
Liebe Safira,
auch ich danke dir von Herzen für diese Geschichte mit Lilly.
Ich habe mein ganzes Leben mit Tieren zusammen gelebt, großen wie kleinen und auch ich kann deinen Schmerz so gut verstehen.
Was Lisa schrieb, erscheint mir so herzlich und wahr, daß es kaum noch etwas hinzuzufügen gibt.
Ich sehe es auch so, daß wenn es hätte sollen sein, du an besagtem Tag nicht unterwegs gewesen wärst.
Auch wäre Lilly nicht angefahren wurden, wenn es nicht hätte sollen sein.
Dinge geschehen nie einfach nur so, aber so manches Mal verstehen wir den Grund nicht, oder erst später.
Vielleicht ist aber auch das gerad eine wunderbare Übung. Müssen wir immer alles verstehen?
Ich habe oft und lange mit Schlägen in meinem Leben gehardert, habe an Gott gezweifelt und seine Liebe in Frage gestellt. Ich wußte es einfach nicht besser.
Auch heute hardert mein
Ego
mitunter , dann weine ich, bin traurig oder gar wütend, aber immer häufiger fällt mir dann wieder ein, daß alles so richtig ist, wie es ist.
Das macht es mir sehr angenehm und leicht. Ich konzentriere mich nicht mehr auf den z.B. scheinbaren Verlust, sondern richte meinen Fokus auf all das Wunderbare , was war und auch weiter ist.
Es ist nicht so, daß ich den Schmerz nicht spüre, ich dränge ihn auch keineswegs weg, sondern achte und schätze ihn , aber ich nähre ihn auch nicht, indem ich mich in Traurigkeit und Kummer stürze .
Ich schicke dir von Herzen eine ganz liebe Umarmung,
mitfühlende Grüße aus Köln,
Biggi
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