Atlantis (11.01.2012),Christina Wuga (10.01.2012)
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hallo ihr alle !
seit längerer zeit beschäftigt mich die frage, wie ich AUTHENTIZITÄT von EGOISMUS unterscheiden kann.
gibt es da überhaupt eine unterscheidung? wo ist der unterschied? wie kann ich das auseinanderhalten? wie grenzt sich das eine vom anderen ab?
mich würden viele einzelne meinungen interessieren.
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georgy
Geändert von georgy (10.01.2012 um 11:09 Uhr)
Atlantis (11.01.2012),Christina Wuga (10.01.2012)
Matthias A. Exl, MBA
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Atlantis (11.01.2012),Christina Wuga (10.01.2012),Elisabeth3 (10.01.2012),georgy (11.01.2012),Lichtblicke (10.01.2012)
Lieber Georgy , lieber Matthias,
anders herum, ein authentischer Mensch muss nicht gleich egoistisch sein.
Was authentisch und was egoistisch ist bzw. was empfunden wird, sehe ich als höchst subjektiv.
Liebe Grüße, Carolin
Lieber Georgy,
für mich bedeutet authentisch zu sein, eine Übereinstimmung von Innen und Außen - also dem inneren Befinden und der Handlungen im Außen. Nun gibt es aber verschiedene Ebenen, Stufen, Bewusstseinsgrade des Inneren. Das kennen wir, denn unser Bewusstsein ist nicht das gleiche wie vor 5 Jahren. Demnach befindet sich unser Inneres in einem stetigen Veränderungs-, Erweiterungsprozess (mal mehr mal weniger). Und somit verändert sich auch irgendwie die Ebene der Authentizität.
Ein Beispiel: XY ist fürchterlich wütend und lässt diese Wut auf andere Menschen aus und verletzt sie dadurch. Nun, das ist authentisch - zwar eine sehr grobe Authentizität - aber es wurde nichts "versteckt". Aufgrund von Erfahrungen und Leid erkennt XY, dass hinter der Wut eine große Traurigkeit steckt. Die Wut wird weniger bis sie ganz verschwindet und XY lässt die Traurigkeit zu / versteckt sie nicht und darf dann weiter erkennen woher diese Traurigkeit kommt, etc. In diesem ganzen Prozess ist YX immer authentisch, jedoch mit immer einem anderen Bewusstseinsgrad.
Nun sind Wut und Traurigkeit Gefühledie aus dem ICH entstehen und daher Aspekte des Egos und nicht des Selbst - trotzdem können diese Gefühle sehr wohl authentisch sein, nämlich dann, wenn sie nicht versteckt werden oder man sich verstellt.
Authentizität schließt Egoismus nicht aus und umgekehrt. D.h. man kann authentisch egoistisch seinDoch am Weg der Bewusstwerdung seiner Selbst, verändert sich auch die Ebene der Authentizität. Und ich glaube die höchste Authentizität ist wohl die, wenn das Licht des SELBST voll und ganz strahlen kann, ohne durch Filter getrübt zu werden. Und diese göttliche Authentizität hat dann nichts mehr mit dem Ego
zu tun. So könnte man vielleicht auch unterscheiden zwischen menschlicher und göttlicher Authentizität.
Hmm... man sagt ja, dass authentische Menschen sich nicht verstellen und sich so zeigen wie sie sind. Doch nun stellt sich natürlich die Frage - Wer sind sie? Wer bin ich? Und ich glaube, so lange wir diese Frage nicht wirklich für uns beantworten können, sind wir nicht wirklich authentisch, da wir uns entgegen unserem WAHREM Inneren verhalten. Man könnte vielleicht auch sagen wir sind uns DESSEN nicht bewusst und daher lediglich "unbewusst authentisch". Und erst bei vollkommener Bewusstwerdung unserem göttlichen SEINS kann die göttliche Authenzität erstrahlen.
