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Ist Glück erstrebenswert? Wieso Leid vermieden wird...

Bewertung: 2 Stimmen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 5,00.
von am 09.12.2011 um 17:37 (2390 Hits)
Namaste ihr Lieben,

bei verschiedenen Reiki Treffs haben wir über diese Thematik gesprochen. Was ist der antreibende Faktor, sich auf "den Weg" - "die Suche" zu begeben? Bei den meisten Menschen beginnt das Hinterfragen in dem Moment, in dem sie eine Periode des Leids erfahren haben. Leid scheint ein wichtiger Motivationsgrund zu sein, den eigenen Weg zu hinterfragen. Ich beschrieb bei den Treffs, wie die Momente des Leids am Weg des wahrhaftig Suchenden (und Findenden) "weniger" zu werden scheinen. Und dass genau hier die nächste "Parkmöglichkeit" wartet: ich bin glücklich... alles ist gut. Was sollte ich jetzt noch tun? Wozu auch tun, wo doch alles "ein Weg" ist... So ruht sich das "Ich" auf den Lorbeeren des Glücks aus. Und ja, auch dies ist gut... Manchen jedoch wird klar, dass selbst das Paradies der Leidlosigkeit auf Erden nicht das "Paradies" ist. Es ist Teil der Matrix, die das "Ich" als subjektive Wirklichkeit beschreibt... Manche brechen auf und gehen weiter, manche bleiben genau dort und leben ein Leben glücklich und zufrieden: als Resultat des "Ichs" welches Glück sucht und Schmerz ablehnt und meint angekommen zu sein.

Heute erhielten wir genau zu dieser Thematik einen intensiven Gedanken zum Tag von Baba:

"Glück läßt vergessen, daß eine Verpflichtung gegenüber einem selbst als menschliches Wesen besteht. Es zieht einem in Egoismus hinein und führt dazu Fehler zu begehen. Glück zieht einen Schleier über Erfahrungen die stark machen. Es verbraucht auch den Vorrat an Verdiensten und erweckt niedrige Begierden. Auf der anderen Seite macht Kummer wachsam. Leid fordert zum Denken auf und führt dazu sich selbst zu verbessern. Es schenkt auch neue und wertvolle Erfahrungen und unterstreicht den Wert des Glücks. Erkennt, daß Leid und Glück unzertrennlich sind und das ihr nicht nur eines davon wählen könnt. Behandelt Probleme und Mühen als eure Freunde, zumindest seht sie nicht als eure Feinde an! Am besten ist es Glück und Leid als Geschenk Gottes anzusehen.Das ist der leichteste Weg für die eigenen Befreiung." - Baba

Das Ich sucht Glück und meidet Schmerz - es ist der Sucher. Das Selbst ist sowohl von Glück als auch Leid unberührt - es ist. Die wahre ewige Ruhe der Glückseligkeit: ananda.

Ein Aufruf bewusst zu sein und für alles Danke zu sagen: Glück und Leid,
Umarmung von Herzen,
Om,
Matthias

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Gedanken zum Tag

Kommentare

  1. Avatar von sonnenschein1
    Danke lieber Matthias für diese für mich sehr wertvollen Zeilen.

    "Ich" habe mich sehr oft in meinem Leben schlecht gefühlt, weil ich dachte, dass ich "alles" falsch mache, weil ich von Kind an Leid erfahren habe. Als ich dann mit ca 27 Jahren das erste mal geistig "munter" wurde, hat sich schön langsam der Sturm auf See begonnen immer mehr zu beruhigen. Trotzdem verläuft Vieles in meinem Leben nicht so wie mein EGO, also ich es gerne hätte. Eigentlich heißt es ja, dass das Leid aufhört, wenn ich am sog. richtigen Weg bin und dies habe ich immer falsch verstanden.
    Denn das Leid hört ja nur in meinem Kopf auf, wenn ich das richtig verstanden habe, weil ich ja dann Danke für ALLES (ohne Einschränkung) sage. Ob ICH das als "gut" oder "nicht gut" bewerte - es passt gerade für mich. Die Folge ist dann wahrscheinlich, dass jene Zustände, die ich vorher als "schlecht" bewertet habe gar nicht mehr mehr in meinem Leben auftauchen müssen, weil ich es nun verstanden habe und nicht mehr bewerte sondern loslasse und annehme.

    Für mich ist es so, dass ich zb jetzt das ganz klar sehe und die theorie im Kopf habe. Sobald dann wieder mal mein Leben nicht so verläuft wie ich es gerne hätte, dann verliere ich mich oft in der Emotion und schwupp - weg ist sie, die theorie. das schöne ist, dass die abstände, bis ich mir dessen wieder bewusst bin, immer kürzer werden. Dank Reikitreffs, tolle Freunde...Gott.

    Bisher war auch mein "Motivator" das Leid, ich kenne das wirklich zu gut. Wenns mir gut ging, brauchte ich dann "Gott" nicht mehr, da war nur ich,ich,ich....aber diese Brücke hält nicht lange, zum Glück :-)

    Auch von täglichen Rückschlägen, versuche ich mich nicht verwirren zu lassen.

    Diese vielen verschiedenen Beleuchtungen dieser Thematik bei div. Reikitreffs hat mir immer geholfen, das "Ganze" zu sehen. Es gibt ja viele Facetten davon im Leben und doch nur eine Theorie dazu. Viele Züge kommen und in manche steige ich ein, um dann draufzukommen, dass das nicht der "Richtige" war. Das schöne dabei für mich ist, dass ich erkannt habe, dass ich deswegen nicht "schlecht" bin, wenn ich Fehler mache. Ich bemühe mich...
    Danke, dass ich von Dir und Sabine soooo viel erfahren darf.

    Danke, Danke, Danke.....

    herzlich, Monika