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Thema: Burnout

  1. #1
    Neugierig
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    Stiwoll (Stmk)
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    Standard Burnout

    Hallo ihr lieben, ich bin neu hier und möchte euch um Hilfe bzw. Rat fragen (bitten).

    Es geht um meine Mutter, sie hat Burnouticon. Sie war im Sep. für 2 Wochen im Krankenhaus.
    Danach ging es ihr auch ganz gut, doch nach einem Monat bekam sie einen Rückfall, wo sie wiederum ins Krankenhaus kam für ca 4 Wochen.
    Nun ist sie zu Hause und sie wird auch medikamentös behandelt, aber sie hat sonst keine therapien. ich weiss nicht wie ich mit dem ganzem umgehen soll. ich verstehe es nicht, ihr artz sagt zwar zu ihr sie sei deperssiv aber er tut nichts dagegen ausser ihr wieder medikamente zu geben.
    sie spricht auch immer davon das sie nichts mehr kann (kochen, hausarbeit, usw), aber so viel tun möcht doch es geht nicht.
    wie kann ich ihr helfen? ist es nötig das sie therapien macht oder reicht es wenn sie nur tabletten nimmt?
    für mich ist das eine ganz neue erfahrung sie so zu sehen und es zerreißt mir das herz, weil ich keine ahnung habe wie ich ihr beistehen und sie unterstützen kann.

    danke jetzt schon für die hilfe
    sadibaby

  2. Die folgenden 3 Leser bedanken sich bei sadibaby für den wertvollen Beitrag:

    Elisabeth3 (29.12.2011),georgy (29.12.2011),Matthias A. Exl (29.12.2011)

  3. #2
    Inspiriert Avatar von Andrea10
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    Standard

    Liebe Sadibaby,

    Es ist unheimlich wichtig, dass deine Mutter eine Psychotherapie macht. Tabletten alleine helfen nicht, sie sind allerdings in der Anfangsphase unerlässlich. Wenn ich dich richtig verstehe, geht es ihr seit September nicht wirklich besser. Bekommt sie überhaupt die richtigen Medikamente. Die Suche danach ist unheimlich schwierig, weil die Psychiater auch mehr oder weniger herum probieren. Um wieder zu Kräften zu kommen, ist es auch sehr wichtig, dass man täglich spazieren geht. Am besten kannst Du ihr beistehen, in dem Du viel Verständnis für sie aufbringst, und immer wieder versuchst mit ihr spazieren zu gehen oder kleine Ausflüge zu machen.
    Liebe Sadibaby wo wohnst Du den? In Klagenfurt gibt es eine Tagesklinik wo alle möglichen Therapien gemacht werden, von Psychotherapie, Sport, Ergotherapie, bis hin zur Sozialtherapie(Ausflüge). Es findet alles in langsamen Tempo statt, weil es den meisten Patienten an Kraft fehlt.

    Alles Liebe

    Andrea

  4. Die folgenden 2 Leser bedanken sich bei Andrea10 für den wertvollen Beitrag:

    Elisabeth3 (29.12.2011),georgy (29.12.2011)

  5. #3
    Lichtforum Moderator Erfahren Avatar von Elisabeth Kröpfl
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    Standard

    Liebe Sadibaby!
    Herzlich Willkommen hier im Lichtforum. Schön, dass du zu uns gefunden hast.
    Danke für deine offenen Worte. Andrea hat dir schon ganz wunderbar geantwortet. Ich kann nur ergänzen, dass ich dir und deiner Mutter viel Liebe und Kraft schicke, an euch denke und für euch bete.