Tja, das waren so mal meine Gedanken dazu. Georgy, ich danke dir, dass du diese Frage gestellt hast. Es war schön darüber schreiben zu dürfen. Ich freue mich schon auf andere Meinungen und Gedanken...
Alles Liebe dir,
Christina
Atlantis (11.01.2012),Elisabeth3 (10.01.2012),georgy (10.01.2012),Lichtblicke (10.01.2012),Matthias A. Exl (10.01.2012),Renate (10.01.2012),Sabine I. Exl (10.01.2012)
Hallo an alle,
das habe ich einmal geschrieben. Ist eigentlich das gleiche was Christina geschrieben hat.
Authentisch zu sein ist, immer das zu sein, was du gerade bist.
Dann musst du dich nicht mehr verteidigen, dann stehst du zu dem was du jetzt gerade bist. Authentizität erfordert Mut zur eigenen Größe.
Sprich das aus, was du mit dir selbst vereinbaren kannst, handle nach deinem innerlichen klaren Gefühl, handle nur dann, wenn du es vor dir selbst verantworten kannst. Wenn du es vor dir selbst nicht verantworten kannst, lasse es lieber bleiben. Deine Schwächen zuzugeben und Authentisch zu sich zu stehen ist in Wahrheit die Größe in dir. Du kannst alles sein, du kannst wütend sein, schwächen haben, und und und, deinen KRAFT authentisch dahinter zu stehen und JA dazu zu sagen: „Ja so bin ich," ist in Wahrheit deine wahre Stärke.
SO kann dich kein Mensch klein machen. Den du lässt es nicht zu, du gibt diesen Menschen keine Nahrung und keinen Boden. Wo du klar und aufrecht stehst, kann dir die Machtlosigkeit eines andere nicht bei dir Fuss fassen, denn nur Menschen die ihre eigene Macht über sich selbst nicht kennen, müssen über andere Macht ausüben und sie klein machen und klein halten. Also, es liegt in deiner Verantwortung, ob du die Machtlosigkeit eines anderen über dich lässt. Den nur die machlosen, müssen macht über andere ausüben. Ein authentischer Mensch übt über sich selbst Macht aus und das in einem gesunden Rahmen. Wahre Macht genügt sich immer nur sich selbst. Wahre Macht, ist authentisch und gerade. Sie lässt sich nicht verbiegen oder klein machen. Deswegen ist authentisch sein machtvoll sein. Aber nie über andere, sondern nur über sich selbst.
Es geht nicht darum, besonders erleuchtet zu sein und ohne Fehlerzu sein um nicht mehr verletzt zu werden. Es geht mehr darum, zu sich selbst zu stehen, so wie man gerade ist. Und ja zu sich selbst zu sagen, so wie man gerade ist. nichts ablehnen, aber auch nicht sein WOLLEN.
Wir sind sowieso alle machtvolle Lichtwesen. Wir dürfen uns daran erinnern. Und dann hat alles wollen, erreichen und suchen ein Ende. Dann sind wir einfach die, die wir sind. Mehr braucht es nicht. In der Kürze und in der Einfachheit liegt die Würze.
Liebe Grüße, Carolin
georgy (10.01.2012)
Liebe Christina !
DU hast es wirklich auf den Punkt gebracht!
Beim lesen deiner Zeilen hatte ich echt das Gefühl, dass du wahrlich vom Herzen geschrieben hast und der Verstand da ebenfalls mitgearbeitet hat. Und keiner von Beiden war dabei dominant.
Ich find das ECHT SUPER.
So klar und auf alle Möglichkeiten (Bewusstseinsebenen) und auch den Zeitfaktor (jeweiliges Jetzt) einzugehen, das ist einfach toll, grossartig.
Nochmals vielen Dank!
liebe grüsse
georgy
Christina Wuga (10.01.2012)
georgy (10.01.2012)
liebe Carolin !
