssen,
wenn sie etwas bekommen.
Dies muss jeder für sein Kind entscheiden, aber das geht halt nur, wenn Kinder so lange als möglich zu Hause bleiben.
Siehst du Agnes, das ist einer der Gründe, warum ich nicht mehr als Tagesmutter arbeite.
Weil ich einfach nicht mehr glaube, dass es richtig ist, so kleine Kinder in fremde Hände zu geben und weil ich, wenn ich bereit bin, diese zu betreuen, mich auch mitschuldig mache, an eventuellen Folgen im späteren Leben.
Was sollte man jedoch tun, wenn ich als Frau gerne arbeiten würde ?
Da bin ich jedoch noch immer der Meinung, dass es besser ist, das Kind in Betreuung zu geben und die verbleibende Zeit sich mit diesem intensiv zu beschäftigen, als frustriert zu Hause zu sitzen und den Zorn über versäumte Möglichkeiten an dem Kleinen auszulassen. Dies hat dann jedoch genau den Nachteil, dass man als Mutter sehr viele Dinge "übersieht" (vielleicht sogar aus schlechem Gewissen) und eben dann nicht rechtzeitig Grenzen setzt.
Auf deine Frage welche Auswirkungen es hat, wenn Kinder Regeln nicht einhalten oder auf etwas nicht reagieren
bzw. uns ignorieren, kann ich dir nur eines sagen:
"Ich höre dann, wenn meine zwei Oberlauser bei mir sind, auch nichts mehr, wenn sie etwas von mir wollen. Es ist zwar schwierig, aber wenn man es durchhält, dann funktionierts".
Ich hoffe, dir damit ein ganz klein wenig geholfen zu haben, aber wie du weißt, ist jeder Mensch ein einzigartiges Wesen, und deshalb sollte man ihn auch so behandeln - als etwas Einzigartiges. 'Also gibt es in Wirklichkeit kein Patentrezept für Kindererziehung.
Und eines liebe Agnes, kannst du mir glauben, wenn die Kinder größer sind, hat man immer das Gefühl etwas falsch gemacht zu haben.
Weil wir wiederum auch einzigartige Wesen sind, mit anderen Gefühlen und anderen Gedanken.
Aber die meisten Elternteile bemühen sich sowieso um das Beste für ihr KInd.
Du hast ganz recht, wenn du sagst, dass man Kinder mit viel Liebe erziehen soll.
Wenn man dies tut, mit allen "Fehlern" die man macht, dann kann gar nichts passieren.
Und wenn es um das "Bestrafen" von KIndern geht, dann halte ich im Allgemeinen nicht viel davon.
Eine gewisse "Auszeit" bzw. wenn jemand anders geschlagen wird, halte ich persönlich jedoch für angebracht, denn wenn man anderen weh tut, muss man darüber nachdenken.
Ich hoffe, dir damit ein ganz klein wenig geholfen zu haben, vielleicht schreibt Jutta auch noch etwas dazu, und sonst könnten wir ja mal telefonieren oder uns treffen, dann hätten wir eine Möglichkeit darüber zu quatschen.
Bis dahin ganz liebe Grüße, Gesundheit für euch alle und einen festen Drücker vom Schmetterling
Freue mich schon auf ein Wiedersehen.


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auch wenn es mir selbst nicht vergönnt ist, eigene Kinder zu haben, so habe ich sehr viel mit Kindern gearbeitet und mit wie an ihnen lernen dürfen
...bewegt es sich aus meiner Sicht zwischen liebevollen Grenzen und Freiräumen, in denen sie sich bewegen dürfen. Mir ist es häufig gelungen, wenn ich ein paar Dinge beachtet habe: 1. sie sind "kleine Erwachsene" will meinen, dass sie mit Respekt behandelt werden und ein Hirarchiedenken im Sinne von "was ich sage gilt und wird gemacht" hinderlich im respektvollen Umgang ist. 2. Ich habe sie nie belogen - will meinen, ich habe nie eine Konsequenz um der Konsequenzwillen gesagt, damit ich mich durchsetze oder damit 
)...

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