    Bitte stell dich in unserer Vorstellungsrunde kurz vor, damit dich auch die anderen Willkommen heißen können.
    Danke!
    Umarmung von Herzen,
    Elisabeth

  6. Der folgende Leser bedankte sich bei Elisabeth Kröpfl für das wertvolle Posting:

    georgy (29.12.2011)

  7. #4
    Weise Avatar von Atlantis
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    Standard

    Liebe Sadibaby,

    auch ich danke dir für deine Zeilen, und freue mich, daß du zu uns gefunden hast.
    Bitte stelle dich doch kurz in unserer Vorstellungsrunde vor, dann wissen wir ein bisschen mehr über dich, und außerdem ist dort der Platz, wo wir jeden offiziell begrüßen.
    Ich kann dir gut nachempfinden, daß es schlimm und ungewohnt für dich ist, deine Mutter so zu erleben.
    Mir ging es ähnlich, als meine Mutter schwer erkrankte.
    Das kannte ich bis dahin nicht von ihr. Sie war stets quirlig und voller Lebensfreude. Ständig wuselte sie hin und her, Trepp auf, Trepp ab.
    Dann wurde sie krank und wollte so gerne, mußte sich aber in ihr Schicksal fügen.
    Als Tochter tat es mir weh, sie so leiden zu sehen. Auch ich fragte mich immer wieder, wie ich wohl am Besten mit ihr und der Situation umgehen soll.
    So durfte ich lernen, daß es gut ist anzunehmen. Sicher, ich konnte weinen , hardern, schimpfen, in Selbstmitleid zerfließen und ich habe auch alles gründlich ausprobiert, aber letztlich war das nur sehr anstrengend und aufzehrend.

    Ich begriff, daß es nicht möglich war, oder sinnvoll, einen Plan für den nächsten Tag, oder gar Tage aufzustellen, denn jeder Tag zeigte sich ganz individuell und somit ihre Tagesform.
    Und noch eine Sache wurde mir bewußt:
    wie schlimm ein Tag auch gleich sein mochte, weil die Mutter derart litt, oder wieder eine schlimme Nachricht kam, jeder Tag hatte auch schöne und liebevolle Momente.
    So kann ich nur jedem empfehlen, auch wenn es dicke kommt, verschließt euer Herz und eure Augen und Ohren nicht vor den vielen , kleinen , kostbaren Geschenken, die täglich am Weg liegen.
    Manchmal kann es vorkommen, daß ein sehr kranker Mensch ungerecht oder verletzend erscheint.
    Damit konnte ich anfangs nur schwer umgehen und so manche Träne floß.
    Und hier durfte ich lernen mein Egoicon zurück zu nehmen.
    Denn nur dieses fühlte sich beleidigt.
    So kann man sich im Annehmen, und Geduld und auch in der Liebe üben.
    Die Liebe, die einfach da ist, ohne zu erwarten.
    Meine Mutter lehrte mich, daß die Erkrankung nicht zufällig zu ihr kam, sondern daß sie IHR Weg sei, den sie gehen müsse und wolle.
    Und so erkannte ich, daß auch mein Weg nicht zufällig so verlief, wie er eben verlief.
    So begann ich nach Kräften, das stets mir best mögliche aus dem Tag und der Situation zu machen.
    Manchmal überkamen mich unwirsche Gefühleicon, aber ich versuchte auch hier redlich, mich nicht für diese zu verurteilen, sondern lediglich zu schauen, wie ich es denn ab jetzt angehen wolle.
    Indem es dir gelingt, in deiner Mitte zu sein und zu bleiben, wirst du für deine Mutter von größtem Segen sein.

    dies ist es, was mir zu deinen lieben , offenen Zeilen einfiel.
    Von Herzen wünsche ich dir alles Liebe , mitfühlende Grüße aus Köln,

    Biggi

  8. Die folgenden 3 Leser bedanken sich bei Atlantis für den wertvollen Beitrag:

    Andrea10 (29.12.2011),georgy (29.12.2011),Micha (29.12.2011)

  9. #5
    Lichtforum Moderator Erfahren Avatar von Elisabeth Kröpfl
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    Standard