, du hast es ebenso wie Christina sehr klar ausgedrückt!
SUPER!
alles Liebe
georgy
Lieber Georgy,
ich kann nicht umhin, zu empfinden, dass du in Bezug auf deine Ausgangsfrage ETWAS GANZ BESTIMMTES im Sinn hattest, praktisch einen ganz bestimmten Konflikt mit der Frage hast und nicht einfach so querbeet Meinungen sammeln wolltest. Sag mir, wenn ich mich täusche.
Es fühlt sich an, als hättest du dich hinter dieser Aussage...
"versteckt" und es so formuliert, um nicht damit herausrücken zu müssen, was dich diesbezüglich WIRKLICH beschäftigt. Nun ist das natürlich legitim, das darfst du handhaben wie du möchtest. Nur wenn es so wäre, dann würden dir diese Allgemeinplätze nicht wirklich dienen. Außer du hofftest, jemand würde trotzdem genau das ansprechen, worum es dir ging, ohne dass du es aussprechen musst.
Nachdem ich alle Antworten zum Thema gelesen habe, half es mir wahrzunehmen, was (aus meiner Perspektive) noch fehlt und vielleicht genau den Punkt treffen könnte, den du nicht offen ansprechen wolltest. Deine Schelte über mich, wenn ich mich vergaloppiere.
Wenn ich authentisch bleiben möchte und es betrifft gerade Gefühle, mit deren tätlichem Ausdruck ich anderen Schaden zufügen und sie verletzen könnte, z.B. Wut, Zorn, Weißglut, Jähzorn, Blackout-Gefühl etc., dann ist mir persönlich immer wichtig, dass ich diese Gefühle zwar wahrnehmen darf, es aber zur Authentizität nicht brauche, sie in Tat ausufern zu lassen. Was ich dann aber brauche ist, sie an- und auszusprechen, z.B. "ich kann jetzt nicht mit dir sprechen, weil ich entsetzlich wütend bin, gib mir etwas Zeit zum Runterkommen".
Oder... Anderes Beispiel. Sagen wir, ich habe partout keine Lust, mich auf Sexmit meinem Mann einzulassen, aus welchen Gründen auch immer. Er nähert sich an, er lässt mich spüren, dass er mich begehrt, er streichelt mich, was auch immer... und das immer wieder, vorsichtig aber doch. Nach längerer Zeit oder sogar Jahren (das dürfte nicht so selten sein, das gibts, ich nehme mich da nicht aus, ich hatte über lange Strecken Probleme damit) mag seine Geduld in Verzweiflung umschlagen, verständlicherweise. Wenn ich mich nun einfach auf den Standpunkt stelle: "Ich bin authentisch, mir ist einfach nicht danach", bin ich zwar ehrlich, aber vielleicht auch ein verdammter Egoist im eigentlichen Sinne dieses Wortes. Dann braucht es sehr viel Offenheit und Bereitschaft von beiden Seiten, um einerseits authentisch zu bleiben, andererseits nicht egoistisch über den anderen drüber zu latschen und außerdem, um einen Weg zu einem Miteinander zu finden, der für beide erfüllend ist und auf Dauer zumutbar ist.
Puh, das meine bescheidene Meinung und die spontan aufgetretenen Assoziationen zu diesem Thread.
Alles Liebe
Marion
ananda (11.01.2012),Andrea10 (11.01.2012),Atlantis (11.01.2012),Christina Wuga (10.01.2012),Elisabeth3 (11.01.2012),georgy (11.01.2012),Lichtblicke (10.01.2012),Matthias A. Exl (10.01.2012),Sabine I. Exl (10.01.2012)
liebe Marion,
einmal mehr schreibst du mir aus der Seele, stellst Antworten auf Fragen in den Raum, die mich gerade beschäftigen. ich danke dir so sehr.
es ist in einer Beziehung so wichtig, sich ehrlich auszudrücken, auch nicht zu verdrängen oder zu unterdrücken - erst dann können bei beiden Beteiligten Schatten, alte Verletzungen hervor kommen und wahrgenommen werden. jeder bleibt bei sich und drückt sich so ehrlich als nur irgend möglich aus - dann kann Heilung geschehen. und das ist dann wie Magie...
