Fama - das Gerücht - Geschwatze - üble Reden...
von am 16.02.2012 um 11:12 (1460 Hits)
Weitere Gedanken...
Sabine und ich steckten selbst so lange in dieser Thematik. Das "perfide" daran ist:
"Ich" - Person A - habe ein Problem mit dem Verhalten eines "anderen" - Person "X".
"Ich" muss dieses brennende Gefühl irgendwie loswerden.
"Ich" rede dann mit dritten "Person B" - und zwar solange, bis die "auch verstehen, wie arg das eigentlich ist".
Nun hat der Dritte "B" auch diese so wichtige "Information", die brennt und die er loswerden muß.
So pflanzt sich das ganze fort, jeder bewertet und beurteilt und fügt noch etwas hinzu - und der Schneeball aus "üblen Gedanken und Worten" wird größer und größer.
Interessant dabei ist, dass neben dem Geschwatze niemand in der Kette auch nur ein Hauch von Wahrhaftigkeit und Rechtschaffenheit in sich trug um direkt "sein" Problem mit "x" anzusprechen. Vielmehr wird es nach Außen getragen, wo ich scheinbar "nicht erwischt" werde...
Dieser Prozess ist so in den Menschen verankert, von klein auf antrainiert, dass es nicht so einfach ist es loszuwerden.
Irgendwann am Weg habe ich aufgehört die Person "A" zu sein, die "weinend" in der Gesellschaft meine allgemeingültige Wahrheit über Dritte mitteilte.
Irgendwann am Weg habe ich dann aufgehört Person "B" zu sein, die Personen "A" zuhörte....
Und dann war ich mutig genug irgendwann eine Person "X" direkt anzusprechen, über das "was ich gehört hatte".
Nun ja, Person "X" reagierte vollkommen richtig und fragte mich, was ich denn bewirken wolle, dass ich so übles Gerede zu ihr trug.
Heute bin ich froh, dass ich mich in diesem Spiel nicht mehr beteilige: vorallem deswegen - wie arrogant war ich doch: Dritte so übel hinzustellen und mich dabei auch noch "wissend" zu fühlen. Danke Gott, dass dieses Spiel vorbei ist.
Denn in diesem gesamten Spiel gilt es nur eines zu tun:
Als Person "A" mein Brennen und meine Diskussionsfreudigkeit über Dritte "X" zu hinterfragen und ganz bei mir zu bleiben! "Meine Motivation" in Frage stellen und erkennen, dass gerade ich es momentan bin, der verletzt und urteilt.
Als Person "B" ist es wichtig den Mut zu entwickeln wahrhaftig "Nein" zu zugetragenen Informationen zu sagen - wem dient es wenn "schlechtes diskutiert wird", welches nur einer subjektiven Wahrnehmung entspringt? Wie ginge es mir, wenn über MICH diskutiert würde in jener Art?
Als Person "X", der Betroffene gilt es ruhig zu bleiben - in der Mitte. Gibt es zum Geschwatze keine Emotion - gut. Dann kommentiere Gerüchte und Gerede auch nicht. Gibt es zum Geschwatze resonante Gefühle, dann bleibe ebenso ruhig und arbeite an dir, dem Schmerzpunkt. So oder so bleibt die Antwort von X an A und B - "Was hat das mit mir zu tun, dass ihr glaubt mein Leben zerlegen zu müssen?"
Umarmung von Herzen,
Om,
Matthias










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