    Zitat Zitat von Atlantis Beitrag anzeigen
    Bitte stelle dich doch kurz in unserer Vorstellungsrunde vor, dann wissen wir ein bisschen mehr über dich, und außerdem ist dort der Platz, wo wir jeden offiziell begrüßen.
    Liebste Biggi!
    Wir waren wieder mal fast gleich schnell!
    Schick dir eine kärntnerische winter Umarmung,
    Elisabeth

  10. Der folgende Leser bedankte sich bei Elisabeth Kröpfl für das wertvolle Posting:

    georgy (29.12.2011)

  11. #6
    Weiser Forumsengel Avatar von Matthias A. Exl
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    Standard

    Namaste liebe Sadibaby,

    vor vielen Jahren erlebte auch ich ein Burnouticon. Ich kann mich diesmal Andrea10 nicht voll und ganz anschließen. Es kann möglich sein, dass jemand Medikamentös eingestellt werden muss und es kann möglich sein, dass eine Psychotherapie notwendig ist. Es muss aber nicht!
    Die Entscheidung obliegt selbstverständlich dem Arzt und seinen Patienten.

    Vielleicht interessiert dich dieser Artikel:
    http://herzenssache.org/fragen-und-a...aenderung.html

    Umarmung von Herzen,
    Om,
    Matthias

  12. #7
    Neugierig
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    Standard

    Ich danke euch allen aus tiefstem Herzen für die lieben Zeilen und Antworten die ihr mir so promt geschrieben habt!!

    Meist fühl ich mich so hilflos ihr gegenüber, ich weiss nicht ob ich, wenn ich was tue, es falsch oder richtig mache.
    Ich versuche sie zu motivieren (nicht zu zwingen) etwas zu unternehmen, habe es auch schon meinem Vater gesagt das er vielleicht auch mit ihr spazieren geht, da ich leider von früh bis spät arbeite. Natürlich versucht er es auch, doch ich merk auch das er überfordert ist, was ich durchaus verstehe.
    Nur sie nimmt es nicht an, nicht immer. Wir haben einen Husky zu Hause, sprich dei beste motivation raus zu gehen, denn der braucht viel bewegung. Doch auch das ist für sie manchmal auch zu anstrengend.
    Meine Mutter war immer ein "Arbeitstier" sie schaute nie auf sich sondern immer das es den anderen gut geht. Daher ist es so schwer ihr klar zu machen, das es zur zeit für sie nicht möglich ist gewisse dinge zu tun. natürlich verbieten wir ihr nichts, sie kann gerne kochen oder sonstiges, nur mit maß und ziel und das sollte sie lernen.
    Der Arzt versucht sie noch immer einzustellen. Als sie zum zweiten mal in Krankenhaus war, gings ihr schlechter als vorher und danach war sie noch unruhiger und die konnten sie auch nicht einstellen.
    ich bete jeden Tag das sie wieder gesund wird, ich wünsche mir nichts sehnlicher als das!

  13. Der folgende Leser bedankte sich bei sadibaby für das wertvolle Posting:

    Matthias A. Exl (30.12.2011)

  14. #8
    Erfahren Avatar von Marion Frey
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    Standard

    Liebe sadibaby,

    so wie du die Dinge schilderst, liegt eine Lernaufgabe für deine Mama vor und die kann ihr niemand abnehmen. Und sie ist ihr vielleicht auch nicht in erster Linie über Worte transportierbar. Möglicherweise hat sie sich bisher über das definiert, was sie tut: Kochen, arbeiten, für alle anderen sorgen und schauen, dass es denen gut geht. Daraus hat sie dann ihre Befriedigung gezogen. Das würde bedeuten, wenn sie das jetzt nimmer kann, fühlt sie ihren Selbstwerticon im Keller und fällt psychisch evtl. in ein Loch. Tätig zu bleiben, so glaubt sie dann, sei ein Schutz, um halbwegs im Gleichgewicht zu bleiben. Ihr könnt sie nicht vor sich selbst schützen, sie muss ihren eigenen Lernweg da zu Ende gehen. Auch wenn das bedeuten sollte, erst mal in alten Schienen versuchen weiter zu machen, bis sie merkt, dass das alles einfach nicht mehr geht und sie irgendwann wirklich beginnt innerlich mehr los zu lassen. Das ist im Zusehen vermutlich nicht sehr einfach.