Andrea10 (11.01.2012),Marion Frey (10.01.2012)
Lichtblicke (11.01.2012)
Liebe Marion,
ich danke dir von Herzen für diese Zeilen, die für mich ein Schlüssel sind!
Auch wenn dein Beispiel nun ein beliebiges sein mag, ist es einerseits eine Situation, die ganz sicher viele hier kennen (wenn ich nun die Frauen hier fragen würde - oh, da würden sicherlich viele Hände hochgehen), und anderseits zeigt es eines ganz wunderbar auf:
Es gibt eine Situation wie die von dir beschriebene, in der die Frau grad keine Lust hat und dies auch kundtut, sich nicht verstellt oder verleugnet. Nun ist es gerade bei der "Lustthematik" ja so, dass Frauen nicht so triebstark sind wie Männer. Das hat alles seine biologischen Gründe (nicht nur) und ist in Ordnung. In jeder Beziehung führt dies mal zu Spannungen und es darf sich zeigen, wie beide fähig und bereit dazu sind an dieser Geschichte zu wachsen und sie für beide im GUten zu lösen.
Wenn die Frau nun das erste Mal zu sich steht (und dieses "Problem" haben meist Frauen, die bereits länger nicht wirklich zu sich stehen, und da meine ich jetzt nicht nur die Sexualität) und merkt, dass sie das auch kann, dass sich das gut anfühlt und dass es auch gar nicht zu so schlimmen Konflikten führt wie erst gedacht - dann hat sie den Mut dies wieder zu tun. Und wieder zu tun. Und wieder zu tun. Und wieder zu tun. Und nun hakt sich das Ego
ein, krallt sich diese Art der Selbst-bestimmung und Selbstachtung. Es kann damit zu einem "Muster" werden, das ich nicht mehr hergeben mag. Es geht mir ja jetzt so gut damit, warum sollte ich etwas ändern? Und wenn der Partner ein Problem hat, ja, dann hat eindeutig ER ein Problem und ER muss sich dann selbst drum kümmern. So hab ich dann den Ball ganz locker von mir zu ihm geschupft.... Diesen Punkt zu erkennen, wann ein Akt der Authentizität zum Akt des Egoismus wird, ist schwer und man wird ihn höchstwahrscheinlich erst ein paar "Punkte" danach erkennen, ähem.... . Aber Hauptsache, man erkennt ihn irgendwann - das ist die erste Möglichkeit zur Veränderung, die wieder beiden dient!
Liebe Marion, hab Dank für deinen Input, alles Liebe, Sabine![]()
Sabine I. Exl
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liebe Sabine,
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du bringst es für mich total auf den Punkt - ganz genau so kann es gehen. ich kenne das sooo gut.
ich war sooo froh, als ich es halbwegs gelernt hatte, zu meinen Bedürfnissen zu stehen, dass ich beim gleichen Thema komplett auf die andere Seite auspendelte und den Weg zurück in die Mitte oft erst wieder suchen muss. das ist dann vermutlich auch der Zeitpunkt, wo jeder in seine eigene Ecke gehen darf, um seine Zwillingseigenschaftengenauer zu betrachten und den inneren gedanklichen und gefühlten Aufruhr in eine Ausgewogenheit zu bringen. es bleibt das gleiche Thema - nur dieses Mal eben aus einer anderen Ecke.
lieber Georg,
ich hoffe wir trampeln hier nicht zu sehr in deinem thread, in deiner Frage rum - und du wolltest ganz was anderes wissen?
Andrea10 (11.01.2012),Marion Frey (11.01.2012)
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