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Thema: Was erlöst das Ego?

  1. #16
    Carolin Curant
    Inspiriert

    Standard

    Lieber Matthias,

    ab und zu erwische ich mich damit, das ich zu mir sagen: "ich muss ..." dann korrigiere ich mich und sage: "ich will..." weil müssen muss ich ja nicht!
    Ich sehe das wollen nicht nur egozentrisch. Ich habe nicht das Gefühlicon, das hinter jedem "ich will ..." mein Egoicon steckt.

    Aber das darf ja jeder so sehen wie er will!

    Liebe Grüße, Carolin

  2. Der folgende Leser bedankte sich bei Carolin Curant für das wertvolle Posting:

    georgy (25.12.2011)

  3. #17
    Weiser Forumsengel Avatar von Matthias A. Exl
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    Zitat Zitat von Anam Cara Beitrag anzeigen
    Lieber Matthias,

    ab und zu erwische ich mich damit, das ich zu mir sagen: "ich muss ..." dann korrigiere ich mich und sage: "ich will..." weil müssen muss ich ja nicht!
    Ich sehe das wollen nicht nur egozentrisch. Ich habe nicht das Gefühl, das hinter jedem "ich will ..." mein Egoicon steckt.

    Aber das darf ja jeder so sehen wie er will!

    Liebe Grüße, Carolin
    Namaste liebe Carolin,

    ich danke dir von Herzen für deine Zeilen. Selbst haben Sabine und ich lange daran gearbeitet den Satz:

    "ich muss mal schnell".... aufzugeben!

    Ich muss garnichts und schon gar nicht schnell... Wie wahr. "Ich muss mal schnell" ist wie ein Kraft raubender Bandwurm in der eigenen Existenz. Der Geist, der nach Außen auf die Illusion gerichtet ist wird angetrieben noch mehr zu leisten, noch mehr zu tun und noch mehr verstrickt zu sein. So ist eine Korrektur dieses Glaubenssatzes sehr wichtig.

    Nun stellt sich die Frage, kann es ein "ich will" oder "ich will nicht" geben, welches nicht vom Ego kommt? Ich bitte die Stillen Mitleser das Wort "Ego" nicht als negativ zu bewerten, das "Ego" ist, was es ist - die Existenzberechtigung für ein Individuum in einer Illusion, mit all seinen Freuden, Problemen, Schmerz, Ängsten und Ablehnungen...

    Das Ich definiert sich durch seine Trennung und grundsätzliche Empfindung ein Individuum zu sein. Das Ich kommuniziert oder versucht zu kommunizieren mit dem "Leben um sich herum" aber natürlich auch mit von sich selbst getrennten höheren Wesen, Gott, dem Selbst oder ähnliches.
    Das Ich mag verstehen, dass keine Trennung zwischen ihm und dem Selbst existiert, jedoch hat es die vollkommene Auflösung der Trennung nicht erfahren, denn dann gäbe es keine "Ich" Identifikation mehr. Es gäbe kein "Ich", dass sich darüber Gedanken macht.
    Das Ich ist nach Außen gerichtet - auf die Illusion, das göttliche Spiel - und spielt mit, empfindet, hinterfragt, tut dies und tut das. Erlebt Freude und Schmerz.
    Aus dieser Erfahrung heraus entsteht ein Wertesystem für das Ich - "ich" will dies und das will "ich" nicht. Es gibt das Wollen das auf die Instinkte beschränkt ist "Ich will essen", "ich will Sicherheit", "ich will Gesundheit" etc. aber auch jede andere Form die daraus ensteht "ich will ein IPad"....
    Dies macht das Ich rastlos, denn es gibt sehr viel, das befriedigt ("ich will") und vermieden ("ich will nicht") werden will.

    Solange ein "Ich" existiert gibt es auch den zweiten Gedanken: "ich" und "will". Aus diesem Grund haben all die Weisen geraten, den Geist zurück auf die Quelle auszurichten: das "Ich" blickt nach Innen und erkennt - sich Selbst, das Selbst. Auf dem Weg verschmelzt es mit diesem, das "Ich" hört auf zu existieren und damit verschwinden auch die "ich will" und "ich will nicht" Gefühleicon.

    Jesus durchlief alle Stadien:
    "Lass den Kelch an mir vorübergehen" - die Angst des "Ichs" vor dem Kommenden.
    "Ich bin der Sohn" - das "Ich" das das Selbst erblickt und sich seiner Göttlichkeit bewusst wird.
    "Der Vater und ich sind eins" - das "Ich", das sich im Selbst auflöst wie der Tropfen im Meer.

    Jesus sagte auch, dass wir alle diesem Pfad nachfolgen können

    Babaicon sagte einst dazu:

    "Menschen uebergeben ihre Wuerde und ihren Status an andere Maenner und Frauen, um Reichtum, Ruhm, Besitztum, Pomp, Macht und anderes zu erhalten. Aber es ist selten, dass jemand die Gelegenheit erhaelt sich Gott ganz auszuliefern, um Seinetwillen! Wie kann jemand den Drang spueren, wennn er sich immer noch nach den materialistischen Dingen (aadheya) und nicht nach der Quelle dieser Dinge (aadhaara) sehnt? Wie lange kann das, was keine Basis hat, gegenstandslos ist, befriedigen? Menschen wollen die Schoepfung und nicht den Schoepfer; Dinge aus der Hand, doch nicht die Hand! Kann es ein Objekt geben, das ohne Verursacher erschaffen wurde? Nein. Gott allein ist ‘ohne Verursachung’. Es ist reine Unwissenheit seine Individualitaet wegen dem, das geschaffen, verursacht wurde, aufzugeben. Gebt euch lieber der Ursache hin, dem Ausgangspunkt, dem Verursacher von allem - Sarveswara. Das ist wahre Hingabe, Saranagathi." - Baba

    Umarmung von Herzen,
    Om,
    Matthias

  4. Die folgenden 3 Leser bedanken sich bei Matthias A. Exl für den wertvollen Beitrag:

    Atlantis (25.12.2011),georgy (25.12.2011),Micha (25.12.2011)

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