    Vielleicht kannst du für dich versuchen, nicht in die Angst zu gehen, denn das hilft niemandem weiter. Sie kann wieder gesund werden, aber es ist ein Prozess, dem sie sich wird stellen müssen, nach und nach, auf ihre Art. Die körperlichen und seelischen Gegebenheiten zwingen sie quasi dazu. Sieh daher die Krankheit, den (das?) Burnouticon nicht als den Feind, sondern als Lehrmeister.

    Matthias hat es ja sehr schön beschrieben, wie dieser Lehrmeister bei ihm gewirkt hat. Und dieser Lehrmeister kommt vermutlich auch erst dann zum Einsatz, wenn jemand sehr rigide mit sich selbst umgegangen ist, als absolute Notbremse sozusagen. Es ist also gut für deine Mama, dass jemand oder etwas die Notbremse gezogen hat. Sie hadert erst einmal mit der Notbremse, die ihr verunmöglicht wie bisher weiter zu machen. Aber es ist gut, dass es diese Notbremse gibt, damit sie ihre eigenen Energien und Grenzen, ihre eigenen tatsächlichen Bedürfnisse achten lernt. Das braucht Zeit, das geht nicht von heute auf morgen.

    Je gelassener ihr um sie herum auf die Situation reagiert, umso leichter wird auch sie sich entspannen. Wenn ihr um sie rumwuselt und in Angst seid, ist das nicht gerade ein Klima, das ihr hilft runter und zu sich zu kommen.

    Gib ihr, dir und euch allen Zeit... Denn wieder gesund werden heißt im Fall deiner Mama auf keinen Fall: Wieder die alte werden. Das hat sie daher gebracht. Neue Wege brauchen Zeit.

    Von Herzen
    Marion

  15. Die folgenden 3 Leser bedanken sich bei Marion Frey für den wertvollen Beitrag:

    Andrea10 (30.12.2011),Matthias A. Exl (30.12.2011),sadibaby (30.12.2011)

  16. #9
    Neugierig
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    Standard

    Hallo Marion!

    also den Namen bekam ich in der schule von einer freundin(sie ist bis dato die einzige die mich so nennt und ich weiss auch nicht wie sie auf den namen gekommen ist), doch die meisten sprechen mich sandra oder sandi an.
    Ich habe einfach angst das sie nicht gesund wird, ich bin ungeduldig obwohl ich weiß das der heilungsprozess sehr lange dauert, und das hollt all diese Gefühleicon hoch. ich versuche nicht immer daran zu denken, mich zu entspannen, auch meine freunde raten es mir, doch es gelingt mir nicht so richtig.
    ich lasse meinen gefühlen freien lauf, ich weine wenn ich weinen will und das befreit mich auch für einen augenblick.
    ich liebe meine mama so sehr und ich weiß das ich sie nur dann unterstützen kann wenn ich stabil bin und das bin ich nicht, ich gebe es offen und ehrlich zu!
    mich plagen dann wieder schuldgefühle wenn ich was für micht tun möcht.

    was würdest du mir raten? was kann ich tun damit ich abschalten kann?

    danke für deine Hilfe!

    alles liebe sadibaby

  17. #10
    Neugierig
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    Standard

    Ich danke dir für deine offenen und herzlichen Worte!!!

    alles liebe
    sadibaby

  18. Der folgende Leser bedankte sich bei sadibaby für das wertvolle Posting:

    georgy (30.12.2011)

  19. #11
    Fragend Avatar von georgy curant
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    206

    Daumen hoch

    liebe Sandra !

    Hier ein kurzer allgemeiner Hinweis: Mit-FÜHLEN aber NICHT: MIT-LEIDEN!

