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Techniken für den Umgang mit Schmerzen
Nimm den Schmerz so an, wie er ist
Versuche das Wort "Sosein" zu verstehen, ein Wort, das vion Buddha sehr häufig gebraucht wurde. Die ganze buddhistische Meditationbesteht darin, diesem Wort Leben zu geben, mit diesem Wort zu leben, mit solcher Tiefe, dass das Wort verschwindet und du einfach "so bist".
Du bist zum Beispiel krank. Mit der Einstellung von "Sosein" akzeptierst du es und sagst dir:" So ist es mit dem Körper", oder "So ist es nunmal". Beginne nicht zu kämpfen, wehre dich nicht dagegen.
Sobald du es akzeptierst, dich nicht beklagst und dich nicht dagegen wehrst, wird deine Energie innerlich zu einer Einheit. Eine Kluft ist überbrückt. Und dadurch, dass kein Konflikt da ist, wird viel Energie freigesetzt.
Diese Freisetzung von Energie wird selbst zur heilenden Kraft.
Etwas ist nicht in Ordnung mit deinem Körper. Entspanne dich und akzeptiere es. Sage einfach zu dir selbst, nicht nur mit Worten, sondern spüre es ganz tief in dir, dass so die Naturder Dinge ist. Ein Körper ist aus so vielen verschiedenen Komponenten zusammengesetzt. Der Körper wird geboren und von da an ist er anfällig für den Tod. Er ist ein sehr komplizierter Mechanismus, also besteht jede Möglichkeit, dass das eine oder andere einmal aussetzt.
Akzeptiere es udn sei nicht damit identifiziert. Wenn man etwas akzeptiert, steht man darüber, bleibt jenseits davon. Wenn man gegen etwas ankömpft, begibt man sich auf dieselbe Ebene. Akzeptieren bedeuted Transzendenz. Wenn du akzeptierst. ist es, als stündest du auf einem Berg, während dein Körper zurückbleibt.
Du sagst:" Ja, so ist die Natur. Dinge, die geboren werden, müssen auch sterben; und wenn das was geboren wird, sterben muss, wird es manchmal auch krank. Nichts, worüber man sich zu viele Sorgen machen muss."
Als ob es nicht dir passiert, sondern einfach in der Welt der Dinge geschieht.
Das ist das Schöne daran, wenn du dich nicht wehrst: Du tranzendierst es. Du bist nicht merh auf derselben Ebene. Diese Tranzsendenz wird zur heilenden Kraft. Plötzlich beginnt der Körper sich zu verändern.
Die Welt der Dinge ist immer im Fluss, in ihr gibt es nichts, was von Dauer ist. Erwarte es nicht! Wenn du in einer Welt, in der alles vergänglich ist, erwartest, dass etwas dauerhaft sein soll, erschaffst du deine eigenen Sorgen.
Nichts auf dieser Welt kann ewig sein, alles was zu dieser welt gehört ist vergänglich. das ist die Natur der Dinge "Sosein".
Wenn du nur wiederwillig akzeptierst, wirst du imemr Schmerzen haben und leiden. Wenn du es ohne Klagen akzeptierst, nicht hilflos, sondern verständnisvoll, dann wird es "Sosein". Dann machst du dir keine Sorgen mehr, dann hast du kein Problem. das Problem hattest du nicht wegen der Tatsache selbst, sondern weil du sie nicht so akzeptieren konntest, wie sie nunmal ist. Du wolltest dass sie sich nach dir richtet.
Vergiss nicht: Das Leben wird dir nicht folgen, sondern du musst dem Leben folgen. Widerwillig oder glücklich - du hast die Wahl.
Geh in den Schmerz hinein
Wenn du das nächste mal Kopfschmerzen hast, probiere eine kleine Technik aus, nur als Experiment. Dann kannst du es auch bei einer schwereren erkrankung und schlimmeren Symptomen so machen.
Setz dich still hin und beobachte den Schmerz, schau in den Schmerz hinein, und zwar nicht so, als würdest du einen Feind ansehen, nein. Wenn du ihn als Feind betrachtest, bist du nicht in der Lage richtig hinzuschauen, sondern vermeidest ihn. Niemand schaut einen Feind direkt an. Man vermeidet es, neigt dazu nicht hinzuschauen. schau ihn wie deinen Freund an. Er ist dein Freund, er will dir einen Diensterweisen.
Er sagt:" Es stimmt etwas nicht, bitte schau hin."
setz dich also still hin und schau den Kopfschmerz an, ohne einen Gedanken, etwas dagegen zu tun, ohne den Wunsch, dass er verschwinden soll, ohne Konflikt, ohne Kampf. Schau einfach genau hin, was es ist.
