Namaste liebe Biggi,
ja, genau dies ist es: der Schauspieler wird entlassen und klopft immer wieder an die Türe um einen Job zu bekommmen... Schritt für Schritt wird (die am Anfang mühselig scheinende) Aufgabe leichter. Die Kraft kehrt in ungeahnten Maße in das eigene Sein zurück, da diese nicht mehr für den Schauspieler verwendet werden muss. Und ja, all dies ist getragen von jener Leichtigkeit, auch wenn es Momente gibt, wo das Trugbild sehr dagegen rebelliert. Am besten ist es, es geschehen zu lassen, nicht zu bewerten und auf keinen Fall darüber nachzudenken - einfach die Gedanken und
Emotionen
kommen lassen und wieder ziehen lassen. Diese kommen und vergehen, wenn wir sie nur nicht mit Aufmerksamkeit beschenken.
Ja, es ist ein wahrlich spannender Weg der das unglaublich Schöne des Selbst zum Vorschein bringt.
Wie interessant ist es doch, dass man - obwohl man nur zu seiner Schönheit hinsehen soll - einen derartigen Widerstand dagegen spürt? Ja, das Scheinich rebelliert gegen diese eigentlich wunderbare Aufgabe. Wieso? Es ist eine Bedrohung für den Schauspieler...
Ich selbst habe viele Nächte in Indien weinend verbracht, einzig und alleine aus dem Grund weil ich meine wohligen gedanklichen Mäntel nicht ablegen wollte. Denn je näher man dem Selbst kommt, desto vehementer werden die emotionalen und mentalen Atacken, die nur darauf abzielen mit dem Hinterfragen "Wer sagt das" aufzuhören und die Aufmerksamkeit wieder auf das falsche Ich zu richten.
Das Geschenk das man immer gehabt hat und dessen man sich nur bewusst wird ist: Freiheit.
Ich verbeuge mich vor dir liebe Biggi, von ganzem Herzen vor deiner Schönheit,
Om,
Matthias
Lesezeichen