    Denn durch die Identifikation mit deiner Mutter, also, als ob du SIE wärest, leidest DU mit und bist dadurch unfähig für SIE da zu sein, dadurch, dass DU SELBST leidend bist. Du bist dann der hilflose Helfer, der selbst Hilfe braucht.

    Aber als Mit-FÜHLENDE bleibst du bei DIR und bist in der Lage etwas für sie zu tun. Allerdings hast du ebenfalls eine Lernaufgabe - wenn auch eine ganz andere.

    Es ist ein Lern-Prozess deiner Mutter und nicht deiner!

    liebe Grüsse

    georgy

  20. Die folgenden 3 Leser bedanken sich bei georgy curant für den wertvollen Beitrag:

    Matthias A. Exl (30.12.2011),Micha (30.12.2011),sadibaby (30.12.2011)

  21. #12
    Erfahren Avatar von Marion Frey
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    Standard

    Hallo Sandra,

    ich verstehe dich, jedoch... Du hast keine Macht darüber, ob deine Mama wieder gesund wird oder nicht. Die Situation zwingt dich, sie und ihren Gesundungsprozess loszulassen, ihr zu übergeben und zu vertrauen, dass sie ihren Weg findet. Und derweil alles für dich selbst zu tun, was du brauchst um ins Gleichgewicht zu kommen, auch wenn du das so nicht gewöhnt bist, sondern aufgrund ihres Beispiels alles für andere tun möchtest, damit es denen gut geht (in dem Fall deine Mama).

    Ihr dürft anfangen, jeder für sich zu sorgen und doch in praktischen Dingen zusammen zu stehen. Vielleicht werden durch ihre Krankheit gleich mehrere Ketten gesprengt, wenn ihr es bewusst angeht.

    Zitat Zitat von sadibaby Beitrag anzeigen
    ich lasse meinen gefühlen freien lauf, ich weine wenn ich weinen will und das befreit mich auch für einen augenblick.
    Das gehört dazu, dich nicht zu verstecken mit deinen Gefühlen.

    Zitat Zitat von sadibaby Beitrag anzeigen
    ich liebe meine mama so sehr ...
    Das ist schön, jedoch hinterfrage auch, was Liebe gesunderweise beinhaltet? Du hast es so vorgelebt bekommen, dass es beinhaltet, alles für den anderen zu tun, bis zur Selbstaufgabe, ohne auf sich selbst zu schauen, wenn ich das richtig verstehe. Das ist nicht die Liebe, die Freiheit schenkt, wo jeder auf sich schauen darf, Kontakt zu den eigenen Bedürfnissen hat und für sie sorgen kann, wo zwischen den Liebenden Luft und Raum ist, wo jeder sich selbst sein kann.

    Zitat Zitat von sadibaby Beitrag anzeigen
    und ich weiß das ich sie nur dann unterstützen kann wenn ich stabil bin und das bin ich nicht, ich gebe es offen und ehrlich zu!
    Den Dingen direkt ins Auge zu sehen, hilft. Du fühlst dich also nicht stabil. Machst deine Stabilität aber von der Gesundheit deiner Mama abhängig. So wie deine Mama ihr Wohlergehen und Glück bisher von den anderen Familienmitgliedern abhängig gemacht hat (wenn es denen gut geht, geht es auch mir gut).

    Zitat Zitat von sadibaby Beitrag anzeigen
    mich plagen dann wieder schuldgefühle wenn ich was für micht tun möcht.
    Das geht deiner Mama vielleicht ganz ähnlich, dass sie Schuldgefühle hat, wenn sie nicht wie bisher am Rennen und Tun und Machen für die andern ist.

    Vielleicht ist die Krankheit deiner Mama Ausdruck einer systemischen Krise, ich meine das Familiensystem. Dass das vielleicht hinterfragt und neu aufgestellt werden darf? Das lässt sich von mir Laien und auf Distanz natürlich überhaupt nicht sagen, aber ein bisschen hab ich den Eindruck, als würdet ihr emotional sehr stark aufeinander bezogen sein, auf ungesunde Weise. Nun ist das eine Familienmitglied (quasi wider Willen) ausgestiegen aus dem Spiel, jetzt verlangt die Situation Veränderung insgesamt.

