
das Träumen ging heiter weiter - heute Morgen kam eine mögliche Auflösung direkt nach dem Erwachen. möglicherweise lieferte mir Phyllis mit ihrem Buch, das ich noch immer lese, den einen oder anderen unbewussten Schlüssel - liebe Sabine, ich bin noch gar nicht im Traumkapitel angekommen

...
heute Morgen erwachte ich, als mir in eine Gruppe weißgekleideter Mönche (Himmel, war die Situation feierlich) Regeln für mein Mittun im Zuschauerraum ansagten, ich konnte nicht mal die erste Regel der ganzen Litanei an Regeln wiedergeben. und wieder dieses
Gefühl
- ich sollte sie mir merken, weiß aber schon, dass das nicht sein muss, ich komm auch durch diesen Traum, wenn ich sie mir nicht merke, dieses Gefühl des Merkenmüssens loslasse.
und endlich!!! - ich erinnerte mich heute Morgen plötzlich an unzählige Situationen mit meinem Vater und meiner Mutter (in diesem Leben) beim Karten spielen. und fast jeden Abend gabs "Lernspiele" mit dem Ziel, das Gedächtnis zu "trainieren". ich konnte mir - natürlich im Gegensatz zu meiner Schwester, dem Mathematik-Genie

, typische Geschwistergeschichte - die Regeln für diese Spiele nie merken. das war gekoppelt an die
Angst
, nicht geliebt zu werden (sprich Aufmerksamkeit, Wertschätzung, all das). wir bekamen beim Spielen mit den
Eltern
nämlich ein wenig ihrer sparsamen Aufmerksamkeit.
weil ich mir die Regeln nie merken konnte, schlug die Aufmerksamkeit bei mir in Aufmerksamkeit in Form von Spott und Herabwertung um. meine Schwester glänzte. erst jetzt verstehe ich auch meine Panik mit den mathematischen Aufgaben in der Schule - das gleiche Muster!!! die gleiche Panik statt logischem, einfachem Denken!!!
diese Träume verfolgten mich nun einige Jahre, immer wieder, in immer anderem Gewand. ich fuhr durch dunkle morastige Sümpfe, war in höchst alltäglichen Träumen damit konfrontiert. heute Nacht war ich zum ersten Mal in irgendeinem Heiligen Raum, alles war weiß, da waren Mönche, es sollte ein Oratorium

(ich glaub das Wort war wieder mal nur jenes, um mir den Traum dahinter zu merken) gegeben werden, es war ein Tempel oder ein Kloster, alle und alles in Weiß, nur die Gesichter der Menschen leuchteten in Hautfarbe - oh Danke, Danke, Danke! ich fühl mich sooo erleichtert! (ob das wohl ein wenig mit dem beeindruckenden Nespresso-Filmchen zu tun hat

?)
ich hab seit zwei Wochen ganz stark das Gefühl, ich muss in meinem Leben überhaupt nix mehr verstehen, was passiert - ich soll jede Situation einfach durchleben, fühlen, annehmen - und dann integrieren. weil ich geliebt bin. ich muss diese Liebe nicht mehr im Außen suchen. ich fühle sie in mir. und ich meine das passt ganz wunderbar zu diesem Traum.
"alles was ich loslasse kommt zum erleichterten Herzen zurück" - oh, heute fühle ich das
dankbar

Liza
Lesezeichen