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Meine Natur ist Freiheit

Kann man es richtig machen? Wie blicke ich in die Welt?

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von am 24.01.2012 um 20:27 (1110 Hits)
Namaste ihr Lieben,

Sabine und ich leben unsere Herzenssache nun doch schon einige Jahre. Eine Lektion, die das "Ich" schmerzlich erlernte war, dass es unmöglich ist den Mensch zufrieden zu stellen. Es ist klar, dass nur das "Ich" nach Anerkennung und angenommen werden wollen strebt - gebraucht werden will... Eine Handlungsweise, die man setzte erzielte jubelvollen Dank beim Einen und Ablehnungsgefühle beim Anderen... Ein Rollercoaster der Gefühle entstand im eigenen "Ich" und man begann sich zu verbiegen - nur um "die ideale Handlung" zu finden, die allen gefällt.
Ist dann der eigene Antrieb anderen Menschen am spirituellen Weg helfen zu wollen stärker entwickelt schleicht sich diese nette Falle ein: Abhängigkeit vom positiven Feedback von Mitmenschen. Erhält man Lob und Anerkennung, erzielt positive Resultate ist man glücklich. Bleibt die Anerkennung aus, sucht man den Fehler im eigenen Verhalten... Die Abhängigkeit vom "Gefällt mir" Knopf ist geboren!

Es ist für das "Ich" gar nicht so einfach diese Abhängigkeit anzuerkennen und sie durch die Annahme in etwas anderes zu transformieren.
Baba sagte einst dazu, dass man sowohl Lob als auch Tadel mit gleicher Freude und Dankbarkeit annehmen solle.

Es ist ein wunderbarer Satz, doch im täglichen Leben spürte ich selbst sehr lange, wie ich der tiefen Weisheit ausgewichen bin. Verstärkt wurde dieser Effekt durch positives Feedback von lieben Mitmenschen, in welches ich mich flüchten konnte. Und dennoch kommt am Weg der Punkt, wo die sogenannte Außenwirkung auf den Prüfstand kommt: wie abhängig bin ich wirklich von der Anerkennung meiner Mitmenschen? Diese Frage kann nur jeder Mensch für sich alleine beantworten - ehrlich oder eben nicht ehrlich. Von wessen Feedback bin ich in welchem Maße abhängig?

Frei ist, wer frei ist vom "gebraucht werden" oder "geliebt werden" oder "anerkannt werden" wollen...
Wie ist dies zu schaffen? Die tiefe Liebe für sich selbst finden und im Eins in Stille ganz werden. Selbstfindung!

Wie kam ich auf das Thema? Sehr einfach: ich beschäftige mich gerade mit neuen Videoaufzeichnungen für euch und alten Filmaufnahmen wie auch das vom Retreat. Es ist so interessant für mich zu sehen, wie anders man sich selbst wahrnimmt wenn man sich "von Außen" betrachtet . Früher mochte ich keine Bilder und Videos von mir, heute betrachte ich sie neutral. Doch wieso ist dies so?

Interessant dabei ist, wie kritisch das Auge nach Außen gerichtet auf andere Menschen blicken kann, wie schnell man im Außen vermeintliche Dinge am anderen wahrnimmt. Ein Video kann ein wunderbarer Prüfstein sein, SICH SELBST dem eigenen kritischen Blick auszusetzen... Denn: gibt es diesen nach außen kritisch blickenden Blick noch, wird er auch das eigene Bild boshaft sezieren. Ist der Blick nach Außen auf andere Menschen durch Liebe geläutert wird auch der Blick auf das eigene Bild liebevoll geschehen...

Denn das Selbst sieht nur das Selbst.
Das Ego sieht ein verzerrtes Trugbild.

So ist der einzige Ratschlag den ich dabei geben kann: "nehme ich schlechtes wahr", tut es weh und ich beginne zu beurteilen. In diesem Moment habe ich schon den ersten Stein geworfen. Zeit, die Brille, die ich trage zu säubern...
Ihr Lieben, ich glaube ich weiß nun, woher der Groß Glockner kam: es ist eine Auftürmung meiner geworfenen Steine...

Umarmung von Herzen,
Om,
Matthias

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Kommentare

  1. Avatar von marion40
    Lieber Matthias!
    Vielen Dank für deine Worte und Gedanken...
    Sie berühren...
    Alles Liebe

    Marion