    Zitat Zitat von sadibaby Beitrag anzeigen
    was würdest du mir raten? was kann ich tun damit ich abschalten kann?
    Schau zuallererst auf dich. Du kannst deine Mama jetzt nicht verändern. Wenn du etwas für dich tust, hat sie die Chance, etwas für sich zu tun. Du könntest dir auch einen geeignete Therapeuten, systemischen Aufsteller oder sonstigen Begleiter suchen, je nachdem was am besten zu dir passt, um dir einen klaren emotionalen Überblick über die Situation zu verschaffen, um ein paar Schritte innerlich zurück zu treten.

    Natürlich kannst du jede Sportart, Beschäftigung oder Bewegung im Freien suchen in deiner freien Zeit, die dir hilft zu entspannen und zu dir zu kommen, dich selbst klar und präsent zu spüren. Oder du suchst dir eine Meditationsgruppe, um innerlich Distanz zu bekommen, einmal ein bisschen zurück zu treten von der ganzen Situation. Alles was dir jetzt hilft geistig und emotional nicht ständig auf deine Mama und ihren Burnouticon fokussiert zu sein, würde wahrscheinlich förderlich sein.

    Alles Liebe



    Marion

  22. Die folgenden 5 Leser bedanken sich bei Marion Frey für den wertvollen Beitrag:

    Andrea10 (31.12.2011),georgy (31.12.2011),Matthias A. Exl (30.12.2011),Micha (30.12.2011),sadibaby (02.01.2012)

  23. #13
    Neugierig
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    Hallo Marion,

    1. Wünsche ich dir ein gutes neues Jahr!!

    2. Danke ich dir, dass du so offen und ehrlich bist zu mir und mir helfen willst! Danke

    Ich habe mich bereits bei einem Yogakurs angemeldet der nächtse Woche startet. Interessiert hat mich das schon immer und jetzt werd ich es auch angehen.

    Ich habe es verstanden, !!DANK euch!!, dass es nicht meine Aufgabe ist sie aus diesem "Loch" zu befreihen und ich auch nicht den Weg für sie gehen kann. Sie muss es selbst lernen, so schwer mir das "zu schauen" auch manchmal fählt, ich kann nur mit ihr gehen, doch die Schritte zu ihrem neuen Leben muss sie selber machen.
    Das ist mir lange nicht bewusst gewesen oder habe ich es nicht verstehen wollen.
    Ich weiß das sie wieder gesund wird!

    Ich danke dir von ganzem Herzen für deine Ratschläge!!

    Liebe Grüße
    Sandra

  24. Die folgenden 5 Leser bedanken sich bei sadibaby für den wertvollen Beitrag:

    Andrea10 (03.01.2012),georgy (02.01.2012),Marion Frey (02.01.2012),Matthias A. Exl (04.01.2012),Micha (02.01.2012)

  25. #14
    Lichtforum Moderator Weise Avatar von Micha
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    Standard

    Liebe Sandra,

    ich danke dir für deine Zeilen und deine Offentheit. Und es freut mich, dass du für dich aus diesem Thread etwas mitnehmen konntest, das dir dienlich ist.

    Toll, dass du einenYogakurs mitmachst. Er kann dir helfen. Das weiß ich nicht aus eigener Erfahrung, da ich da noch nie mitmachte, aber eine liebe Freundin hat mir erzählt, wie gut er ihr tut. Auch sie hat erst vor kurzem angefangen.

