Liebe Rosalie,
ich habe deinen Bericht zweimal gründlich gelesen, und muß zugeben, daß ich nicht alles bis ganz ins Detail verstanden habe, aber das ist vielleicht auch gar nicht nötigt.
Was ganz offensichtlich ist, du schreibst es ja auch:
Du bist zornig, verletzt, fühlst dich ungerecht behandelt und als Opfervon Neid und Intriegen.
Hierzu hast du mein ganzes Mitgefühl, denn diese Gefühle, ebenso der Gedanke:
Das geht jetzt schon so lange, es verfolgt mich regelrecht, ist alles andere als beglückend.
Und ja, ich kann nachvollziehen, warum du schreibst, daß du am Liebsten weglaufen wolltest.
Nun , was ich dir aus meiner Erfahrung und inzwischen auch Überzeugung schreiben kann, ist vielleicht ganz und gar nicht das, was du jetzt gerne hören würdest, aber anders herum hilft es dir vielleicht auch doch ein bisschen, oder lenkt deine Gedanken in eine Richtung.Bestimmt hast du schonmal gehört, daß wir die Dinge, die uns wiederfahren, solche sind, die wir uns selber erschaffen, die wir selber angezogen haben, durch unser Denken, Fühlen und Handeln.
Nichts was uns begegnet, oder was wir erleben geschieht zufällig, oder weil unser Schutzengel grad gepennt hat, oder der liebe Gott uns eine Strafe erteilen wollte.
Wir alleine sind die Verursacher der Umstände in unserem Aussen.
Erfahrungsgemäß bäumt sich das Egobei dieser These entrüstet auf.
" Iiiich soll solche Leute angezogen haben???? Nieemals."
Und dennoch kann ich darauf aus meiner Überzeugung nur schlicht : " Doch " , antworten.
Es wird dir nicht helfen, die Schlechtigkeit in den anderen zu suchen und zu verurteilen. Weder ein Rachegedanke, nach dem Motto:
Na warte, dir werde ich es schon zeigen, noch das weglaufen würden dich weiter bringen. Oft erleben Menschen, wenn sie tatsächlich ihre Zelte abbrachen , nach kurzer Zeit ganz ähnliche Dinge, obwohl die Gegend doch nun eine völlig andere war.
Was einzig heilt und klärt in einer sochen Situation, ist zu schauen:
Wie sieht es in mir aus.
Wie denke , handele , fühle ich.
Wie bin ich zu mir selber.
Wie bin ich zu anderen Menschen.
Bitte verstehe mich richtig, es geht mir nicht darum, dich als verkehrt hinzustellen, im Gegenteil, ich weiß, daß du ein einzigartig und wunderbares Wesen bist, unendlich wertvoll und schön, und du hast wirklich mein ganzes Mitempfinden, denn durch deine Zeilen ist es ja ganz leicht zu spüren, wie elend und traurig du dich eigentlich fühlst, und wie anstregnend all dies ist.
Was du dir wünschst ist wie wirklich jeder andere Mensch auch:
deinen Frieden und respektvolle Menschen um dich.
Nun, der Schlüssel hierfür liegt aber ganz bei bzw. in dir. Dort lohnt es zu schauen, zu finden.
Vielleicht gelingt es dir all die Geschehnisse als Chance, als Lehrer für dich zu sehen?
Du hast jetzt die Chance, etwas in dir zu heilen. Was immer auch dieses Etwas ist, wo auch immer seine Wurzel liegt, wenn es dir gelingt, DICH in dieser Ebene zu heilen, eine Blockade zu lösen, dann wir dieses innere Heil sein, sich auch im Aussen für dich zeigen.
liebe Rosalie,
dies sind ersteinmal meine Gedanken zu deinem Bericht. Ich wünsche dir Besonnenheit , Kraft und den Mut in dich zu schauen.
von Herzen verbundene Grüße, und eine ganz liebe Umarmung für dich,
Biggi


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Liebe Rosalie,
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