oh ja, das ist eine ganz wundervolle Entwicklung, die sich da auftut.
grad komme ich aus dem Gemeinschaftsgarten in St. Veit. gestern und heute stellten sich FreundInnen unentgeltlich zur Verfügung, um abzubauen, auszugraben, einzupflanzen. wir hatten heuer das große Glück, eine Gemeinde (Kommune) davon zu überzeugen, dass es Sinn macht, Grund und Boden zur Verfügung zu stellen. mit unserer Arbeit, zu unseren Regeln und Regeln mit der Gemeinde (ja, die sind wichtig und wertvoll)
dienen
wir diesem Stück Natur, uns und anderen, die sich inspiriert fühlen und dieser Idee vielleicht woanders Gestalt verleihen werden. die Themen sind so vielfältig, dass ich sie hier gar nicht vollständig aufzählen könnte.
ja, bei einer solchen Arbeit zeigt es sich, wo und wie sich menschliches
Ego
zeigt. die Situationen sind mannigfaltig und nicht wegzudiskutieren, sondern zu lösen - ohne Ausrede, direkt, klar und tätig. wahrscheinlich zieht es mich deshalb auch so sehr in solche Projekte, ich kann hier wirklich üben und lernen.
Elisabeth
p.s. noch ein Nachtrag: mir ist in diesen Tagen sehr bewusst, dass dieser Planet, der uns unsere Lebensgrundlage gibt und schafft, eine geliehene Sache ist. hier gehört uns absolut nichts, kein Menschengesetz ändert das. aber - großes ABER - wir haben die Möglichkeit, jedes Fleckchen Land, das wir bearbeiten, das wir nutzen dürfen, wertvoller, schöner, wertgeschätzter und geliebter jenen zu übergeben, die nach uns kommen und hier leben werden. mit wertvoll und schön meine ich, dass beispielsweise jener Garten, den ich vor drei Jahren mit Bauschutt unter ganz wenig Industrieerde, gedüngt mit einer Menge Unkrautvernichtungsmittel übernommen habe, nun voll ist mit vor Kraft strotzenden Regenwürmern und anderen Gartenhelfern, dass sich die Humusschicht ver-x-facht hat. ich schreibe hier möglicherweise resonant, weil diese Schönheit nur von mir und wenigen Freunden gesehen wird. ich habe in diesen drei Jahren sehr viel gelernt über die Grundlagen der Gartenarbeit. auch über
Fehler
, die ich gemacht habe - ich habe sooo viel daraus gelernt, die Natur reagiert sofort. dieses Wissen und die gemachten Erfahrungen fließen nun in weitere Erdflecken ein, die mir anvertraut werden. und ich freue mich darauf, diese Erfahrungen der Permakultur in optisch auch für andere ansprechendere Formen einfließen zu lassen. ich liebe Wildnis und Wildwuchs. und ich stelle fest, dass sie auch Angst machen kann. ich bin sicher, ich finde jene Fleckchen, wo diese Stückchen "Feengarten" ebenso wuchern können wie anspruchsvolle und schön gestaltete Rosen- oder Schnittblumenbeete, die ich ebenfalls sehr liebe. sorry, wenn ich offtopic geworden bin - das wollte noch geteilt werden...
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