Pass genau auf: wenn eine innere Botschaft da ist, kann der Kopfschmerz sie dir geben. Er hat eine verschlüsselte Botschaft. Und wnen du still hinschaust, wirst du erstaunt sein. Wenn du still hinschaust, werden drei Dinge geschehen.
Erstens: Je intensiver du hinschaust, desto stärker wird er. Dann wirst du dich ein bischen wundern:" Wie soll das helfen, wenn es noch schlimmer wird?" Es wird schlimmer, weil du ihn vermieden hast. Du hattest ihn bereits verdrängt, sogar ohne Aspirin hast du ihn unterdrückt. Wenn du hinschaust, verschwindet die Verdrängung. Der Kopfschmerz kommt zu seiner natürlichen Stärke. Dann hörst du ihn mit unverstopftem Gehör, ohne Watte in den Ohren. Er wird richtig heftig.
Das zweite wird sein, dass du ihn genauer lokalisieren kannst, er breitet sich nicht mehr über einen größeren Bereich aus.
Zuerst dachtest du:" Mir tut mein ganzer Kopf weh." Jetzt siehst du, dass es nicht der ganze Kopf ist, sondern nur eien kleien Stelle. Das ist auch ein Zeichen, dass du tiefer hineinschaust. Das Gefühl, dass der Schmerz überall ist, ist ein Trick. Damit vermeidet man ihn. Wenn er an einem Punkt ist, wird er stärker, deshalb schaffst du die Illusion, dass es der ganze Kopf ist. Überd en ganzen Kopf ausgebreitet ist er nicht so intensiv wie an einem Punkt. das sind die Tricks, mit denen wir uns selber etwas vormachen.
Schau genau hin und bemerke nun, dass er räumlich imemr kleiner wird. Dann kommt ein Moment, wo er genau wie eien Nadelspitze ist - sehr stechend, ungeheur stark und schmerzhaft. Vielleicht hast du noch nie so einen Schmerz im Kopf gehabt, aber er ist ganz auf einen winzigen Punkt beschränkt. Schau ihn weiter an.
Dann geschieht das Dritte und Wichtigste: Wenn du weiter dorthin schaust, wo er sehr stark, begrenzt auf einen Punkt konzentriert ist, wirst du mehrmals feststellen, dass er verschwindet. Wenn du vollkommen aufmerksam hinschaust, geht er weg. Und sobald er verschwindet, bekommst du eien Ahnung, woher er gekommen ist, was die Ursache dafür ist. Wenn die wirkung verschwindet, wirst du die Ursache erkennen.
Das wird mehrmals geschehen: Wieder ist er da. Dein Blick ist nicht mehr so wach, so konzentriert, so aufmerksam, dann kommt er zurück. Jedes mal wenn dein Blick wirklich ganz da ist, wird er verschwinden. Und wnen er verschwindet, zeigt sich dahinter die Ursache. Du wirst erstaunt sein, dass dein verstand nun bereit ist, zu enthüllen was die ursache ist.
Werde zum Schmerz
Leiden heisst Widerstand. Man wehrt sich gegen etwas. Nur dann leidet man. Probiere es aus. Du hast Schmerzen im Bein oder Kopfweh. Vielleicht hast du den Mechanismus noch nicht beobachtet, dass wenn du Kopfweh hast, ständig dagegen ankämpfst und dich wehrst. Du willst es nicht. Du bist dagegen, du bist gespalten.: Du stehst irgendwo in deinem Kopf und da ist das Kopfweh. Du und das Kopfweh sind getrennt und du möchtest unbedingt, dass es nicht da ist. Das ist das eigentliche Problem.
Versuche einmal nicht zu kämpfen. Fließe mit dem Kopfweh udn werde zum Kopfweh. Sage dir:" Das ist jetzt so. So fühlt sich mein Kopf im Moment und es ist jetzt nichts anderes möglich. Vielleicht ist es in der Zukunft irgendwann vorbei, aber im Moment ist es da." lass es geschehen und werde eins damit. Stelle dich nicht getrennt davon hin, sondenr fließe hinein. Dann wird plötzlich eine neue Art von Glücksgefühl in dir aufwallen, wie du es bisher noch nicht kanntest.
Wenn niemand da ist, der Widerstand leistet, tut sogar das kopfweh nicht merh weh. Der Kampf verursacht den Schmerz. Schmerz bedeuted immer Kampf gegen den Schmerz - das ist der eigentliche Schmerz.
Probieres es aus, wenn du Kopfweh hast, probiere es aus, wenn dein Körper krank ist oder wenn du irgendwo schmerzen hast. Fließe einfach mit dem Schmerz. Dann wirst du einmal, wenn du es zulassen kannst, einem der tiefsten Geheimnisse des Lebens begegnen: das Schmerz verschwindet, wenn du damit fließt. Und wenn du total fließen kannst, wird Schmerz zum Glücksgefühl.
(Zitat - Osho / "Vom Serben und vom Leben")
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