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Thema: Leben und Tot

  1. #1
    Fragend Avatar von Weiße Taube
    Registriert seit
    19.06.2008
    Ort
    im Süden Österreich
    Beiträge
    197

    Standard Leben und Tot

    Ich weiß, ich hab mich schon lange nicht mehr gemeldet, ich habe aber oft an euch gedacht. Ich hoffe ich bin inzwischen nicht in vergessenheit geraten. Genau das ist dass worum meine Gedanken heut kreisen. Um Leben und Tot. Ich habe heute erfahren das meine geliebte Oma nach schwerer Krankheit zu den Engeln gewandert ist.Für mich war und ist es unbegreifbar sie nie mehr als Mensch zu sehen. Ich habe mir heute mehrmals den Spruch :"Tot ist nur der, der vergessen wird" zu rate gezogen. Doch irgendwie geht es nicht in meinen Kopf rein. Ich habe heute wieder gelernt wie unbedeutend Probleme sein können, wenn man ein noch viel größeres beschert bekommt. Ich habe begriffen das ich mich viel mehr an den kleinen sachen freuen sollte.Doch ich begreife nicht was geschehen ist. Wieso muss immer etwas pasieren bevor man begreift was man am Leben hat? Ich werde mich damit wohl die nächste Zeit auseinandersetzten und mit noch so vielen mehr müssen. Doch es klingt komisch ich freue mich für sie. Sie ist erlöst von allem. Ich spüre im Moment gar nichts, ich bin wie taub. Es ist immer da aber ich spür es nicht. Und jetzt fürchte ich mich ein wenig von der konfrontation mit der trauer, den moment wo ich spüren anfange. So kann ein ganz normaler Tag zu einem so bedeutungsvollen werden.

    Lg Nora

  2. #2
    Lichtforum Moderator Weise Avatar von Lichtblicke
    Registriert seit
    08.08.2008
    Ort
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    Alter
    46
    Beiträge
    3.669
    Blog-Einträge
    2

    Standard

    liebe Nora,

    lass sie kommen, die Gefühleicon der Trauer und die Gefühle, die mit Abschied und Loslassen verbunden sind. sie werden dich durch viele Türen weiter zu dem fühlenden Wesen führen, dass du bist. ich fühle mit dir. und ich bin sicher, viele hier im Forum haben das (schon) erlebt und können gut nachvollziehen, was dich in nächster Zeit bewegen wird. wenn es dir hilft, teile was dich bewegt mit uns...

    fühl dich warm und von Herzen umarmt

    Liza

  3. #3
    Schmetterling
    Inspiriert

    Standard

    Liebe Nora !

    Ich habe zwar schon längere Zeit keinen geliebten Menschen mehr durch den Tod "verloren",
    doch "musste" ich mich im letzten halben Jahr sehr viel mit diesem Thema auseinandersetzen.

    Es sind sehr zwiespältige Gefühleicon die da anfangs "hochkommen".
    Doch wenn man sich mit dem Leben "hinter dem Vorhang" zu beschäftigen beginnt,
    dann denke ich mir, kann man kranken Menschen doch nur wünschen, dass sie "dorthin" gehen dürfen.

    Also ich lebe jetzt sehr gerne "hier" und ich kann auch (noch) nicht behaupten,
    dass ich so gar keine Angst vor dem Sterben habe, aber es wird immer weniger.
    Wobei sich die Angst nicht auf den Sterbeprozess bezieht, sonder eben auf das "'Ausgeliefertsein" in Krankenhäusern.

    Denke lieb und intensiv an Deine Großmutter, sie wird es spüren.

    Der Trauerprozeß kommt - ich habe gelesen, dass er stattfinden muß -
    nur ehrlich gesagt, frage ich mich immer öfters - WARUM - eigentlich.
    Traurig bin ich eher, wenn ich Menschen die ich liebe, leiden sehe.
    Obwohl dieses Leiden doch auch einen Grund hat, aber das ist für uns Menschen wieder so schwer nachvollziehhbar.

    Oder trauert man doch auch, weil man diesen Menschen dann nicht mehr spürbar bei sich hat.

    Denke doch an das Schöne, das Du mit Deiner Großmutter erleben durftest.

    Ich möchte Dir gerne etwas erzählen.
    Ich habe eine sehr liebe Freundin, die von ihrem Vater ein Auto geschenkt bekam.
    Der Vater ist vor einiger Zeit verstorben und mittlerweile war auch das Auto keines mehr, sondern nur mehr ein Schrotthaufen.
    Aber diese Freundin wollte dieses "Gerät" einfach nicht loslassen und litt auch immer noch sehr unter dem Tod ihres Vaters.
    Jedes Mal wenn sie ins Auto stieg wurde sie ja an ihn erinnert.

    Als das Auto dann "weg musste" und sie sich noch immer nicht dazu entschließen konnte, hab ich ihr eine einfache Frage gestellt:
    "Was glaubst Du würde passieren, wenn Du mit genau diesem Auto einen Unfall hast und verletzt würdest.
    Wäre Dein Vater glücklich darüber, oder würde es ihm besser gehen, wenn das Auto auf den Schrottplatz landen dürfte.

    In einer Woche war das Auto weg. Sie denkt zwar nach wie vor an ihren Vater, doch nicht mehr zwangsweise.
    Und immer erinnert sie sich an die schönen Stunden, die sie mit ihm erleben durfte.

    Ich wünsche Dir eine ruhige Zeit und viel Kraft.
    Wenn es Dir einmal nicht so gut geht, und das Herz fest schmerzt, dann melde Dich im Forum.
    Es ist ganz sicher immer jemand von uns für Dich da.

    Ich Dich

  4. #4
    Fragend Avatar von Weiße Taube
    Registriert seit
    19.06.2008
    Ort
    im Süden Österreich
    Beiträge
    197

    Standard


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    Hallo Ihrl Lieben!

    Danke für die lieben Antworten. Heute ist der zweite Tag und ich beginne schön langsam zu spüren was los ist. Ich habe gestern den ganzen tag nach einer schönen erinnerung gesucht und auch eine gefunden und an die klammere ich mich, doch es kommen immer wieder die Bilder wo sie nur da liegt und ein paar wenige sätze rauszwingt. Das mit der trauer zu lassen ist schwer aber es kommt von sebst. Ich gönn es ihr und ich weis das es ihr jetzt besser geht aber es ist so unbegreifbar einen Menschen nicht mehr zu sehen.Ich fürchte mich nach wie vor vor der messe und der verabschiedung. Ich weis einfach nicht wie ich mit meinen gefühlen umgehen soll. Ich verdräng es zeitweise aber das macht es nur noch schlimmer.Ich fühl mich irgendwie hilflos wenn ich meine Gefühleicon zulasse.

    lg Nora

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