    Zitat Zitat von sadibaby
    Ich habe es verstanden, !!DANK euch!!, dass es nicht meine Aufgabe ist sie aus diesem "Loch" zu befreihen und ich auch nicht den Weg für sie gehen kann. Sie muss es selbst lernen, so schwer mir das "zu schauen" auch manchmal fählt, ich kann nur mit ihr gehen, doch die Schritte zu ihrem neuen Leben muss sie selber machen.
    Ja, das stimmt. Ich durfte dies an dem Weg meiner Mama letztes Jahr erfahren. Nun ist sie wieder daheim bei Gott, hat ihren Körper verlassen und es geht ihr gut. Auch mir tat dies so weh, und tut es teilweise noch heute, dass ich ihr nicht helfen konnte, dass ich gar nichts machen konnte. So dachte ich, jedoch weiß ich heute, dass ich ihr sehr viel geholfen habe. Durch meine Liebe zu ihr, die immer noch da ist und auch bleiben wird, durch ein tröstendes Wort, wenn die Zeit dafür reif war. Auch durch Dinge, dass ich sie z.B. zum Essen eingeladen habe und eines ihrer Lieblingsgerichte kochte. "Spaghetti olio é olio é peronccino". So oft fragte sie mich: "Michael, wann machst du dies mal wieder, da habe ich Appetit drauf". Das hat ihr geholfen, und so vieles mehr. Und so oft hat sie es mir gezeigt und ich habe es nicht gesehen.

    Ich freue mich für dich, dass du diesen Weg gehen magst, denn ein Ändern geht nur dann, wenn du dein Innen veränderst. Yoga kann da hilfreich sein.

    Ich umarme dich von Herzen

    Michael

  26. Die folgenden 4 Leser bedanken sich bei Micha für den wertvollen Beitrag:

    Andrea10 (03.01.2012),Marion Frey (02.01.2012),Matthias A. Exl (04.01.2012),sadibaby (03.01.2012)

  27. #15
    Erfahren Avatar von Marion Frey
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    Zitat Zitat von sadibaby Beitrag anzeigen
    Hallo Marion,

    1. Wünsche ich dir ein gutes neues Jahr!!

    2. Danke ich dir, dass du so offen und ehrlich bist zu mir und mir helfen willst! Danke

    Ich habe mich bereits bei einem Yogakurs angemeldet der nächtse Woche startet. Interessiert hat mich das schon immer und jetzt werd ich es auch angehen.

    Ich habe es verstanden, !!DANK euch!!, dass es nicht meine Aufgabe ist sie aus diesem "Loch" zu befreihen und ich auch nicht den Weg für sie gehen kann. Sie muss es selbst lernen, so schwer mir das "zu schauen" auch manchmal fählt, ich kann nur mit ihr gehen, doch die Schritte zu ihrem neuen Leben muss sie selber machen.
    Das ist mir lange nicht bewusst gewesen oder habe ich es nicht verstehen wollen.
    Ich weiß das sie wieder gesund wird!

    Ich danke dir von ganzem Herzen für deine Ratschläge!!

    Liebe Grüße
    Sandra
    Liebe Sandra,

    ich freu mich sehr über deine Rückmeldung und dass dir der Austausch hier geholfen hat, deine Situation klarer zu sehen. Fein, dass du offen bist dafür.

    Ein gutes neues Jahr, das wünsche ich dir von Herzen auch. Und viel Freude im Yoga. Du bist ja noch jung und gelenkig, da sollte es keine Probleme geben (sage ich, die vor ein paar Jahren versucht hat klassisches Yoga zu erlernen und da bin ich rasch an meine körperlichen Grenzen gestoßen und war wohl nicht ausreichend motiviert, trotzdem geduldig weiter zu machen).

    Manchmal hilft es, wenn jemand von außerhalb neutral die Sicht aufzeigen kann, weil man selbst mit der Nase an der Scheibe steht und den Überblick verloren hat.

    Alles Liebe ♥
    Marion

  28. Die folgenden 5 Leser bedanken sich bei Marion Frey für den wertvollen Beitrag:

    Andrea10 (03.01.2012),Lichtblicke (05.01.2012),Matthias A. Exl (04.01.2012),Micha (02.01.2012),sadibaby (03.01.2012)

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