In Sachen I C H
von am 10.02.2012 um 08:15 (1655 Hits)
Mein herzliches Grüß Gott!
Wenn ich Antworten von mir lese, merke ich immer wieder, das das Wörtchen "I C H" am Anfang steht. Bei den Rosenkreuzern sieht man so etwas nicht gerne, die schreiben ihre Texte zum Beispiel auch nur unter Synonymen, oder mit S.P. oder so. Für mich war das Wort I C H immer der göttliche Anteil in mir, denn es hiess ja, das Gott in jedem von uns seinen Platz hat, und das war für mich das I C H. Gleichwohl hört sich bei dem Wort I C H, das so individuell an. Wenn ich I C H sage, dann sollte auch ich wirklich präsent sein, dann sollte ich auch dafür stehen.
Das Wort I C H hat drei Buchstaben. Das I am Anfang, weisst auf einen Zustand hin, den ich sehr gerne als Werkseinstellung bezeichne. Es ist eine weisse Schneefläche. Manchmal blicke ich da ganz verzweifelt drüber, weil ich für mich das Gefühl habe, es geht überhaupt nicht voran. Dieses Gefühl habe ich solange, bis ich mich erinnere, was sich unter dieser Schneefläche alles tut. Die Blümelein bereiten sich auf den Durchbruch durch diese Fläche vor, das kann in jeder Sekunde passieren. Doch diese weisse Fläche kann noch mehr. Sie beruhigt meinen Verstand in dem ich meine Aufmerksamkeit auf nichts konzentriere. Die Germanen sprechen vom Nichts als den Ort, von dem Alles kommt, also Nichts ist Alles. Wenn ich in dieser I - Stellung verweile, merke ich, wie sich mein Atem ändert, wie ich mehr ins Zentrum rücke, und dies, das ist mir immer sehr wichtig, weil ich auch gerade meine Ränder zu meinem Zentrum mache. Ungelebte Ränder führen bei mir immer zu einer Radikalisierung, aber ich bin nun im I.
Und plötzlich schiesst ein Gedanke durch mein System. Irgendetwas entfacht das Feuer der Begeisterung. Das ist die Qualität des Cs, dem göttlichen Feuer. Habe ich nun endlich die Lösung gesehen, merke ich, das ich wirklich lebe, sehe ich, wie sich das erste Blümelein durch die Schneedecke drängt. Der Anlass ist immer anders, aber die Intensität dieser Freude ist unfassbar. Innerhalb von Sekundenbruchteilen bin ich im Licht, bin ich Licht, geht Licht von mir aus. Dann sehe ich es, den Kern meines Ichs.
Es liegt in dem H verborgen, der Versöhnung der weiblichen mit der männlichen Seite, die Versöhnung des dualen Systems, der Grund, warum ich gerade jetzt, mit meinen Mitteln genau das tue, was ich tue. Je mehr ich mir darüber klar werde, wer ich wirklich bin, desto mehr besteht die Gefahr, das ich ein Gegen-Ich übersehe. Für mich sind es unachtsame Gedanken, die in Gedankenfetzen, "ich kann das nicht", "das bin ich nicht" usw. in eine Schublade des Nicht Ichs wandern.
Wenn ich mir das Wort nICHt ansehe, ist auch hier wieder der Kern das ICH. Nur, hat dieses ICH einen Rahmen bekommen, eine Begleitung. Da habe ich zum einen den Buchstaben N. Dieser Buchstabe wird sehr gerne als Stress - Buchstabe beschrieben, wenn er bei Orakeln auftaucht, runzelt der Halb - Wissende die Stirn, jetzt rumpelt es wieder. Im Prinzip ist es ganz einfach:
Immer wenn ich ein Problem hatte, hat mir meine Mutter geholfen.
Immer wenn ich ein Problem hatte, war meine Mutter in der Nähe.
Immer wenn ich meine Mutter in meiner Nähe wahrgenommen habe, hatte ich ein Problem.
Meine Mutter ist mein Problem.
Das N ist mein Werkzeug für ein Thema, was gelöst werden möchte. Wie in dem kleinen Konstrukt wird es plötzlich zu dem Problem selbst, nur, da bin ich als MeisterIn meines Lebens aufgerufen, die energetischen Vollmachten zu überprüfen, meine Sicht der Dinge zu modifizieren, etwas, was immer wieder im Gehängten (Tarot XII) beschrieben ist, die Sicht aus allen möglichen Blickwinkeln.
Doch bei diesem nichT gibt es auch noch ein T, und dieser Buchstabe, ist der Buchstabe des spirituellen Kriegers. Er wird als Buchstabe der männlichen Seite beschrieben. Im Deutschen hat das T aber die Form des Kreuzes, der Form also, wenn Jesus wirklich am Kreuz angekommen ist, wäre er an diesem T angekommen, nicht an der Form, wie sie in Kirchen oder Kettchen die um den Hals hängen, damit sie wie eine Schwertspitze auf das Herzchakra zeigen, zu besichtigen sind. Das T fordert mich auf, den Mut zur Übernahme der eigenen Verantwortung im eigenen Handeln zu finden, und zu leben. Genau dies ist der Unterschied zwischen einem Soldaten und einem Krieger.
Noch einmal kurz zu dem I C H zurück. Ich sprach davon, das es für mich ein Problem ist, je mehr Energie ich bei dem I C H habe, desto mehr besteht die Gefahr einer überfüllten Schublade an anderer Stelle. Als Lösung wird dann sehr oft der Rahmen erweitert, das Stephan-Ich in einem grösseren Kontext stellen. Irgendwann wird auch dieser Rahmen überfüllt, und ich muss mich wieder erweitern, da ich an meine Grenzen stosse. Dies mache ich, wahrscheinlich mein ganzes Leben, aber ich habe für mich festgestellt, das ich darauf keine wirkliche Lust habe.
Die Lösung muss woanders sein und ich bin auf das Wort sICHt gestossen. Der Unterschied zwischen dem Nicht und der Sicht besteht in dem Buchstaben S, der Buchstabe der Sonne, das, was den Mittelpunkt meines Universums beschreibt, ein Kreis mit einem Punkt in der Mitte. Und dann wurde es mir klar:
Wir sind alle EINS.
Einen schönen Tag in Fülle
S.P.









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